Apfelessig selber machen: Mit diesem Rezept gelingt es leicht

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Apfelessig kannst du einfach und mit wenigen Zutaten zuhause selber machen. Was genau du brauchst und welche Möglichkeiten du hast, zeigen wir dir hier.

Apfelessig ist ein wahres Allround-Talent: Er versorgt den Körper mit Vitaminen und soll gegen Kopfschmerzen und Bluthochdruck helfen. Außerdem wirkt er sich positiv auf das Immunsystem sowie Haut, Haare und Nägel aus.

Du kannst Apfelessig auf verschiedene Weisen selber machen: Bereite ihn zum Beispiel aus eigenen Äpfeln oder mit Hilfe von Branntweinessig zu. Für welche Variante du dich entscheidest, liegt bei dir.

Warum du Apfelessig selber machen solltest? Dafür sprechen vor allem zwei Gründe:

  • Vermeide Lebensmittelverschwendung: Wenn deine Apfelernte dieses Jahr größer ausgefallen ist als geplant, kannst du sie so noch gut verwerten. Tipp: Lagern kannst du Äpfel für mehrere Monate.
  • Stichwort Inhaltsstoffe: Wenn du Apfelessig selber machst, kennst du die Zutaten. Du kannst dir also sicher sein, dass keine Schadstoffe oder giftige Zusätze enthalten sind.

Apfelessig mit Äpfeln selber machen

Apfelessig selber machen lohnt sich – so kannst du auch die Reste deiner Apfelernte verwerten.
Apfelessig selber machen lohnt sich – so kannst du auch die Reste deiner Apfelernte verwerten.
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Für diese Variante des Apfelessigs bieten sich am allerbesten selbst gepflückte Äpfel aus dem heimischen Garten an. Diese garantieren einen qualitativ hochwertigen Apfelessig mit einem super Geschmack. Natürlich kannst du aber auch gekaufte Äpfel dafür verwenden – diese sollten in Bio-Qualität sein, sodass du später keine Pestizidreste in deinem Essig hast. Außerdem kaufst du sie am besten aus regionaler Herkunft, denn lange Transportwege belasten die Umwelt sehr. 

Diese Zutaten benötigst du für ungefähr zwei Liter Apfelessig:

  • 1 kg Äpfel
  • 100 g Zucker
  • kaltes Wasser

Außerdem solltest du eine Schüssel, einige alte Schraubgläser und ein paar kleine Glasflaschen bereitstellen.

Die Herstellung des Apfelessigs dauert zwar einige Wochen, ist aber überhaupt nicht schwer:

  1. Wasche die Äpfel, entkerne sie und schneide sie in Würfel. Koche außerdem die Schraubgläser aus, um mögliche Keime abzutöten.
  2. Fülle die Apfelstücke in die Schüssel und lasse so lange kaltes Wasser hineinlaufen, bis die Äpfel vollständig bedeckt und ungefähr vier Zentimeter unter Wasser sind.
  3. Streue den Zucker darüber und rühre einmal gut um. Lege ein Küchentuch über die Schüssel und stelle sie in den Keller oder Kühlschrank. Dort lässt du sie nun für eine Woche stehen. Rühre jeden Tag einmal um.
  4. Sobald sich ein weißer Schaum auf der Oberfläche gebildet hat, schüttest du das Apfelwasser durch ein sauberes Tuch und fängst es in einer weiteren Schüssel auf.
  5. Das gefilterte Wasser füllst du in deine sauberen Schraubgläser und deckst es mit Küchenpapier und einem Gummiring ab. Stelle das Glas an einen warmen Ort (ungefähr 25° Celsius) und lasse es dort für fünf bis sieben Wochen stehen. Nicht wundern: Nach ungefähr der Hälfte der Zeit bildet sich die sogenannte Essigmutter, die als Masse im Glas schwimmt.
  6. Nach ungefähr sieben Wochen füllst du den Essig in Flaschen um und verschließt sie fest. Lasse ihn jetzt noch einmal für acht bis zehn Wochen an einem kühlen Ort nachreifen. 

Apfelessig aus Branntweinessig herstellen

Apfelessig kannst du auch aus Branntweinessig herstellen. Für einen Liter selbstgemachten Apfelessig benötigst du:

  • 3 große Äpfel
  • 1 l Branntweinessig
  • eine Flasche mit 1,5 l Füllvermögen, am besten bauchig

Die Methode mit Branntweinessig geht um einiges schneller als die erste Variante. Kompliziert ist auch diese nicht:

  1. Wasche, schäle und entkerne die Äpfel. Schneide sie in kleine Würfel und fülle sie in die Flasche.
  2. Gieße den Essig mit in die Flasche und verschließe sie.
  3. Stelle die Flasche für drei Wochen an einen kühlen Ort (Keller oder Kühlschrank) und lasse den Essig ziehen. Fertig!

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(1) Kommentar

  1. Essig selbst machen ist keine Zauberei und geht sehr einfach. Vor allem landen angeschlagene Äpfel so nicht auf dem Kompost oder gar im Müll. Besonders in sehr erntereichen Jahren kann Frau irgendwann keine Äpfel, Mus, Saft, eingekochte Stückchen, Kuchen u. dergleichen mehr sehen. Da ist so eine Essig“herstellung“ eine wunderbare Lösung.
    Betrachtet Frau die Haupt- Erntezeit von Äpfeln und die hier im Betrag angegebene Temperatur, bei der der ApfelZuckerWasserAnsatz gelagert werden „soll“, wäre die Herstellung allgemein dann fast nur in beheizten Räumen möglich. Ich möchte jedoch auf die z.T. doch enorme Geruchsentwicklung und dem unweigerlichen Besuch von Obstfliegen hinweisen. Die Zugabe von „fertigem“ Essig scheint deshalb doch ratsam. Es verkürzt die „Herstellung“ enorm. Zur Sicherheit gebe ich deshalb in jeden Ansatz immer einen Teil Essigmutter aus eigenen früheren Ansätzen oder gekauften naturtrüben Bioessig hinzu. So kann Frau sicher gehen, dass die Zeit bis zum endgültigen Produkt verkürzt wird und die gesamte Prozedur auch noch direkt am Ort der Ernte (im eigenen Garten in der Sonne) fertig gestellt werden kann. Wichtig ist, das Gefäß sehr gut abzudecken – sehr großes Glasgefäß mit einem kochfesten, engmaschigen Baumwolltuch abdecken und mit einem Gummiband über dem Rand des Gefäßes gut verschließen oder gleich Gärtopfe verwenden. Das Tuch alle paar Tage bzw. immer wenn es mit der gärenden Flüssigkeit in Berührung gekommen ist gegen ein frisches austauschen.

    Beim Ansatz sollte anfangs unbedingt (!) ein sauberer großer Teller direkt auf die Apfelstücken gelegt werden. Frisch geschnittene Apfelstücken schwimmen anfangs auf/über der Wasseroberfläche und könnten den gesamten Ansatz trotz Umrühren (mindestens 1×täglich) verderben. Nach ein paar Tagen sinken die dann matschigen Stückchen auf den Grund und der Teller wird überflüssig.

    Ist der Essig später in saubere Flaschen abgefüllt, sollte dieser dann unbedingt kalt und dunkel gelagert werden um eine Nachgärung (und Sauerei) zu vermeiden.
    Hat Frau einen oder mehrere tönerne Gärtopfe, erübrigt sich das Umfüllen eh. Hier hat der Essig die Möglichkeit ggf. lange genug „Luft ab zu lassen“.

    Lässt Frau einen Teil Essig bis zur nächsten Ernte stehen, hat sie Essigmutter für den Ansatz im kommenden Jahr.