Dieser Getränkemarkt boykottiert Nestlé – und wird berühmt

Nestle Getränkemarkt
Fotos: © Utopia und © Getränke Grözinger

Ein Getränkemarkt aus Baden-Württemberg möchte Nestlé nicht länger unterstützen – und hat deshalb sämtliche Nestlé-Produkte aus dem Sortiment genommen. Die Aktion kommt gut an, der Getränkemarkt hat aber noch größere Pläne.

Wasser von Vittel, Perrier und San Pellegrino sowie Eistee von Nestea – all diese Nestlé-Getränkemarken gibt es bei „Getränke Grözinger“ in Ostelsheim (Baden-Württemberg) nicht mehr zu kaufen. Auch die Schokoriegel KitKat und Nuts hat der Getränkemarkt aus den Regalen verbannt.

„Uns ist sehr wohl bewusst, dass wir nicht gegen alle Ungerechtigkeiten auf dieser Welt etwas unternehmen können, allerdings können wir durch diese Aktion ein wenig auf die Problematik hinweisen“, heißt es auf der Facebook-Seite des Getränkemarkts.

Alternativen zu Nestlé

Nestle Getränkemarkt
Der Getränkemarkt „Getränke Grötzinger“ (Foto: © Getränke Grözinger)

Schon 2012 hatte der Markt Perrier aus dem Sortiment genommen, 2016 folgten Nestea und Vittel. „Hätte ich früher gewusst, dass San Pellegrino auch dazugehört, hätte ich es bereits früher ausgelistet“, so Inhaber Marco Grözinger gegenüber Utopia. „Jetzt sind auch die Schokoriegel weg und wir sind frei von Nestlé-Produkten.“

Die Kunden scheint das nicht zu stören – die Getränke wurden durch regionale Produkte ersetzt: Statt Vittel, Perrier und San Pellegrino gibt es Wasser von „Wittmannsthaler naturell“ und „Black Forest“, statt Nesta verkauft der Laden Eistee der Marke „Teinacher“.

Nestlé Boykott ist nur der erste Schritt

„Wer die Gründe erfahren will, braucht nur mal googeln … Nestlé, Wasser, Privatisierung, Skandal … etc. Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, aber solche Machenschaften und Entscheidungen können wir nicht weiter durch einen Vertrieb dieser Produkte verantworten“ schreibt Getränke Götzinger auf Facebook. Der Facebook-Post wurde fast tausendfach geteilt und kommentiert.

Der Nestlé-Boykott ist allerdings nur der erste Schritt – es soll noch weiter gehen: „Im Laufe von 2018 werden wir dann hoffentlich vernünftige Alternativen zu Produkten der Firma Coca-Cola finden“, erklärte Marco Grözinger gegenüber Utopia. Das sei allerdings etwas schwerer, da Coca-Cola vor allem bei Getränken eine dominierende Marke ist.

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(5) Kommentare

  1. Das ist eine der besten Nachrichten seit langem.
    Danke für den Mut, danke für die Konsequenz und danke für das große Herz, das in dieser Tat steckt.
    Endlich mal kein Gelaber sondern echtes Tun!
    Hoffentlich gibt es viele Nachahmer!

  2. Auch ich danke für den Mut von Frau Grötzinger, habe auf Ihrer Geschäftsseite eine Danke-Eintragung gezeichnet. Ich hoffe auch, dass es viele Nachahmer gibt. Da ich nur in Naturkostläden einkaufe, komme ich gar nicht in die Gefahr, etwas von diesem bösen Konzern einzukaufen mit Menschen, die Menschen und deren Grundbedürfnisse mißachten, widerlich

  3. Grötzingers tun was, zeigen mut, wandeln sich zu was regionalen, verbessern produktqualität und helfen unserer mutter erde.
    solche leute sollten regieren, das würde gut tun.

    ..ich bin bei euch, bitte weiter so !
    daumendrückende grüße aus südthüringen.

  4. Super !
    Alternative zu Coca Cola: Sinalco. Hat Cola, Limo u.a., wird in Deutschland hergestellt und schmeckt, wenn man es mag, gut.
    Ansonsten ist auch fritz Cola eine gute Alternative – allerdings höherer Koffeingehalt.
    Gruß, Yvonne

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