7 häufige Fehler, die du bei Hitze vermeiden solltest

Fotos: CC0 Public Domain / Pixabay

Die Hitzewelle in Deutschland dauert an – und die Temperaturen von bis zu 38 Grad im Schatten machen vielen Menschen zu schaffen. Um nicht noch zusätzlich unter der Hitze zu leiden, solltest du diese häufigen Fehler vermeiden.

1. Eisgekühlte Getränke trinken

Was gibt es schöneres, als ein eisgekühltes Getränk in heißen Sommertagen oder -nächten? Auch wenn es sich gut anfühlt – eiskaltes Wasser, Limonade oder Säfte zu trinken, ist keine gute Idee. Die kalten Getränke regen die körpereigene Wärmeproduktion an, denn der Körper muss die Getränke auf seine normale Temperatur (36 bis 37 Grad) aufheizen. Dafür aktiviert er den Stoffwechsel – und man schwitzt am Ende noch mehr. Ideal wären eigentlich Getränke, die ungefähr unsere Körpertemperatur haben.

2. Klimaanlage benutzen

Klimaanlage

Klimaanlagen sind schlecht für die Umwelt.Eine Klimaanlage verschafft eine willkommene Abkühlung – egal ob im Auto oder zu Hause. Warum du trotzdem keine Klimaanlage verwenden oder sogar neu anschaffen solltest:

  • Große Temperaturunterschiede strapazieren den Kreislauf: Wenn es draußen weit über 30 Grad hat und Innen hingegen nur etwas über 20 Grad, ist das eine große Belastung für den Körper. Die Folge: Kreislaufprobleme, Erkältungen oder Bindehautentzündungen.
  • Klimaanlagen sind echte Stromfresser. Selbst eine kleine Kühlanlage mit zum Beispiel 880 Watt verbraucht mehr Strom als 100 Energiesparlampen. Im Auto ist die Klimaanlage neben dem Motor der größte Kraftstoffverbraucher, schreibt das Umweltbundesamt.
  • Problematisch sind außerdem die Kältemittel, die in vielen Klimaanlagen stecken. Einige der Mittel sind treibhauswirksam – und belasten somit das Klima zusätzlich.

Die gute Nachricht: Abkühlen funktioniert auch ohne den Stromfresser: Wohnung kühlen ohne Klimaanlage – Tipps und Tricks 

3. Alkohol trinken

Ein kühles Bier oder ein erfrischender Cocktail am Feierabend? Auch das ist nicht empfehlenswert – nicht nur weil die Getränke zu kalt sind. Alkohol und Hitze vertragen sich nicht besonders gut:

  • Bei hohen Temperaturen wirkt Alkohol schneller und intensiver. Vor allem wenn man alkoholische Getränke als Durstlöscher trinkt, ist es schnell zu viel Alkohol. Es kommt dadurch schneller zu nerwünschte Nebenwirkungen wie Kreislaufproblemen.
  • In der Hitze verlieren wir durch Schwitzen viel Wasser. Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich Wasser und Mineralstoffe. Die Gefahr von Hitzeschlägen steigt, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

4. Kalt duschen

Wechselduschen: Hilfreich beim Kampf gegen Orangenhaut.
Auch wenn es verlockend ist, kalte Duschen sind nicht empfehlenswert. (Foto: CC0 / Pixabay / Seregas)

Noch ein Fehler, den viele im Sommer begehen: Kalt abduschen. Zwar ist eine kalte Dusche im ersten Moment ziemlich erfrischend und außerdem energiesparender. Bei großer Hitze ist sie jedoch wenig sinnvoll – denn wie auch bei kalten Getränken bringt uns ein körpereigener Mechanismus ins Schwitzen:

Die kalte Dusche reduziert die Körpertemperatur. Das löst eine Gegenreaktion im Körper aus: Die Poren der Haut und Gefäße ziehen sich zusammen, um die Wärme im Körper zu halten. Außerdem fährt der Körper die Temperatur hoch, um wieder auf 36 bis 37 Grad Celsius zu kommen. Das Ergebnis: Man schwitzt noch stärker, als zuvor. Hilfreicher ist eine Dusche mit lauwarmem Wasser.

5. Elektrogeräte in der Sonne lassen

Egal ob im Freien oder im Auto: Elektronische Geräte wie Smartphones oder Navis solltest du nicht für länger in die Sonne legen – sie vertragen nämlich keine hohen Temperaturen. Je nachdem wie heiß es ist, kann im schlimmsten Fall beispielsweise die Batterieflüssigkeit auslaufen. Empfindliche Geräte deswegen immer im Schatten ablegen.

6. Zu heißen Kaffee trinken

Kaffeezubereitung
Lieber etwas weniger Kaffee trinken. (Foto: © Unsplash / CC0)

Weitere Getränke, bei denen du vorsichtig sein solltest: Kaffee und Tee – vor allem, wenn sie sehr heiß sind. Die heißen Getränke bringen uns zusätzlich ins Schwitzen. Besser sind lauwarme Flüssigkeiten in Körpertemperatur. Bei Kaffee gibt es noch ein weiteres Problem: Das enthaltene Koffein wirkt harntreibend. Unter normalen Umständen ist das kein Problem und der Körper gleicht das aus. Da wir durch das viele Schwitzen in der Hitze jedoch ohnehin schon viel Wasser verlieren, empfiehlt es sich, im Sommer etwas vorsichtiger zu sein. Ganz verzichten brauchst du nicht, es empfiehlt sich aber, etwas weniger Kaffee zu trinken als sonst, und ihn erstmal etwas abkühlen lassen.

7. Sich nur drinnen aufhalten

Bei großer Hitze lieber zu Hause bleiben und sich möglichst wenig bewegen anstatt draußen zu schwitzen? Auch das ist keine gute Idee, denn der Körper fährt dann den Kreislauf herunter – und zwar so stark, dass ihn schnell selbst geringe Belastungen überfordern. Um auch bei hohen Temperaturen fit zu bleiben, sollte man sich also trotzdem ausreichend bewegen, zum Beispiel bei kleinen Spaziergängen im Park.

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(5) Kommentare

  1. das mit den kalten getränken und dem kalt duschen, mag eine korrekte theorie sein. in wirklichkeit (also in der prxis!) fühle ich mich aber nach einer kühlen dusche viel frischer und komme erstmal von 150% auf normalniveau! und, ich kenne niemanden, der/dem das nicht so geht …

  2. Naja erstmal, oder? Ich trinke z.B. lieber einen nicht zu heißen Tee weil ich mich so länger akklimatisiert fühle – Insgesamt sollte man einfach darauf achten einen nicht so großen Temp. Unterschied zu erzeugen. Happy sweating!

  3. Wer hätte das gedacht? Ich werde heute Abend im Biergarten ein 36,5 °C warmes Bier bestellen.

    Nach der hier vorgestellten Logik wären ja auch die derzeitigen Temperaturen für uns richtige „Wohlfühltemperaturen“, da sie so in etwa unserer eigenen Körpertemperatur entsprechen? 😉

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