Rassismus-Vorwurf: Auch Nestlé ändert Namen von Kekssorte

Nestlé benennt nach Rassismus-Vorwurf Keks um.
Foto: © Nestlé

Nach 60 Jahren benennt Nestlé nun einen Keks um. Dem Unternehmen wurde Rassismus und Diskriminierung vorgeworfen. Erst kürzlich reagierte der Lebensmittelhersteller Bahlsen auf ähnliche Kritik.

Der Keks mit dem Namen „Negrita“ wird von Nestlé in Chile verkauft. Wie focus.de berichtet, gab der Lebenssmittelhersteller am Mittwoch bekannt, dass der Keks in Zukunft unter dem Namen „Chokita“ verkauft wird. Es handelt sich um einen in Schokolade getauchter Vanillekeks.

Der Begriff „Negrita“ bedeutet übersetzt so viel wie „kleiner schwarzer Mensch“. „Negrita“ ist in einigen lateinamerikanischen Ländern ein Kosename, wie auch die männliche Version „Negrito“ oder auch „Gordo/Gorda“, übersetzt Dickerchen. Diese Kosenamen werden auch für Menschen verwendet, die weiß, beziehungsweise nicht übergewichtig sind.

Erst kürzlich musste der uruguayischer Fußballstar Edison Cavani eine Geldstrafe zahlen, weil er sich bei Instagram mit „Danke, Negrito“ bei einem Fan bedankte. Nestlé traf die Entscheidung der Umbenennung im Sinne „einer Kultur des Respekts und der Nicht-Diskriminierung“, wie focus.de schreibt. Die Verpackung des Keks hatte Nestlé bereits in der Vergangenheit verändert. Früher war dort das Gesicht einer schwarzen Frau abgebildet.

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Nestlé zieht mit der Entscheidung nach

Nestlé ist mit der Umbenennung von Produkten nicht der erste Hersteller. Auch beispielsweise Bahlsen stand dieses Jahr bereits in der Kritik einen Keks mit einem rassistischen Namen im Sortiment zu haben. Und benannte den Keks „Afrika“ um in „Prepetum“.

Utopia meint: Nestlé ist für viele Verbraucher:innen ein kritisches Unternehmen. Wir heißen es trotzdem gut, dass der Lebensmittelhersteller auf Rassismus-Kritik reagiert und anerkennt, dass es ein Bewusstsein von Marken und ihrer visuellen Sprache in Bezug auf die Verwendung von Stereotypen oder kulturellen Darstellung gibt.

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