Spatzen verschwinden aus Städten: So will Paris sie retten

Die Stadt Paris macht sich für die Rettung des Spatzen stark, denn zunehmend verschwindet der kleine Vogel von Dächern, Grünflächen und Balkonen.
Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Spatzen werden in Mitteleuropa immer seltener, auch in Paris. Nun lenken die Bewohner:innen der französischen Hauptstadt gegen – mit sogenannten „Spatzen-Vierteln“.

Die Stadt Paris macht sich für die Rettung des Spatzen stark, denn zunehmend verschwindet der kleine Vogel von Dächern, Grünflächen und Balkonen. Seit dem Jahr 2000 habe der Bestand um 70 Prozent abgenommen, teilten Sprecher:innen der französischen Hauptstadt mit. Gemeinsam mit 153 anderen Vogelarten sei der Spatz nach dem jüngsten Naturatlas der Stadt dort sogar in seiner Existenz bedroht.

„Spatzen-Viertel“ sollen Bestände in Paris sichern

In vier sogenannten „Spatzen-Vierteln“ sollen die Lebensbedingungen für Spatzen nun gezielt verbessert werden, damit die Kolonien wieder wachsen. Anwohner:innen und Ladenbesitzer:innen sollen dabei unter Anleitung des Vogelschutzbundes tatkräftig mithelfen.

So werden Nistkästen und Samen verteilt und Pflanzen gepflanzt, die für Spatzen besonders geeignet sind. Mit Erkundungsspaziergängen sollen Bewohner:innen und Geschäftsleute der „Spatzen-Viertel“ geschult und sensibilisiert werden. Die Hoffnung sei, dass sich danach im gesamten Stadtgebiet „Spatzen-Viertel“ etablieren. Mit einem Biodiversitätsplan, der bis 2024 reicht, kümmert Paris sich auch in anderen Bereichen um die Artenvielfalt.

Auch in Deutschland immer weniger Spatzen in den Städten

Auch in Deutschland werden Spatzen immer seltener. Seit 1970 haben die Bestände in ganz Mitteleuropa erheblich abgenommen – in Großstädten wie München oder Hamburg haben sie sich sogar halbiert. Inzwischen steht die Art sogar auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Zu den Gründen zählen Flächenversiegelung und ein Mangel an Nahrung und Nistplätzen. Es gibt aber auch Ausnahmen: In Berlin leben zum Beispiel besonders viele Spatzen. Landschaftsökologin Diana Gevers führt dies gegenüber dem BR auf viele verwilderte Vorgärten und Brachflächen zurück.

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