„Diverse Früchtchen“: Riccardo Simonetti für Smoothie-Werbung kritisiert

Riccardo Simonetti für Smoothie(-Werbung) kritisiert
Foto: Riccardo Simonetti / Instagram

Bunt und fruchtig ist der Smoothie von Riccardo Simonetti in Kooperation mit Edeka. Doch für das „Diverse Früchtchen“ muss der Entertainer scharfe Kritik einstecken. Die Anschuldigungen kommen ausgerechnet aus den eigenen Reihen.

Riccardo Simonetti ist bekannt als Influencer und aus dem Fernsehen. Er ist LGBTQIA+-Sonderbotschafter der EU, Autor von Kinderbüchern, Gründer seiner eigenen Initiative und 2019 vom Forbes Magazin zu den „30under30“ gewählt, also den 30 einflussreichsten Menschen unter 30. Nun sorgt sein mitentwickelter Smoothie mit dem Namen „Diverse Früchtchen“ für Kritik – ausgerechnet in der LGBTQIA+-Community.

„Diverse Früchtchen“ von All in Fruits und Riccardo Simonetti

Gemeinsam mit der Marke All in Fruits entwickelte Simonetti den Smoothie, der seit Anfang Mai 2022 bei Edeka und Netto Marken-Discount erhältlich ist und im großen Stil vermarktet wird – auf Magazin-Cover, Social-Media und Plakatwänden. Der Name „Diverse Früchtchen“ soll ausdrücken, wofür Simonetti steht: Vielfalt und Gleichberechtigung. Dementsprechend ist auch die Flasche farbenfroh und bunt gestaltet. Pro verkaufter Smoothie-Flasche gehen 10 Cent an die Riccardo Simonetti Initiative, die sich für marginalisierte und benachteiligte Menschen in der Gesellschaft einsetzt.

Der Entertainer brachte in einer Pressemitteilung von Edeka seine Begeisterung zum Ausdruck: „Dank unserer gemeinsamen Reichweite erreichen wir viele Menschen in ihrem Alltag. So können wir für das Thema Vielfalt sensibilisieren und mehr Bewusstsein in der Gesellschaft dafür schaffen.“

Kritik am Smoothie von Sascha Heyna

Die Kritik an dem Smoothie und der groß angelegten Vermarktung kommt unter anderem vom homosexuellen Fernsehmoderator Sascha Heyna. In einem verfassten Instagram-Post wirft er Simonetti die Vermarktung seiner Sexualität vor: „Du hast dein Schwulsein zum einträglichen Geschäftsmodell gemacht und mit einer permanenten Opferhaltung die maximale Aufmerksamkeit erzielt.“

Auf Anfrage von RTL äußerte sich Simonettis Management zu den Vorwürfen. „Riccardo könnte durchaus auch Werbeverträge annehmen, die in keinem Zusammenhang mit einer gemeinnützigen Unterstützung stehen. Die Entscheidung, queere Themen sichtbar zu machen und gleichzeitig einen guten Zweck zu unterstützen, ist also eine bewusste – wohlwissend, dass es dafür nicht immer nur Applaus gibt.“ Außerdem sei Riccardo Simonetti kein Politiker, sondern „Entertainer, Autor und Model, das sich durchaus aktivistisch einsetzt.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Simonetti Kritik ausgesetzt ist. „In diesem konkreten Fall ist es allerdings besonders unerfreulich, weil es ein trauriges Beispiel dafür ist, dass auch innerhalb der LGBTQ*-Community permanent nach Fehlern gesucht wird.“ Aus den eigenen Reihen hätte sich Simonetti mehr Unterstützung erhofft.

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