Lebensmittel-retten-App: Zu gut für Höhle der Löwen?

Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die App „Too Good To Go“ soll helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Bei „Die Höhle der Löwen“ ist die Idee gut angekommen – die Investoren schlossen zum ersten Mal einen Rekord-Deal in Millionenhöhe ab. Nach der Show platzte der Deal jedoch.

Das Konzept von „Too Good To Go“ ist ebenso simpel, wie genial: Restaurants, Cafés, Imbisse und andere Gastronomie-Betriebe können über die App überschüssige Speisen anbieten. App-User reservieren sich die Gerichte und holen sie für wenig Geld im jeweiligen Lokal ab.

Die App gibt es schon seit Ende 2015, am Dienstag waren die Gründer bei der Vox-Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Ihr Ziel: Sie wollten eine Million Euro von den „Löwen“ und boten dafür fünf Prozent der Firmenanteile an.

Spannendste Verhandlung bei „Die Höhle der Löwen“

Ihr Auftritt sorgte für die bislang spannendste Verhandlung bei „Die Höhle der Löwen“. Zunächst wollte keiner der Investoren, genannt „die Löwen“, einsteigen. Die Summe war ihnen zu hoch. Daraufhin schlugen die Gründer der App vor, dass die Investoren zu fünft einsteigen – mit jeweils 200.000 Euro pro Person.

Am Ende kam es zu einem Deal, den es laut Vox so noch nie in der Show gegeben hat: Alle fünf Löwen investieren gemeinsam eine Million Euro. Dafür erhalten sie knapp neun Prozent der Firmenanteile.

„Too Good To Go“ ist zu schnell gewachsen

Aus der Zusammenarbeit sollte jedoch letztendlich nichts werden: Wie der Fernsehsender Vox auf der Unternehmenswebseite berichtet, ist der erste Millionendeal in „Die Höhle der Löwen“ nach den Dreharbeiten geplatzt. Der Grund: Das schnelle Wachstum der App – die Konditionen des Deals seien für keine Seite mehr ideal gewesen.

Aber auch ohne die Unterstützung der Löwen ist die App erfolgreich: Vor allem im dritten Quartal sei „Too Good To Go“ stark gewachsen, erklärte einer der Gründer im Interview. Für dieses Jahr erwarte das Team allein in Deutschland einen Umsatz von 500.000 Euro.

Europaweit werde der Umsatz wahrscheinlich sogar bei 32 Millionen Euro liegen. Aktuell gibt es die App in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz. Laut Unternehmenswebseite hat „Too Good To Go“ bislang 1,5 Millionen Mahlzeiten gerettet und damit 2.500 Tonnen CO2 eingespart.

Download: Die App von To Good To Go gibt es kostenlos für Android und iPhone/iPad.

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