Buchtipp – Dr. Eckart von Hirschhausen: Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben

Eckart von Hirschhausen ist davon überzeugt, dass die Klimakrise und die Gesundheit stark zusammenhängen.
Foto: © Dominik Butzmann

Unter dem Titel „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ verbirgt sich das neue Buch von Dr. Eckart von Hirschhausen. Es setzt sich mit den Risiken des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit auseinander.

„Wie kann es sein, dass die intellektuellste Kreatur, die jemals auf diesem Planeten gewandelt ist, dabei ist, ihr eigenes Zuhause zu zerstören?“. Dieser Frage widmet sich Eckart von Hirschhausen – Arzt, Fernsehmoderator, Kabarettist, Comedian und Schriftsteller – in seinem neuen Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“. Er bezieht sich mit dieser Frage auf eine Aussage von niemand geringerem als Jane Goodall, eine der Wegbereiter:innen für Klima- und Umweltschutz. Eine zufriedenstellende Antwort findet von Hirschhausen im Laufe des Buches allerdings nicht; vermutlich gibt es diese auch gar nicht.

In zwölf Kapiteln widmet sich Eckart von Hirschhausen den Grundbedürfnissen des Menschen anhand der körperlichen Funktionen, angefangen vom Körper, der Seele und der Kommunikation bis hin zu den gesellschaftlichen Dimensionen und deren Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Neben der Klimakrise sieht der Autor auch Corona und das Artensterben als globale Krisen an, die unsere heutige Zeit nachhaltig prägen. Hirschhausen ist sich sicher, dass wir nicht nur die konkreten Folgen dieser Bedrohungen als Erste direkt zu spüren bekommen, sondern auch als letzte Generation in der Verantwortung stehen, noch etwas dagegen tun zu können. Ihm selbst sei der Ernst der Lage vor allem durch den Hitzesommer 2018 sowie zahlreiche Urlaubserlebnisse, wie zum Beispiel den Todesfall eines erfahrenen Bergsteigers durch bröckelnde Felsen in den Alpen, bewusst geworden.

In seinem Buch wechseln sich Sachwissen, Beispiele und persönliche Anekdoten ab. Dabei begegnet er inspirierenden Persönlichkeiten, wie beispielsweise Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker oder Meeresbiologin Antje Boetius.

Wie sieht das Leben im Jahr 2050 auf der Erde aus?

Hirschhausens neues Buch "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben" setzt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit auseinander.
Hirschhausens neues Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ setzt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit auseinander. (Foto: © dtv-Verlag)

„Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.“ Dessen ist sich Eckart von Hirschhausen sicher. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Fakt, sondern auch um einen innigen Wunsch und eine tiefe Sehnsucht. Wie das Jahr 2050 in den Träumen des Autors aussieht, wenn der Klimakrise als gemeinsamer Herausforderung begegnet wird, das beschreibt er detailliert im Epilog.

Er träumt von Solaranlagen auf den Dächern, autonomen Fahrzeugen, kostenlosem Nahverkehr und dem Kohleausstieg. Innerdeutsche Flughäfen weichen Naturschutzgebieten und Mooren. Flugzeuge mit Solarantrieb fliegen nur noch von Frankfurt aus ab. Kantinen verzichten inzwischen komplett auf Fleisch- und Milchprodukte.

Anstelle der vielen Plastikflaschen gibt es nun Wasserspender. Es gibt ein Grundeinkommen für alle und die Pflegekräfte erhalten Wertschätzung und eine angemessene Vergütung. Das Risiko vor gefährlichen Schadstoffen und Blaualgen im Meer ist inzwischen unbegründet. Eine schöne Vorstellung. Aber wer weiß schon, ob die Welt 2050 tatsächlich so rosig aussehen wird?

Globale Krisen unserer Zeit als Motivation zum Handeln

Eckart von Hirschhausen als Redner bei "Health For Future".
Eckart von Hirschhausen als Redner bei „Health For Future“. (Foto: © Dominik Butzmann)

Utopia meint: Wissenschaftlich fundiert und trotzdem mit Humor und Charme über so ein erstes Thema wie die Klimakrise zu schreiben, gelingt Eckart von Hirschhausen in seinem neuen Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben!“ von der ersten bis zur letzten Seite. Farbige Bilder und Illustrationen tragen zu einem einzigartigen Leseereignis bei. Aus Zahlen, Daten und Fakten wird die Nähe des Einzelnen zu den Gefahren und Herausforderungen des Klimawandels besonders deutlich.

Dabei gelingt es dem Autor besonders gut, sich in die einzelnen Generationen hineinzuversetzen – sei es die junge Generation, die bei „Fridays For Future“ für eine bessere Welt demonstriert, seine Generation der „Babyboomer“, die mit der Midlife-Crisis zu kämpfen hat oder die pflegebedürftigen, alten Menschen.

Ohne moralischen Zeigefinger, aber dafür mit einem zwinkernden Auge motiviert er die Leser:innen zum aktiven Handeln und gibt in diesem Zusammenhang auch konkrete Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil. Wer sich kurzweilig und trotzdem differenziert über die Klimakrise informieren will, dem:der können wir das Buch uneingeschränkt empfehlen.

Die Eckdaten:

  • Titel „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“
  • Autor: Dr. Eckart von Hirschhausen
  • ISBN: 978-3-423-28276-5
  • Preis: 24,00 Euro
  • Kaufen: beim lokalen Buchhändler oder online, z.B. auf buch7.de

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