Mit der Maske von Marie Bee Bloom ein Bienenparadies säen

Marie Bee Bloom - Die Maske mit Blumensamen
Screenshot/Foto: © Marie Bee Bloom

Einweg-Masken gehören mittlerweile zu unserem Alltag dazu. Diese landen aber früher oder später im Müll oder in der Natur. Die Gründerin von Marie Bee Bloom hat deswegen eine Maske entwickelt, die biologisch abbaubar ist und aus der sich sogar noch eine Blumenwiese entwickelt.

Egal ob beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – wir tragen Masken. Und zwar FFP2-, KN95/N95- oder OP-Masken, also medizinische Einwegmasken; die sind in den genannten Bereichen inzwischen deutschlandweit Pflicht, wobei in einzelnen Bundesländern teils zusätzliche Regelungen gelten.

Allerdings lassen sie sich nur begrenz wiederverwenden, wir müssen sie also früher oder später entsorgen, wodurch eine Menge Müll entsteht. Jede Minute sind es laut dem britischen Online-Wirtschafts-Magazin Fast Company drei Millionen Masken, die im Müll landen. Oder eben einfach in der Natur. Dort belasten die Produkte, die beispielsweise aus Vlies auf Polypropylen-Basis bestehen, die Umwelt und zerfallen sehr langsam zu Mikroplastik.

Die biologisch abbaubare Maske, die eine Blumenwiese in sich trägt

Die gelernte Grafikdesignerin Marianne de Groot-Pons aus den Niederlanden hat sich mit dem Müllproblem durch Masken auseinandergesetzt und sich ein spannendes Produkt ausgedacht. Ihre „Marie Bee Bloom“-Masken ist vollständig biologisch abbaubar.

Und nicht nur das: Die Masken sind mit Blumensamen gefüllt. Nach dem Tragen kannst du sie im Garten oder einem Blumentopf eingraben und mit der Zeit kann daraus eine kleine Blumenwiese wachsen. In der Maske sind Samen aus holländischer Weidemischung, zum Beispiel Astern, Kornblumen, Gilia und Dill.

Wie eine solche Maske aussieht, zeigt de Groot-Pons auf ihrem Instagram-Account:

Die „Marie Bee Bloom“-Masken bestehen aus Reispapier und die Schnüre aus reiner Schafwolle. Laut eigener Angaben hat de Groot-Pons die Schafwolle selbst gekämmt, gesponnen, gezwirnt und einmal gewaschen. Daher soll sich niemand wundern, wenn in den Schnüren noch ein Grashalm zu finden ist.

Die Schnüre sind an der Maske mit einem Kleber auf Basis von Kartoffelstärke und Wasser befestigt. Selbst die Tinte, mit der das Logo auf den Masken abgebildet ist, ist biologisch abbaubar.

Die Masken gibt es im Online Shop zu kaufen – eine Lieferung nach Deutschland ist möglich. Du kannst sie im 5er-, 10er- oder 15er-Pack bestellen. Fünf Masken kosten 15 Euro, Zehn Masken 30 Euro und 15 Masken für 45 Euro.

So schützen die Masken von Marie Bee Bloom

Die Maske von Marie Bee Bloom soll laut Hersteller genauso gut oder schlecht wie eine selbstgemachte Maske schützen. Allerdings muss hierzu gesagt werden, dass der Schutz durch Stoffmasken vom Material und Design abhängt. Welche sich anbieten, haben verschiedene Studien überprüft – allerdings wurden Masken aus Reispapier und Blumensamen bisher nicht getestet.

Bei selbstgemachten Masken handelt es sich außerdem nicht um geprüfte medizinische Produkte. Wie gut sie schützen, hängt ganz vom Design und Material ab. Geprüfte OP-Masken und FFP2-Masken müssen dagegen bestimmten Kriterien entsprechen. OP-Masken können andere, FFP2-Masken auch den Träger oder die Trägerin, vor Tröpfchen und teilweise auch vor Aerosolen schützen, solange sie richtig getragen werden. Deshalb müssen wir sie derzeit beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln verwenden – die Masken von Marie Bee Bloom reichen für diesen Zweck nicht aus.

Utopia meint: Die Maske kann OP- oder FFP-Masken nicht ersetzen, weil sie nicht den nötigen Schutz bietet. Wenn irgendwann wieder wiederverwendbare Stoffmasken erlaubt sind, wäre ein waschbarer Mundschutz wahrscheinlich die nachhaltigere Option. Zumal man wahrscheinlich nur begrenzt Platz für Blumenbeete im Garten oder auf der Fensterbank hat.

Eine Maske wie die von Marianne de Groot-Pons hat aber Symbolwirkung. Sie macht auf ein Problem aufmerksam, das unsere Umwelt bedroht: Täglich landen Einwegmasken in der Umwelt – und diese bestehen leider nicht aus Reispapier und Blumensamen, sondern zum Teil aus Plastik. Vielleicht dient das Blumen-Modell ja großen Masken-Produzent:innen als Inspiration, neue Wege zu finden, Schutz mit Nachhaltigkeit zu vereinen. Bis es soweit ist, können wir Verbraucher:innen zwar nicht auf Schutzmasken verzichten, aber können darauf achten, sorgsam mit ihnen umzugehen. Wie du Masken richtig entsorgst, liest du hier: Maske entsorgen: So wird sie nicht zum Umweltproblem

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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