Dattelmus: Selber machen, aufbewahren und verwenden

Dattelmus
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Dattelmus ist eine leckere und gesündere Alternative zu herkömmlichem Zucker. Wie du es aus Datteln und ein wenig Wasser selbst herstellen kannst, erfährst du hier.

Pürierst du weiche Datteln mit ein wenig Wasser, erhältst du Dattelmus. Dieses kannst du als Zuckerersatz einsetzen, wenn du auf raffinierten Zucker verzichten möchtest. 

In Deutschland findest du meist zwei Dattelsorten im Angebot: Medjool-Dattel, die sehr weich und saftig sind und Deglet Nour-Datteln, die trockener und härter sind. Am einfachsten lassen sich die weichen Medjool-Datteln zu Dattelmus verarbeiten. Du kannst aber auch Datteln der Sorte Deglet Nour verwenden. Diese solltest du dann jedoch vorher mindestens 15 Minuten lang in heißem Wasser einweichen, damit sie weicher werden. 

Wir empfehlen dir, Datteln in Bio-Qualität zu kaufen. Weil Datteln anfällig für Schädlingsbefall sind, kommen im konventionellen Dattelanbau oft chemisch-synthetische Pestizide zum Einsatz, die Boden, Umwelt und die eigene Gesundheit belasten könnten. Im ökologischen Anbau wird auf diese schädlichen Pestizide verzichtet. 

Wie gesund ist Dattelmus?

Saftige Medjool-Datteln eignen sich am besten für Dattelmus.
Saftige Medjool-Datteln eignen sich am besten für Dattelmus.
(Foto: CC0 / Pixabay / pictavio)

Datteln eignen sich hervorragend zum natürlichen Süßen, denn die Früchte der Dattelpalme – einer der ältesten Kulturpflanzen – sind sehr zuckerhaltig. Neben Zucker beinhalten Datteln aber auch viele gesunde Ballaststoffe, energiespendende Kohlenhydrate sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium und B-Vitamine.

Der Zucker in Datteln liegt als Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) vor. Auch diese Zuckerarten haben – wie der übliche Haushaltszucker (Saccharose) – viele Kalorien. Sie können laut Bundesministerium für Ernährung bei übermäßigem Verzehr zum Beispiel das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Karies steigern.

Der Körper kann Glucose und Fructose aber besonders einfach abbauen, sodass Datteln schnell für Energie sorgen. Datteln haben außerdem einen niedrigen glykämischen Index, der bei 40 liegt. Das bedeutet, dass dein Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Datteln nicht so schnell ansteigt wie nach normalen Süßigkeiten. Du läufst somit weniger Gefahr, einen „Zuckerrausch“ zu erleben und profitierst von langanhaltender Energie und Sättigung.

Rezept: So machst du Dattelmus selbst

  • Zubereitung: ca. 5 Minuten
  • Menge: 1 Portion(en)
Zutaten:
  • 300 g weiche Datteln (Sorte Medjool)
  • 300 ml Wasser
Zubereitung
  1. Harte Datteln solltest du erst 15 Minuten in heißem Wasser aufweichen. Die weichen Medjool-Datteln kannst du sofort verarbeiten.

  2. Entferne gegebenenfalls die Steine/Kerne in den Datteln.

  3. Gib die Datteln zusammen mit dem Wasser in einen leistungsstarken Mixer. Mixe solange, bis eine homogene Masse entsteht.

  4. Bewahre das Dattelmus in einem verschließbaren Glas auf. 

So verwendest du Dattelmus

Vermengst du Dattelmus mit gemahlenen Nüssen und Haferflocken, kannst du Energy Balls daraus formen.
Vermengst du Dattelmus mit gemahlenen Nüssen und Haferflocken, kannst du Energy Balls daraus formen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Monfocus)

Du kannst Dattelmus vielseitig verwenden. Da Datteln aber im Gegensatz zu raffiniertem Zucker einen karamellartigen, honigsüßen Eigengeschmack mitbringen, empfiehlt sich Dattelmus besonders für süße Speisen. Beachte auch, dass Dattelmus eine geringere Süßkraft hat als normaler Zucker

Dattelmus hat natürlich auch eine andere Konsistenz als kristalline Süße. Je nachdem, wie viel Wasser du zum Pürieren verwendest und wie viel Eigenflüssigkeit in den Datteln enthalten ist, kann Dattelmus recht flüssig werden. Deswegen kann es sein, dass sich auch die Konsistenz des Gebäcks verändert. Im Zweifelsfall kannst du die Menge der anderen benötigten Flüssigkeiten zunächst reduzieren und dir dann den Teig anschauen. Ist er dickflüssiger als sonst, kannst du doch die vorgesehene Menge an Flüssigkeiten zugeben. Eine trockene Zuckeralternative aus Datteln findest du hier: Dattelzucker: So machst du das gesunde Süßungsmittel selbst.

Rezepte mit Dattelmus

Wenn im Rezept steht, dass du ganze Datteln pürieren sollst, kannst du stattdessen Dattelmus verwenden. Taste dich bei der benötigten Menge heran. Für einen ganzen Kuchen benötigst du beispielsweise in etwa so viel Dattelmus, wie aus 200 Gramm Datteln und 200 Milliliter Wasser entsteht. Bei Keksen solltest du dich an der Konsistenz des Teigs orientieren. Dieser sollte nicht zu flüssig werden. 

In folgenden Rezepten kannst du beispielsweise Dattelmus verwenden:

Trockene Rezepte, wie beispielsweise Mürbeteigkekse gelingen besser mit kristallinem Zucker. Bereitest du sie mit Dattelmus zu, kann es passieren, dass sie nicht knusprig werden. Probiere dann, sie mit Dattelzucker zu backen. 

Haltbarkeit: Das Dattelmus hält sich in einem verschlossenen Behälter bis zu sieben Tage im Kühlschrank und bis zu drei Monate im Gefrierschrank. 

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