5 Tipps, wie du sofort nachhaltiger leben kannst

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Foto: Utopia/vs

Nachhaltig konsumieren klingt ziemlich anstrengend – das muss es aber gar nicht sein! Utopia gibt Tipps, die wirklich jeder ganz einfach umsetzen kann.

1. Trink Leitungswasser

Wozu kaufst du Wasser in Plastikflaschen? Das ist teuer und überflüssig. Plastik enthält Stoffe, die deiner Gesundheit schaden können und es vermüllt unseren gesamten Planeten. Mach’s dir bequem und trinke einfach Leitungswasser – das ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und oft sogar von besserer Qualität als Flaschenwasser.

Und Wasser aus der Leitung ist unschlagbar billig: Ein Liter kostet ungefähr 0,2 Cent.

2. Wechsel zu Ökostrom

Ob du willst oder nicht: wenn du einen herkömmlichen Stromtarif nutzt, finanzierst du mit deinem Geld gefährliche Atomkraft und schmutzige Kohleenergie. Mit einem ganz einfachen, aber sehr effektiven Schritt kannst du das ändern: Wechsel zu Ökostrom und unterstütze damit Tag für Tag erneuerbare Energien.

Hab’ keine Angst vor dem Wechsel! Das geht so leicht, dass du dich fragen wirst, warum du so lange damit gewartet hast. Hier findest du die besten Ökostromanbieter.

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3. Kauf’ öfter mal nichts

Du willst schon wieder Klamotten shoppen, obwohl dein Schrank voll ist mit ungetragen Teilen? Musst du unbedingt das neueste Smartphone haben, obwohl es dein altes noch tut? Wie oft gibst du Geld aus für etwas, was du eigentlich gar nicht brauchst? Kauf’ doch einfach öfter mal nichts.

Nichts kostet dich kein Geld, verschwendet keine Zeit, geht dir nicht auf die Nerven und verbraucht keinerlei Ressourcen. Nichts ist einfach nachhaltig.

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4. Iss weniger Fleisch und tierische Produkte

Es muss ja nicht gleich der Komplett-Verzicht sein: Weniger und dafür bessere Qualität zu kaufen, kann schon viel bewirken. Weniger Milch, Käse, Eier und vor allem weniger Fleisch zu konsumieren, sorgt dafür, dass weniger Tiere leiden müssen und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Öfter mal vegetarisch oder vegan zu essen wird deinen Speiseplan bereichern – probier’s aus: „Jeder kann vegan: 10 einfache Tipps für weniger tierische Produkte„.

5. Fang’ einfach mal an

Kauf’ mehr Bio-Lebensmittel, steig’ auf Fairtrade-Kaffee um. Hol’ dir deine nächste Jeans von einem fairen Label, probier’ ein Bio-Deo aus oder sag’ „Nö!“ zu Plastiktüten. Kauf’ weniger und dafür bessere Qualität. Schau dich im Secondhand-Laden um. Pflanz’ Tomaten auf deinem Balkon. Lass’ dein Auto einfach mal stehen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, nachhaltiger zu konsumieren. Lass dich nicht abschrecken, weil du glaubst, du musst gleich perfekt sein. Fang einfach mal an!

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(15) Kommentare

  1. Wunschdenken ist auch denken.
    1. geht nicht, verschmutzt. Hormone und Medikamente lassen sich nicht rausfiltern. Wasser wurde noch nie an meine Hahn geprüft und dort ist es grrrrr
    2. tja, wo sind die Beweise?
    3. ich soll für NICHTS bezahlen?
    (ka̱u̱·fen Verb [mit OBJ] (jmd. kauft etwas)
    1. eine Ware erwerben, indem man Geld dafür bezahlt.
    „Wir haben das Auto aus zweiter Hand gekauft.“)

    4. jep
    5. habe ich doch schon längst

  2. Hallo Mimatete,
    es gibt mittlerweile gute Filtersysteme, die auch Hormone und Medikamente bzw. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aus dem Leitungswasser herausfiltern. Kann man an der Spüle in der Küche installieren lassen und dann das Leitungswasser ohne schlechtes Gefühl genießen.

  3. Man darf die Kirche auch mal im Dorf lassen. Kannst du eine wissenschaftliche Quelle nennen, die einen signifikanten Effekt von Medikamentenrückständen in deutschem Trinkwasser zeigt? Gerne auch im Vergleich zu all den anderen Inputs.
    Wenn das Wasser bei dir aus Grundwasser (also auf einem Brunnen) stammt, hat es im Prinzip die gleiche Qualität wie Mineralwasser (geschützt vor antropogenen Einflussen, „natürlich“). Nur die Grenzwerte sind teilweise sogar noch höher. Wenn es z.B. aus einem Flüss gewonnen wird, findet eine aufwändige Aufbereitung statt, z.B. Kombination aus Filtration, Ozonierung und Aktivkohlefilter. Danach ist von Medikamentenrückständen nichts mehr nachzuweisen, außer vielleicht ganz geringe Konzentrationen von Kontrastmittel, welches chemisch praktisch völlig unreaktiv ist, und darum auch bei dir im Körper nichts anrichtet.
    Und dass man gewisse Rückstände nicht herausfiltern kann ist Quatsch. Man kann alles herausfiltern, es wird dann halt nur eventuell richtig teuer, und es stellt sich die Frage, ob es nach bestem Wissen überhaupt notwendig ist, und wer das bezahlen möchte. Langfristig also besser weniger verschmutzen.
    Wenn das Wasser so schlimm vergiftet wäre, dürftest du auch keine Nudeln, Reis oder Kartoffeln kochen, das wäre dann ja auch alles kontaminiert. Oder drunter duschen, oder aus Tassen trinken, die damit gespült wurden. Was ich sagen will: Es kommt immer auf die Dosis an.
    Informier dich doch einfach mal bei deinem Wasserversorger, wo dein Leitungswasser ursprünglich herkommt, und wie es aufbereitet wird, vielleicht kommt dann etwas Licht ins Dunkel. Und wenn das Wasser bei dir zu Hause wirklich schlecht schmeckt, dann liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am Wasserversorger, sondern an der Hausinstallation. Ab dem Wasserzähler ist der Eigentümer verantwortlich, und wenn dieser schlampt, dann kann der Wasserversorger da auch nix für. Leitungswasser kann dann jedenfalls nicht per se dafür verantwortlich gemacht werden, dass es nicht schmeckt.

    Zum Ökostrom: Auf der Homepage des Versorgers findest du sicherlich eine Auflistung, wie der Strom sich zusammensetzt, zumindest für das letzte Jahr. Als Beweis dafür gibt es dann wohl Zertifikate und Rechnungen.
    Was aber noch viel wichtiger ist, ist dass neue Öko-Kraftwerke gebaut werden, von deinem Anbieter. Und diese findest du dann ganz real, wenn du vor die Haustür gehst. Standorte davon gibt es bestimmt auch auf der Homepage. Das sind dann wirklich unfälschbare Beweise.

  4. Als ob in Flaschenwasser das alles (Medis, Hormone usw.) nicht drin wäre 😀 zahl mehr für gleiches Wasser. Und nur mal so am Rande, in Fleisch und Milch, DA sind erst Hormone drin. Ich gratuliere zu so viel „Wissen“!

  5. Wer möchte kann dies alles und viel Meer umsetzen auf einer sonnigen Insel. 😉

    Auf dem Abenteuerberg entsteht eine Selbstversorger Gemeinschaft
    + sanieren ein gutes dutzend hundert Jahre alter Steinhäuser
    + Baumhäuser in wilden Wäldern & Erdhügelwohnungen
    + weitreichender Olivenhain, kleines Weingut
    + ganzjährig zahlreich tragende Obstbäume
    + Permakulturgarten mit fruchtbarer Erde
    + eigene Quellwasserversorgung
    + Sonne, Strände und viel Meer…

    http://www.erlebe-abenteuer.de

  6. Bei Lebensmitteln kann man sich umschauen, nach einer solidarischen Landwirtschaft und dann hat man regionale und saisonale Lebensmittel. Ökostrom ist eine gute Alternative und da hofft man dann, dass einen der Anbieter auch wirklich Ökostrom liefert. Weniger Konsum in Bezug auf Kleidung usw. kann man in betracht ziehen, kommt aber auch immer darauf an, wo man arbeitet und was der Chef von einem erwartet. Ja es gibt schon Möglichkeiten, wo man die Ressourcen der Erde schützen kann.

  7. Guten Morgen,
    ja man geht es um Austausch miteinander oder Rechthaberei. Wir wissen es doch, oder ? Jeder kann im „Kleinen“ anfangen, auch wenn es schon abgedroschen klingt.
    Grüße und noch einen sonnigen Tag

  8. Gute und einfache Vorschläge! Möchte folgeden ergänzen:
    6. Leg dein Geld bei einer Ökobank an und führe auch dein Konto bei ihr!
    Da gibt es kein Bankgeheimnis und dein Geld wird garantiert für ökosoziale Zwecke eingesetzt.

  9. Wir haben ein Wirtschaftssystem, dass auf Wachstum aufbaut. Die Hälfte der Zahlungen gehen mittlerweile für Kapitaldienste drauf, die die Schere der Vermögensverteilung immer weiter aufgehen lässt.
    Auch Bio-Supermärkte sind in erster Linie Supermärkte und nicht nachhaltig.
    Mit 1,2,4,5 fährt das System nur ein klein wenig grüner an die Wand.

    Kauf ein Stück Land und produziere eigene Lebensmittel mit Freunden (SOLAWI), lerne, lerne, lerne (Handwerk, Reparieren, Gesundheitsversorgung, Wildnistraining, Lebensmittelproduktion und -konservierung), tausche soviel wie möglich, lege eine Notration an (mit einer grossen Propangasflasche und Campingkocher kann man monatelang Wasser abkochen), horte altes Werkzeug und Wertgegenstände, benutze Bargeld, organisiere dich und wenn schon Bank dann GLS.
    Ein paar Landkarten für den Fall, dass GoogleMaps nicht mehr geht, wären auch sinnvoll. Lerne ohne Smartphone und Google zu überleben.

    Und wenn Mad Max II live gegeben wird, behalte die Nerven.

    (PS wie kann jemand am 3. Mai 2016 auf einen Beitrag vom 5. Sept. 2016 antworten? – Beitragsrecycling?)

  10. „Beitragsrecycling“ Ja, das gab’s schon häufiger.

    Funkstille, ich finde Deine Tipps schon richtig, daß man für den Krisenfall die alten Fertigkeiten bewahren sollte.
    Dennoch sollten wir uns auch alle an der Gestaltung der modernen Welt (gerne auch ironisch „Schöne Neue Welt“ genannt) beteiligen.

    Und zwar auch gerade die kritischen Geister, die nicht alles Neue so Schön finden.
    Ansonsten werden wir schlichtweg von dem, was kurz Industrie 4.0 genannt wird, überrollt.

    Dazu zähle ich alle Methoden digitalen Handels und Dienstleistung, künstl. Intelligenz, neue Methoden der Lebensmittel-Industrie, Ablösung der menschl. Arbeitskräfte durch Roboter u.s.w.

    Kaum beschäftige ich mich 4 Wochen nicht mit diesen Themen, staune ich , wie weit das alles schon ist.

    Nicht jeder kann und will Land kaufen und Lebensmittel produzieren.
    Es braucht auch noch andere Strategien zur Bewahrung eines mensch. Maßes.
    Andernfalls zählt bald nur noch das Recht der Stärksten.

    Ich weiß nicht, was Mad Max ist – habe schon I verpasst, aber ich denke, das ist ein Kindergeburtstag gegen das, was uns bevorsteht, wenn wir uns nicht in das einmischen, was heute möglich ist und überall schon gemacht wird.

  11. Das ist ein sehr schöner Artikel – danke dafür! Ich selbst lebe bereits vegan und beziehe Ökostrom von Pullstrom. Ich boykottiere außerdem alle Firmen, die in ihrer Produktionskette Saatgut von Monsanto einkaufen. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen begreifen, dass wir die Veränderung, die wir auf dieser Welt haben möchten alle – jeder für sich – leben müssen. Dann kommt der Wandel schneller als wir schauen können. 🙂

    Ganz liebe Grüße, Conny

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