McDonalds bringt veganen Burger auf den Markt – und tut sich mit Nestlé zusammen

Foto: "McDonald‘s" von Mike Mozart unter CC-BY 2.0

Bislang konnten Veganer bei McDonalds nur Salat, Pommes und Apfeltasche essen, das ändert sich jetzt. Die Fast-Food-Kette führt einen Burger ganz ohne tierische Zutaten ein. McDonalds bleibt aber ein problematisches Unternehmen.

In Finnland gibt es ihn schon – jetzt kommt er auch nach Deutschland: der vegane McDonalds-Burger. In Finnland heißt er „McVegan“, bei uns bekommt er den Namen „Big Vegan TS“. Seit Montag gibt es ihn deutschlandweit zu kaufen.

Der Patty des Big Vegan TS besteht aus Soja und Weizen. Hergestellt wird er von der Firma „Garden Gourmet“, ein Tochterunternehmen von Nestlé. In den Burger kommt außerdem Tomate, Salzgurke, Salat, rote Zwiebeln, Ketchup und eine Senfsauce. Der Big Vegan TS soll den „echten McDonalds-Geschmack“ haben, heißt es bei der Fastfood-Kette.

Veganer McDonalds-Burger auch für Nicht-Veganer

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Der Big Vegan TS von McDonalds (Foto: © McDonald's)

„Obwohl der Anteil an Veganern in Deutschland noch relativ gering ist: Wir greifen mit dem Big Vegan TS ganz gezielt den weitreichenden Trend auf, gelegentlich auf tierische Produkte zu verzichten“, sagt ein Unternehmenssprecher von McDonalds. Da der Big Vegan TS nach Fleisch schmeckt, soll er auch für Nicht-Veganer eine Alternative sein.

McDonalds will zunächst einmal testen, wie der Burger bei den Kunden ankommt. Wenn er sich gut verkauft, kommt er wahrscheinlich dauerhaft ins Sortiment.

Wie schmeckt der vegane Burger von McDonalds?

Das Portal „Ekitchen“ durfte den Big Vegan TS schon vorab testen. Das Fazit der Redaktion: „Es ist der beste Veggie-Burger, den es bei McDonald’s in Deutschland jemals zu kaufen gab.“ Allerdings fanden die Tester den Burger auch „etwas langweilig“.

Unabhängig vom Geschmack ist es gut, dass McDonalds vegane Alternativen entwickelt. Auch Burger King testet zurzeit einen veganen Burger. Traditionell dreht sich bei den Fastfoodketten alles um Fleisch – die Viehzucht und Fleischproduktion haben katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt. McDonalds steht außerdem immer wieder wegen Tierrechtsverstößen bei Fleischzulieferern in der Kritik.

McDonalds hat noch viel zu tun

Auch wenn der vegane Big Vegan TS eine gute Nachricht ist – zum nachhaltigen Unternehmen wird die Fastfood-Kette damit nicht. Die vielen Tonnen Verpackungsmüll, die McDonalds jeden Tag produziert, das stark fett-, kalorien- und zuckerhaltige Essen oder die industrielle Massentierhaltung: Da gibt es noch einiges zu verbessern. Der vegane Burger ist dennoch ein guter Schritt, zumindest den Fleischanteil am Gesamtsortiment zu reduzieren.

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