Ätherische Öle: Worauf du beim Kauf achten solltest

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Ätherische Öle sind wahre Alleskönner. Es gibt sie in zahlreichen Varianten und schon die alten Ägypter wussten um ihre Heilkraft. Darauf solltest du beim Kauf achten.

Ätherische Öle – sanfte Heilmittel aus der Natur

Ätherische Öle gibt es in zahlreichen Duftrichtungen.
Ätherische Öle gibt es in zahlreichen Duftrichtungen.
(Foto: „CC0 Public Domain / Pixabay / Mareefe“)

Ätherische Öle sind aus pflanzlichen Bestandteilen gewonnene Stoffe. Zahlreiche Pflanzen bilden die flüchtigen Öle in kleinen Drüsen und nutzen ihren intensiven Duft, um sich vor Feinden zu schützen oder Insekten zur Bestäubung anzulocken. Je nach Pflanze findet die Produktion in unterschiedlichen Teilen der Pflanze statt. So kannst du ätherische Öle aus den Blättern (Zitronengras oder Eukalyptus), den Schalen (Zitrusfrüchte), den Blüten (Jasmin, Rose oder Lavendel), den Wurzeln (Ingwer) oder aus dem Holz (Sandel- und Zedernholz) der jeweiligen Pflanze gewinnen. 

Bereits seit Jahrtausenden ist die heilsame Wirkung ätherischer Öle bekannt. Schon die Ägypter verwendeten kostbares Zedernöl als Heilöl oder zum Räuchern. Die Heilwirkung reicht von entspannend, über stimulierend, zu beruhigend und ausgleichend. Verschiedene Öle können eingesetzt werden, um z.B.:

  • Krämpfe und Schmerzen zu lindern,
  • Entzündungen zu hemmen,
  • deine Konzentration zu steigern. 

Die winzigen Wirksubstanzen der Öle geraten auf verschiedenen Wege in deinen Blutkreislauf. Etwa beim Einatmen über die Sinneszellen deiner Nase, über Schlucken in die Magen-Darm-Zellen, oder durch einfachen Hautkontakt.

Besonders stark wirken ätherische Öle über den Geruch. Ihre Duftmoleküle werden über das limbische System direkt in dein Großhirn transportiert, wo sie unmittelbar ihre Wirkung entfalten können. 

Ätherische Öle – naturrein, natürlich oder synthetisch?

Naturreines ätherisches Öl.
Naturreines ätherisches Öl.
(Foto: „CC0 Public Domain / Pixabay / nir_design“)

Ganz gleich, welches Öl du ausprobieren möchtest – um eine Wirkung zu erreichen, solltest du stets qualitativ hochwertige und reine Öle verwenden. Um größere Gewinne zu erzielen, verwenden einige Hersteller Zusatzstoffe oder strecken ihre Öle mit minderwertigeren Mischölen. Allein die Bezeichnung „ätherisches Öl“ sagt über die Beschaffenheit deines Öls leider noch nichts aus. Lediglich die Angaben „naturrein“, „natürlich“, „synthetisch“ oder „naturidentisch“ geben dir Aufschluss über Qualität und Reinheit. Diese findest du als Zusatzinformation auf dem Öl-Fläschchen. 

Das steckt hinter den Bezeichnungen:

  • Naturreines Öl: Trägt dein ätherisches Öl den Zusatz „naturrein“, kannst du davon ausgehen, dass dir ein qualitativ sehr hochwertiges Öl vorliegt. Als „naturrein“ dürfen nur jene Öle gekennzeichnet werden, die direkt aus einer Mutterpflanze und ihrem jeweiligen ölproduzierenden Teil gewonnen wurden. Das natürliche Mengenverhältnis und die biochemische Zusammensetzung des Öls bleiben erhalten. Naturreine ätherische Öle enthalten keinerlei Zusatzstoffe und bestehen zu 100% aus dem Öl der jeweiligen Stammpflanze. Besser für Umwelt und Gesundheit sind naturreine Öle aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Natürliches Öl: Natürliches ätherisches Öl wird aus einer Mischung unterschiedlicher naturreiner Öle hergestellt. Natürliches ätherisches Öl stammt also im Gegensatz zum naturreinen ätherischen Öl nicht unbedingt mehr nur von einer Mutterpflanze. Du kannst aber davon ausgehen, dass auch hier keine künstlichen Zusatzstoffe verwendet wurden.
  • Naturidentisches Öl: Einige ätherische Öle werden als „naturidentisch“ bezeichnet. Du kannst sie vom Geruch her nur schwer von ihren natürlichen Verwandten unterscheiden. Sie werden jedoch ausschließlich mittels chemischer Verfahren hergestellt. Die chemische Zusammensetzung entspricht bei naturidentischen Ölen jener, der in der Natur vorkommenden Pflanze. Dies ist bei synthetischen Ölen nicht der Fall. 
  • Synthetisches Öl: Synthetisches ätherisches Öl wird komplett chemisch im Labor hergestellt. Du erkennst sie daran, dass sie meist sehr viel günstiger sind als Öle natürlichen Inhalts. Auch ihr Geruch unterscheidet sich von Ölen natürlichen Ursprungs. Im Laden findest du synthetische Öle häufig als Duft- oder Parfumöle. 

Weitere Qualitätsmerkmale der ätherischen Öle

Diese weiteren Punkte verraten dir, ob du es mit einem hochwertigen oder gemischten Öl zu tun hast:

  • Botanischer Name: Ein weiteres Indiz für ein hochwertiges Öl ist es, wenn der botanische Name der Stammpflanze auf dem Etikett vermerkt ist.
  • Angabe zu Herstellungsverfahren: Außerdem solltest du eine Angabe darüber finden, mit welchem Verfahren das Öl gewonnen wurde. Als häufigste Methode wirst du hier die Wasserdampf-Destillation finden. Bei Zitrusölen wird das Öl dagegen durch Kaltpressung gewonnen.
  • Nachhaltigkeit: Achte generell immer darauf, dass die Mutterpflanze aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Auch dies ist auf dem Etikett oder Beipackzettel vermerkt. Gute Bio-Öle gibt es beispielsweise von** Primavera oder Farfalla.

Anwendungsgebiete Ätherischer Öle

Eine Massage wird besonders angenehm mit ätherischen Ölen.
Eine Massage wird besonders angenehm mit ätherischen Ölen.
(Foto: „CC0 Public Domain / Pixabay / carjens“)

Die Anwendungsgebiete ätherischer Öle sind zahlreich. Bedenke jedoch, dass ätherische Öle hochkonzentrierte Stoffe sind und du sie niemals pur anwenden solltest. Unverdünnt können sie deine Haut irritieren oder deine Atemwege reizen. Verdünne dein Öl daher immer mit Wasser oder anderen, nicht-ätherischen Trägerölen. Einige Menschen reagieren allergisch auf bestimmte Duftstoffe. Wenn du ein neues Öl ausprobieren möchtest, teste daher vorab, ob du es auch verträgst. Trage dazu eine geringe Menge deines Öls auf eine kleine Hautstelle auf und warte einige Stunden ab. 

Hast du ein passendes Öl gefunden, kannst du zwischen folgenden Anwendungsformen wählen:

  • Aromatherapie: In der Naturheilkunde wird gerne mit Aromatherapie gearbeitet. Diese kannst du auch einfach zuhause anwenden. Verwende dazu am besten eine Duftlampe mit Teelicht. Gebe wenige Tropfen deines ätherischen Öls in die mit Wasser gefüllte Schale über der Kerze – und genieße, wie sich der Duft im Raum entfaltet. Finde durch ausprobieren heraus, welcher Duft dir besonders gut tut – vielleicht anregendes Fichtennadelöl, oder die Konzentration steigerndes Salbeiöl
  • Inhalation: Die Inhalation ätherischer Öle eignet sich gut bei Erkältungskrankheiten. Gegen Schnupfen und grippale Infekte gib einfach ein paar Tropfen Öl in einen Topf mit heißem Wasser und inhaliere den wohltuenden Wasserdampf. Ätherisches Kiefernnadel-, Pfefferminz-, Teebaum-, Eukalyptus-, Thymian- oder Zitronenöl (z.B. bei ** Avocadostore) sind für eine Inhalation bei Erkältungen besonders wirksam.  
  • Massage: Ätherische Öle wirken direkt über die Hautzellen. Sie eignen sich daher ideal als Zusatz zu Massageölen. Sanft einmassiert, verbreiten sie Wärme und lösen Verspannungen. Für eine Massage eignen sich als Trägeröl beispielsweise Mandel-, Jojoba-, oder Weizenkeimöl
  • Wickel: Nach einem ganz ähnlichem Wirkprinzip wie die Inhalation funktionieren Wickel. Gib bei Husten und Erkältungen einige Tropfen befreiendes Ingweröl (z.B. bei ** Avocadostore) zu deinem Trägeröl und tränke ein Stück Stoff darin. Lege dir den warmen Wickel auf Brust oder Rücken und lasse das heilende Ingweröl tief in die Haut eindringen.
  • Badezusatz: Auch einige Tropfen ätherisches Öl im heißen Badewasser sind eine Wohltat. Probier zur Entspannung nach einem langen Tag doch ein Bad mit Melissenöl, Ingweröl, Kamillenöl oder Lavendelöl (z.B. bei ** Avocadostore) aus.

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