EU-Parlament fordert geringeren Konsum von Fleisch, Tiefkühlpizza und Fertigprodukten

EU-Parlament fordert geringeren Konsum von Fleisch, Tiefkühlpizza und Fertigprodukten
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Moritz D. / RitaE

Mit einer Farm-to-Fork-Strategie möchte das EU-Parlament unter anderem für geringeren Fleischkonsum sorgen. Aber auch der Anbau soll sich ändern. Bedenken gibt es seitens der Landwirtschaft.

Gegen einen übermäßigen Konsum von Fleisch und hochverarbeiteten Lebensmitteln wie Tiefkühlpizza und anderen Fertigprodukten sollte laut des EU-Parlaments mehr getan werden. Zudem fordern die Abgeordneten eine verpflichtende Nährwertangabe auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen. Das geht aus einer Reaktion des Parlaments auf die Vorschläge der EU-Kommission zur sogenannten Farm-to-Fork-Strategie (etwa: Vom Hof auf den Tisch) hervor. Wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde, stimmte eine große Mehrheit für diese Position.

So möchte die EU-Kommission die Landwirtschaft nachhaltiger gestalten

Die Farm-to-Fork-Strategie ist eines der prominentesten Vorhaben der EU-Kommission, um die europäische Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die Brüsseler Behörde hatte im Mai vergangenen Jahres vorgeschlagen, dass unter anderem bis 2030 nur noch die Hälfte an Pestiziden und 20 Prozent weniger Dünger verwendet werden soll. Zudem sieht die Strategie vor, dass bis dahin ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche nach Bio-Kriterien bewirtschaftet werden soll. Allerdings ist derzeit noch ungeklärt, ob diese Ziele rechtlich bindend sein werden.

Bis 2030 sollen laut der Farm-to-Fork-Strategie ein Viertel aller landwirtschaftlichen Flächen Bio werden.
Bis 2030 sollen laut der Farm-to-Fork-Strategie ein Viertel aller landwirtschaftlichen Flächen Bio werden. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - lumix2004)

Die Strategie an sich begrüßte das Parlament. Zudem forderten die Abgeordneten, dass sich die EU-Kommission stärker dafür einsetzen soll, die Position der Landwirte innerhalb der Versorgungskette zu stärken und eine gründliche Folgenabschätzung zu den möglichen Auswirkungen vorzulegen.

Bedenken seitens des europäischen Bauernverbands

Der europäische Bauernverband Copa Cogeca fürchtet, die Strategie könne dazu führen, dass Bäuerinnen und Bauern in Europa weniger Lebensmittel produzieren. Zwar teile man prinzipiell das Ziel, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, doch brauche es Untersuchungen, wie sich die Ziele auf die Landwirtschaft auswirkten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft sieht in dem Vorhaben „die große Chance, dass die scheinbare Diskrepanz zwischen Ökologie und Ökonomie endlich aufgelöst wird“.

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