Dark Eden: Beeindruckende Doku über eines der größten Umweltverbrechen unserer Zeit

Foto: wfilm / Presse

„Dark Eden“ heißt ein aktueller Kinofilm, der die Folgen der Erdölgewinnung anprangert. Er zeigt, wie aus einem Paradies ein Albtraum wird – für Natur, Tiere und Menschen. Es ist „eines der größten Umweltverbrechen unserer Zeit“.

„Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl“ ist der Name des aktuellen Kinofilms über eines der größten und letzten Ölvorkommen der Erde in Kanada. Er handelt davon, wie sich Erdölförderung auf Pflanzen, Tiere und Menschen auswirkt: Bei der Gewinnung gelangen giftige Stoffe an die Oberfläche, die aus dem einstigen Paradies einen lebensfeindlichen Ort machen.

Besonders an dem Dokumentarfilm ist: Die beiden Regisseure Jasmin Herold und Michael Beamish sind selbst von den Folgen der Erdölförderung betroffen, als einer der beiden schwer erkrankt…

Experten und Aktivisten kommen im Kino-Film nicht zu Wort, stattdessen erzählen betroffene Bewohner von der Lebens- und Arbeitssituation vor Ort. Dabei wird deutlich, dass ganze Städte abhängig sind von den Ölfirmen. Sie bestimmen, was in der Stadt passiert und sogar welche Theaterstücke aufgeführt werden. Denn ohne das Geld der Ölfirmen läuft nichts.

Kino-Tipp: Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl

Dark Eden: Kino-Film über die Folgen der Ölförderung
Dark Eden: Kino-Film über die Folgen der Ölförderung (Foto: wfilm/Presse)

Als ich das erste Mal an diesen Ort gekommen bin, wusste ich nicht, ob ich mich auf dem Planeten Erde befinde„, sagt die Regisseurin Jasmin Herold gegenüber Deutschlandunk. Erdöl ist einer der wichtigsten Energieträger weltweit, doch höchst problematisch: Das Öl verschmutzt Flüsse und Meere, kontaminiert bei Pipeline-Schäden die Natur und bedroht die Artenvielfalt. (Hier erfährst du mehr über die Probleme von Erdöl.)

Oft scheinen dieses Probleme weit weg, doch für viele Menschen sind sie längst Realität. Im kanadischen Fort McMurray liegt eines der weltweit größten Ölvorkommen. Dort spaltet das Öl die Menschen: Die einen haben sich der Kampagne „I love oil sands“ angeschlossen, die anderen wollen nur noch weg – können sich das aber finanziell nicht leisten. Außergewöhnlich viele Kinder leiden unter Krebs und haben Tumore, auch der Regisseur wird schwer krank.

Erdöl gilt als „schwarzes Gold“, doch vom Ölboom profitieren nur wenige. Die Auswirkungen auf die Natur und die eigene Gesundheit merken aber umso mehr Menschen. Die Doku zeigt zerplatzte Träume auf ein besseres Leben und wie das freigesetzte Gift die Umwelt zerstört.

Die Details zum Film:

  • Kinostart: 11.04.2019
  • Dauer: 80 Minuten
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(1) Kommentar

  1. Wen oder was interessieren Natur, Leid oder Leben wenn es darum geht ein zutiefst krankes und pervers lebensfeindliches System aufrecht zu erhalten.
    Ich befürchte der Film wird so viel ändern wie alles andere bisher – nichts.

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