Bunte Gemüseterrine: So geht’s

gemüseterrine
Foto: Victoria Clauß / Utopia

Eine bunte Gemüseterrine ist ein Hingucker zu jedem Anlass. Wir zeigen dir, wie du den französischen Klassiker vegetarisch zubereiten kannst.

Das französische Wort terrin wurde im 18. Jahrhundert substantiviert und ins Deutsche übernommen und bedeutet eigentlich Suppenschüssel. Eine Terrine ist in der traditionellen französischen Küche ein Laib aus Hackfleisch oder Aspik. Sie ähnelt einer Pastete und wird in einer abgedeckten Form im Wasserbad gekocht.

Allerdings kannst du den Klassiker auch in vegetarischer Form zubereiten. Gemüseterrinen gibt es in vielerlei Ausführungen und mit den verschiedensten Gemüsesorten. Wir zeigen dir, wie du eine vegetarische Gemüseterrine mit Spinat und Pinienkernen zubereiten kannst.

Spinat-Gemüseterrine: Das Rezept

  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 30 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 45 Minuten
  • Menge: 4 Portion(en)
Zutaten:
  • 1 kg Spinat
  • 60 g Hüttenkäse
  • 30 g (veganer) Parmesan
  • 30 g Pinienkerne
  •  1 Ei
  •  2 rote Paprika
  •  1 Zwiebel
  • 2 Zehe(n) Knoblauch
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 60 g altes, hartes Brot
Zubereitung
  1. Nimm eine Handvoll Spinatblätter beiseite und blanchiere sie für etwa 30 Sekunden in kochendem Wasser. Schrecke die Blätter danach unter kaltem, fließendem Wasser ab und tupfe sie mit einem Küchenpapier trocken.

  2. Gib den restlichen Spinat in einen Topf und gare ihn bei geringer Temperatur etwa zwei bis drei Minuten. Gieße das Wasser ab und lass den Spinat gut abtropfen. Hacke ihn grob und stelle ihn in einer Schüssel beiseite.

  3. Verrühre in einer weiteren Schüssel den Hüttenkäse mit dem veganen Parmesan. Röste die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl und gib auch sie zur Mischung dazu. Trenne das Ei und verrühre die Masse mit dem Eigelb. Würze alles mit Salz und Pfeffer.

  4. Schlage das Eiweiß steif und hebe es vorsichtig unter den abgekühlten Spinat. Würze das Ganze mit Salz und Pfeffer.

  5. Schichte die vorbereiteten Schichtmassen abwechselnd in deine Form.
    Foto: Victoria Clauß / Utopia

    Lege eine kleine Backform oder eine Pastetenform mit dem blanchierten Spinat aus. Gib anschließende etwa ein Drittel der Spinatmasse hinzu, dann die Hälfte der Käsemasse und wiederhole die Schritte. Streiche die Schichten jeweils mit einem Messer oder Löffel glatt, bevor du die nächste Schicht einfüllst. Deine letzte Schicht besteht aus der Spinatmasse.

  6. Stelle die gefüllte Form in eine größere Auflaufform und fülle diese mit heißem Wasser, bis die Terrinenform zu etwa zwei Dritteln im Wasser steht. Backe das Ganze für 45 Minuten bei 200 Grad Umluft.

  7. Während die Terrine gart, kannst du die Sauce zubereiten. Schneide dafür die Paprikaschoten und die Zwiebel klein. Zerdrücke den Knoblauch und gib alles mit der Gemüsebrühe in einen Topf. Bring die Sauce zum Kochen. Gib das alte Brot dazu, verringere die Temperatur und lass die Sauce 20 Minuten leicht köcheln. Püriere alles mit einem Pürierstab und schmecke es mit Salz und Pfeffer ab.

  8. Lass die fertige Gemüseterrine auskühlen, bevor du sie schneidest.
    Foto: Victoria Clauß / Utopia

    Die Terrine ist fertig, wenn sie druckfest ist, also bei leichtem Druck nicht mehr nachgibt. Nimm sie dann aus dem Ofen und lass sie etwa 20 Minuten abkühlen. Stürze die Form um und schneide die Terrine in Scheiben. Serviere das Ganze mit der nochmals erhitzten Paprikasauce.

Gemüseterrine mit Spinat: Einkaufstipps

Spinat ist gesund. Das Blattgemüse hat fast das ganze Jahr über Saison. Vor allem in den Monaten von April bis Mai und September bis November kannst du davon ausgehen, dass der Spinat überwiegend aus heimischen Anbau angeboten wird. In den restlichen Monaten hat Spinat in Deutschland nur noch Nebensaison und wird deshalb viel importiert. Du kannst auch selber Spinat pflanzen. So hast du ihn erntefrisch zum Kochen zur Verfügung. Du solltest beim Kauf außerdem auf Bio-Qualität achten, denn konventioneller Spinat ist oft mit chemisch-synthetischen Pestizidresten belastet.

Bei den Pinienkernen lohnt sich ein Blick auf die Herkunft: Nicht immer stammen sie aus dem mediterranen Raum, manchmal werden die Kerne auch auf langen Wegen aus Asien importiert. Um deinen ökologischen Fußabdruck gering zu halten, kaufe besser nur Pinienkerne aus europäischen Ländern. 

Zudem solltest du für die Gemüseterrine vegetarischen oder veganen Parmesan verwenden. Traditioneller Parmesan ist nicht vegetarisch, weil zur traditionellen Herstellung spezielle Enzyme aus den Mägen von geschlachteten Wiederkäuern notwendig sind. Vegetarischer Parmesan wird dagegen aus mikrobiellen Lab hergestellt. Du kannst auch veganen Parmesan mit nur wenigen Zutaten selbst herstellen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: