Manner: Schnitten jetzt mit Fairtrade-Kakao

Foto: © Manner

Das österreichische Unternehmen Manner hat sich zum Ziel gesetzt, bei allen Produkten nachhaltigen Kakao einzusetzen. Nun gibt es das dritte Produkt, das mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert wird – die Manner Waffeln.

Seit Beginn des Jahres 2021 bezieht der österreichische Hersteller Manner für sein gesamtes Waffel- und Schnittensortiment den Kakao aus fairem Handel. Damit sind die Schnitten und Waffeln das dritte Produkt aus dem Hause Manner, dass Zutaten aus fairem Handel enthält.

Bereits seit einigen Jahren arbeiten Manner und Fairtrade zusammen. Seit 2015 tragen die Casali Schoko Bananen das Fairtrade-Siegel, seit 2020 die Victor Schmidt Mozartkugeln. Bei den Schoko Bananen sind sowohl die Bananen, als auch der Kakao und der Zucker fair gehandelt. Für die Mozartkugel wird der Kakao fair gehandelt.

„Wir bieten mit dem bekannten Fairtrade-Gütesiegel dem Verbraucher Sicherheit“, so Josef Stollenwerk, Vertriebsleiter Deutschland. „Den bekannten Wiedererkennungswerten möchten wir auch unser nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln hinzufügen, das wir aus Tradition verfolgen, und mit dem Fairtrade-Siegel sichtbar machen.“

Das Siegel „Fairtrade Cocoa“ wird erst nach und nach auf den Packungen zu finden sein. Denn Manner druckt das Siegel erst nach einer Umstellung des Verpackungsmaterials, um so kein Verpackungsmaterial zu vernichten.

Trend zu Fairtrade-Kakao steigt

Der Vorstandsvorsitzende von Fairtrade Deutschland (TransFair e.V.), Dieter Overath, freut sich über die Zusammenarbeit mit Manner. Er sieht die Umstellung auf Fairtrade als eine gute Nachricht für Kakaobäuer:innen im globalen Süden. Denn „die Herausforderungen im Kakaoanbau sind massiv: Armut, Kinderarbeit, Klimawandel und die Auswirkungen der Pandemie. Durch Fairtrade erhalten sie einen stabilen Preis für ihre Ernte sowie die zusätzliche Fairtrade-Prämie – gerade in diesen Krisenzeiten eine wichtige Unterstützung“.

Das Interesse an Fairtrade-Kakao steigt auch im Jahr 2020, trotz Corona-Pandemie. Laut Fairtrade Deutschland zeigen erste Hochrechnungen: 2020 stiegen die Absätze von fairem Kakao um 12 Prozent auf rund 89.000 Tonnen. Das bedeutet, dass aktuell 18 Prozent des in Deutschland eingesetzten Kakaos Fairtrade zertifiziert ist.

Fairtrade gehört zum Verbund Fairtrade International e.V.. Fairtrade handelt nicht selber, sondern setzt für einen fairen Handel mit von Produkten und Rohstoffen. In Österreich, dem Sitz von Manner, setzt sich der Verein seit 1993 für einen fairen Handel mit Bauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen in Afrika, Asien und Lateinamerika ein.

Utopia meint: Es ist erfreulich, wenn immer mehr traditionelle Firmen mit großer Bekanntheit, wie Manner, Fairtrade-Kakao einsetzen. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Manner auch bei den restlichen Zutaten auf faire Bedingungen setzen würde. Denn der Anbau von Palmöl und Haselnüssen ist problematisch.

Dennoch gewinnt das Thema Nachhaltigkeit dadurch mehr Aufmerksamkeit. Wenn noch mehr Unternehmen, die bisher keinen Fokus auf Nachhaltigkeit oder Fairem Handeln hatten, ebenfalls fairer und nachhaltiger arbeiten, kann insgesamt viel erreicht werden. Daher wünschen wir uns, dass noch mehr Marken auf fairen Kakao, faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen setzen.

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