Pflanzlicher Milchersatz: Die besten Alternativen zu Milch

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Vieles spricht für pflanzlichen Milchersatz. Wir stellen dir die besten Alternativen zu Milch vor: Mandelmilch, Sojamilch, Hafermilch, Reismilch, Hanfmilch, Erbsenmilch und Lupinenmilch. Außerdem zeigen wir dir, ob sie für Kaffee, Müsli oder zum Kochen taugen.

Mit unserem Artikel 5 Argumente gegen Milch sprechen wir auf Utopia.de ein paar schwere Fragen an: Ist Kuhmilch eher ungesund als gesund? Ist sie ethisch vertretbar? Wieso „brauchen“ wir angeblich Kuhmilch, wenn in Wirklichkeit ein Großteil der Weltbevölkerung lak­to­se­in­to­le­rant ist? Bei vielen Fragen rund um Milch liegen sehr unterschiedliche Meinungen vor – Milch zu kaufen ist daher eine vermeintliche Selbstverständlichkeit, über die wir ruhig mal nachdenken können.

Wem Nachdenken nicht reicht, der kann auch einfach mal anfangen und eine der pflanzlichen Milch-Alternativen ausprobieren. Denn es gibt mehr als nur Sojamilch: Mandelmilch, Hafermilch oder Reismilch sind viel besser als ihr Ruf. Und mit Hanfmilch, Lupinenmilch und Erbsenmilch bereichern weitere Alternativen zu Milch die Auswahl. Übrigens: Offiziell darf sich kein pflanzlicher Milchersatz „-milch“ nennen, dieser Begriff ist in der EU für tierische Milch von Kuh, Schaf, Ziege oder Pferd reserviert. Im Handel sind Milch-Alternativen daher unter Fantasienamen als „-drink“ oder „-getränk“ erhältlich. In diesem Beitrag verwenden wir den Begriff, wie ihn der normale Konsument verwendet.

Mandelmilch: die geschmackvolle Milchalternative

Milchersatz: Mandelmilch
Milchersatz: Mandelmilch (Foto: © Provamel)

Mandelmilch ist in den USA längst Trend, auch bei uns ist sie als Milchersatz schon fast so populär wie Sojamilch. Zu kaufen gibt es Mandelmilch in den meisten Bioläden und Reformhäusern. Seltener gibt es auch andere Milch-Alternativen aus Nüssen, zum Beispiel Haselnussmilch.

Mandelmilch enthält im Vergleich zu Kuh- und Getreidemilch nur sehr wenig Eiweiß und auch kaum Calcium. Dafür bietet Mandelmilch reichlich Spurenelemente, Vitamine und relativ wenig Fett. Zusammengenommen sind Mandeldrinks eine durchaus gesunde Milchalternative. Im Vergleich dazu ist Haselnussmilch fett, nämlich ebenso fett wie Kuhmilch.

Geschmack: Mandelmilch gilt als hervorragender Milchersatz beim Backen. Das leicht nussige Aroma bereichert je nach Geschmack auch jedes Müsli. Im Kaffee neigt Mandelmilch zur flockigen Konsistenz, wir raten eher ab. Haselnussdrinks sind vielleicht mehr eine Alternative zu Kakao als zu Milch: Sie schmeckt pur schön nussig, ist dafür aber längst nicht so zuckrig (außer mit Zuckerzusatz).

Worauf achten? Besonders nachhaltig ist Mandelmilch nicht: Mandeln brauchen viel Wasser, die Anbaugebiete liegen in trockenen Regionen, die Transportwege sind lang. Betrachte es als Lebensmittel, nicht als Getränk. Achte unbedingt auf Bio-Produkte, etwa von Alnatura, dm Bio, Provamel. Vorsicht: Nuss- und Mandelmilch wird manchmal Zucker zugesetzt!

Preis: ca. 2,50 Euro pro Liter Mandelmilch oder Haselnussmilch
Mehr Infos: Alles über Mandelmilch

Alles über Mandelmilch als Milchersatz

Sojamilch: der klassische Milchersatz

Milchersatz: Sojamilch
Bio-Sojamilch von Alnatura (Foto: © Alnatura)

Sojamilch ist die bekannteste Milch-Alternative, aber auch eine sehr umstrittene. In Bio-Läden und Reformhäusern gibt es Sojadrinks bei uns schon seit vielen Jahren, inzwischen findet man Sojamilch auch in jedem Supermarkt und in Drogeriemärkten. Sie dienen vielen, die vegan leben wollen, als Eiweiss-Lieferant.

Sojadrinks enthalten gesunde Stoffe wie Folsäure und pflanzliche Proteine – und kein Cholesterin. Allerdings ist der Gehalt an Calcium geringer als bei Kuhmilch, darum bieten die meisten Hersteller inzwischen Sojamilch mit zugesetztem Calcium an. Strittig sind „Isoflavone“- pflanzliche Hormone, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln. In Asien glaubt man, dass sie vor Krebs schützen und gegen Beschwerden in den Wechseljahren helfen. Hierzulande spricht man vorsorglich von einer „unklaren Wirkung“ und das Bundesinstitut für Risikoforschung rät, Säuglingen und Kleinkindern keine Sojamilch zu geben. Mehr im Beitrag Sojamilch und Kuhmilch im Vergleich – was ist gesund?

Geschmack: An Sojamilch pur scheiden sich die Geister. Die einen schätzen den getreidigen, teils auch nussigen Geschmack, den anderen schmeckt Sojamilch zu penetrant nach Bohnen. Häufig gelobt wird Sojamilch als Ersatz im Kaffee – auch weil man sie gut aufschäumen kann. Viele Hersteller haben süße Sojadrinks in den Geschmacksrichtungen Vanille und Kakao im Programm. Es gibt auch Soja-Joghurt.

Worauf achten? Etwa die Hälfte des weltweit produzierten Sojas stammt aus Südamerika. Vor allem in Brasilien und Argentinien werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um Platz für die Sojaproduktion zu schaffen. Wir empfehlen deshalb nur Sojamilch mit Soja aus Europa. Das Bio-Siegel schützt zudem vor Gentechnik.

Preis: ca. 1 Euro pro Liter Sojamilch
Mehr Infos: Alles über SojamilchKuh- und Sojamilch im Vergleich

Alles über Sojamilch als Milchersatz

Hafermilch: der regionale Alleskönner

Hafermilch
Hafermilch vom Hofgut Sterzen

Getreide als pflanzliche Alternative zu Milch ist bei uns noch relativ neu, doch zumindest Hafermilch ist bereits groß im Kommen. Im konventionellen Supermarkt gibt es Hafermilch nur selten, doch in Bioläden, Biosupermärkten und Reformhäusern findest du eine große Auswahl (etwa Alnatura, Provamel, Natumi, dm Bio, Hofgut Stoerzeln). Seltener als Hafermilch findet man auch Dinkelmilch und Hirsemilch.

Streng genommen kein Getreide, aber dennoch eine interessante Alternative: Buchweizendrink (z.B. von Hofgut Stoerzeln, Natumi) ist eiweißreich, milcheiweiß-, laktose- und glutenfrei.

Hafermilch empfiehlt sich als Milchersatz, weil sie keine Laktose, kein Milcheiweiß und keine Sojabestandteile enthält. Allerdings enthält Hafermilch Gluten und ist auch ziemlich kalorienhaltig. Zugleich ist Hafermilch als Milchalternative ziemlich arm an Nährstoffen und Proteinen. Für Hafermilch spricht jedoch, dass sie aus regionalem Anbau stammen kann – ob das im einzelnen der Fall ist, muss man bei jedem Produkt selbst prüfen. Der Haferdrink von Hofgut Storzeln (s. Bild) kommt zum Beispiel vom Bodensee.

Geschmack: Bei der Herstellung wird Getreidestärke in Zucker umgewandelt – darum schmeckt Getreidemilch auch ungezuckert leicht süßlich. Hafermilch, Dinkel- und Hirsedrinks eignen sich als Kuhmilchersatz zum Kochen und Backen. Ihre Süße macht sich außerdem gut im Müsli – genau wie Reismilch. Hafermilch schmeckt im Kaffee zwar etwas getreidig, aber eigentlich sehr angenehm.

Worauf achten? Achte bei Hafermilch auf das EU-Bio-Siegel, besser noch Siegel namhafter Bio-Anbauverbände wie z.B. Bioland. Achte auf Angaben zur regionalen Herkunft, idealerweise Deutschland oder wenigstens EU. Viele Hersteller setzen Getreidemilch Calcium oder andere Inhaltsstoffe zu, auch hier signalisiert das Bio-Siegel, dass die Zusätze im vernünftigen Rahmen bleiben.

Preis: ca. 1 bis 3 Euro pro Liter Hafermilch oder Getreidemilch
Mehr Infos: Alles über Hafermilch

Alles über Hafermilch als Milchersatz

Reismilch: als Alternative zu Milch eher mau

Eigentlich ist auch Reismilch eine Getreidemilch, weil sie aber zu den beliebtesten und am weitesten verbreitetsten pflanzlicher Milchersatz-Drinks gehört, führen wir sie hier gesondert auf.

Reismilch ist reich an Kalorien und arm an Nährstoffen. Das macht sie nicht gerade zu einem empfehlenswerten Ersatz für Milch. Immerhin ist sie laktosefrei, milcheiweißfrei und auch glutenfrei, daher eignet sich Reismilch als Milchalternative vor allem für Allergiker.

Geschmack: Reismilch ist eine ziemlich dünne Milch, optisch nicht sonderlich schön, geschmacklich eher neutral mit einer süßlichen Note. Wegen der eignet sich Reismilch als Milchersatz für Süßspeisen aller Art, vom Grießbrei bis zum Kuchen. Für Kaffee empfehlen wir Reismilch eher nicht.

Worauf achten? Auch bei Reismilch unbedingt auf Bio-Erzeugung achten. Bei kleinen Kindern sollte man auf Reismilch verzichten (siehe BfR über Reisprodukte)

Preis: ca. 2 Euro pro Liter Reismilch
Mehr Infos: Alles über Reismilch

Alles über Reismilch als Milchersatz

Hanfmilch: als Milchalternative ein Geheimtipp

Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger
Hanfmilch von der österreichischen Firma Frenkenberger

Hanfmilch, das verheisst irgendwie psychoaktive Bewusstseinserweiterungen. Doch viele, die sich das erhofft haben, wurden enttäuscht: Hanfmilch wird aus Hanfsamen hergestellt, nicht aber aus den Blüten oder Blättern der Hanfpflanze, daher gibts hier keinen Milchrausch. In Großbritannien ist Hanfmilch weit verbreitet, bei uns ist die Milch-Alternative noch nicht sonderlich bekannt. Zu kaufen gibt es sie in manchen Bio-Läden und Reformhäusern sowie teilweise in Supermarkt-Filialen. Sie ist allerdings ziemlich teuer.

Hanfmilch enthält kaum ungesundes Fett, dafür wertvolle Omega3- Fettsäuren und pflanzliches Protein. Bio ist EcoMil, ein Hanfdrink aus Spanien, den es zum Beispiel bei Alnatura oder im Onlineshop von Veganz gibt. Nicht-Bio sind „Frenkenberger Hanfprodukte“, die keinerlei Zusatzstoffe verwenden und im Glas kommen, und „Good Hemp“ im Tetrapack.

Geschmack: Im Kaffee schmeckt Hanfmilch fast wie fettarme Kuhmilch. Man kann sie auch gut pur trinken, dann kommt ein leicht nussiges Aroma durch.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit noch sehr klein. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf Bio-Anbau und eine möglichst regionale Herkunft.

Preis: ca. 3 bis 6 Euro pro Liter Hanfmilch
Mehr Infos: Alles über Hanfmilch

Alles über Hanfmilch als Milchersatz

Lupinenmilch: der Milchersatz der Zukunft?

Lupinenmilch Lupinendrink Made With Luve

Süßlupinen sind einer der Hoffnungsträger der pflanzlichen Ernährung. Sie können regional, also in Europa oder Deutschland angebaut werden. Sie enthalten viel Protein, sogar mehr als Sojabohnen. Lupinen werden daher bereits für pflanzliche Fleischersatzprodukte verwendet. Lies dazu den Beitrag Produkte aus Lupine: So vielseitig ist die regionale Soja-Alternative.

Doch auch als pflanzlicher Milchersatz kann die Lupine dienen: Die Hülsenfrüchte werden dazu getrocknet, eingeweicht, gemahlen und der Brei ausgepresst. Lupinenmilch wäre geradezu ideal, denn sie enthält weder Gluten, noch Laktose, Milcheiweiß oder Sojaproteine. Zugleich kann Lupinenmilch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen enthalten.

Allerdings gibt es derzeit kaum Hersteller von Lupinenmilch. Uns bekannt sind nur der Made with Luve Lupinendrink, der allerdings nur einen Lupinenanteil von 2,3 Prozent hat, und der Süßlupinen-Drink Milli! Lupine der Marke Sayatoo! (Bio) mit immerhin 10 Prozent Lupinensamen.

Geschmack: Nicht wie Milch, aber relativ geschmacksneutral.

Worauf achten? Das Angebot ist derzeit zu klein, um eine echte Wahl zu haben. Solltest du eine Auswahl vorfinden, achte auf eine möglichst regionale Herkunft und möglichst wenig Inhaltsstoffe, die über das Notwendige hinausgehen. Der Made With Luve Lupinendrink ist gezuckert. Der Milli! Lupinendrink gefällt uns wegen des EU-Bio-Siegels und einer kürzeren Zutatenliste besser.

Preis: ca. 2,50 bis 3,00 Euro pro Liter Lupinenmilch
Mehr Infos: Alles über Lupinenmilch

Alles über Lupinenmilch als Milchersatz

Erbsenmilch: hippe Alternative aus den USA

In den USA hat auch Erbsenmilch als pflanzliche Milchalternative von sich reden gemacht, aber vielleicht vor allem deshalb, weil das produzierende Unternehmen Ripple Foods ein hippes Startup-Unternehmen aus dem Silicon Valley ist. Die haben den veganen Milchersatz aus Erbsen im Mai 2016 auf den US-amerikanischen Markt gebracht.

Der vegane Milchersatz aus Erbsen (die übrigens gelb sind, nicht grün) ist laktose-, gluten-, soja-, nuss- und gentechnikfrei, enthält keinerlei Milcheiweiß und soll laut Ripple durch nachhaltige Produktion den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Die Milchalternative aus Erbsen ist in fünf verschiedenen Sorten zu haben. Ab April 2019 kommt die Erbsenmilch auch auf den deutschen Markt – und zwar als „Princess and the Pea“ von DrinkStar.

Geschmack: Wir haben es nicht selbst probiert, aber es soll weder nach Milch noch nach Erbsen schmecken.

Worauf achten? Aus den USA sollte man sich die Erbsenmilch lieber nicht bestellen. Die Erbsen kommen ohnehin aus Frankreich, hätten dann also den doppelten Weg hinter sich. Auch die regionale Alternative gibt es derzeit nur im Onlineshop – ab April kann man sie aber auch im Einzelhandel kaufen und sich selbst von dem Geschmack überzeugen.

Preis: ca. 3 Euro (Princess and the Pea)
Mehr Infos: Erbsenmilch als veganer Milchersatz.

Alles über Erbsenmilch als Milchersatz

Mehr erfahren:

Welche Milchalternative zwischen Mandelmilch und Sojamilch nutzt ihr wofür? Welche schmeckt euch und mit welcher könnt ihr so gar nichts anfangen? Wo verwendet ihr was am liebsten? Wir freuen uns auf eure Beiträge!

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(216) Kommentare

  1. @thb „der murks mit der milch“ hört sich jetzt nicht so richtig wissenschaftlich an und die „china studie“ irgendwie auch nicht. von der polemischen letzten bemerkung mal ganz abgesehen

  2. @ rückenschwimmer: ach SIE beurteilen jetzt studien nach dem wie sich
    der name „anhört“ ? und ja die „china studie“ ist die größte durchgeführte zu
    diesem thema – können se gerne nachprüfen !

    @ Maria_L: wikipedia ist nicht so unabhängig wie Sie vielleicht denken mögen !
    zu m.o. bruker: der war nicht nur autor sondern auch praktizierender arzt und hat als
    solcher studien in der praxis zusammen mit seinen patienten durchgeführt !
    ich empfehle Ihnen dringend auch sein standard werk
    „unsere nahrung – unser schicksal“ ! darin erklärt er auch für laien leicht verständlich
    die zusammenhänge zwischen nahrung und gesundheit !!

    viele sogenannte auftragswissentschaftler mögen dies garnicht – und auch
    die lobbyverbände der industrie reagieren verstörrt !!

    ach det is wahrscheinlich nur meine eigene verschwörungstheorie !

    „durchgekaut“ ? ja eben – darum geht dat

  3. Ich kenne die ganzen Bücher von Bruker, weil meine Mutter ein Fan war, als die Bücher neu raus kamen.

    „und hat als solcher studien in der praxis zusammen mit seinen patienten durchgeführt“

    Ich sage ja nicht, daß er nicht ein paar gute Ansätze hat, aber eine wissenschaftliche Studie ist definitiv was anderes.

  4. na wenn eine jahrzehnte lange arbeit mit patienten keine
    wissentschaftliche studie ist – dann frage ich SIE: was denn sonst ?

    „ihr“ wikipedia schreibt dazu:

    Eine klinische Studie wird mit Patienten oder gesunden Probanden durchgeführt, um Medikamente, bestimmte Behandlungsformen oder medizinische Interventionen[1] oder Medizinprodukte auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit zu überprüfen. Klinische Studien werden durchgeführt, um wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und die medizinische Behandlung zu verbessern. Der erste Einsatz einer erfolgversprechenden medizinischen Behandlung am Menschen sollte daher eine klinische Studie mit dem Ziel sein, Wirksamkeit und Verträglichkeit neuer Therapien zu testen.

    nebenbei: ick lebe seit fünf jahren nach bruker’s „bibel“ und seit zwei jahren komplett
    ohne tierische produkte – ergebnis heute nach dem bluttest alles in ordnung – keinerlei
    mangelerscheinungen – alles im grünen bereich ! (und ick bin jahrgang 1970 !)

  5. Die Fortsetzung in „meinem“ Wikipedia hast Du wohlweislich ausgelassen:
    „Eine solche kann allerdings erst dann stattfinden, wenn ausreichend Daten für eine sichere Durchführung vorhanden sind und ein positives Votum der betroffenen Ethikkommission vorliegt“

    Ich sagte ja, daß ich nicht bezweifel, daß Bruker gute Ansätze hat.
    Ich habe ja auch vieles übernommen (Vollkorn), esse allerdings auch tierische Produkte inklusive Fleisch.
    Meine Blutwerte sind auch im grünen Bereich, junger Mann. 😉

    Also lass uns das hier einstellen, wenn doch alles im grünen Bereich ist.
    Mich hat nur Dein Ton oben etwas angetriggert, müssen wir aber nicht vertiefen.

  6. thb ich kann dir nur Beipflichten 🙂 eine Studie an sich selber (wenn man vegan lebt) und Beobachtung von vegan lebenden Patienten sprechen für sich. Man muss es nur sehen wollen

  7. „eine Studie an sich selber“
    Was eine Studie tatsächlich ist, wurde nun ja ausführlich diskutiert.
    „Beobachtung von vegan lebenden Patienten sprechen für sich“
    Stimmt. Wenn die vegane Lebensweise tatsächlich so gesund ist, warum sind sie dann Patienten?

  8. Ob der Vergleich hinkt oder nicht.
    Jedenfalls ist es lächerlich, eine klinische Studie damit gleich zu setzen, daß man „selbst etwas sieht“.
    Das eine ist eine subjektive Beobachtung Deinerseits, die ich sicher nicht in Frage stellen möchte.
    Eine Studie ist der Versuch, objektive und reproduzierbare Fakten zu erkennen, aus denen Verhaltensempfehlungen für alle Menschen entwickelt werden können.

    Aber mit dem Unterschied zwischen Meinung und Tatsachen hattest Du ja schon immer so Deine Probleme.
    Ich verweise ein weiteres Mal auf die zahlreichen Diskussionen zum Thema…

  9. liebe Maria_L, ich bitte Dich Deine Anti-Sympathie mir gegenüber per PN auszutauschen. Diese sinnlosen Unterstellungen sind der Community sicher lästig. Ich denke ich habe meine Gedanken sehr gut in Worte gefasst. Aber man kann immer das Negative sehen. Traurig, traurig..

  10. „Diese sinnlosen Unterstellungen sind der Community sicher lästig.“
    Wenn jemand rationale Argumente nicht begreift, bedeutet das noch lange nicht, diese seien sinnlose Unterstellungen. Auch mit Antipathie (hast Du wohl gemeint mit „Anti-Sympathie“) hat das reichlich wenig zu tun, DAS ist eine „sinnlose Unterstellung“!
    Und der Community ist es sicher nicht lästig, dass auf den Unterschied zwischen rationaler Argumentation und der Wiedergabe subjektiver Gefühle hingewiesen wird. Das ist sogar sehr wichtig für eine fruchtbare Diskussion und Erkenntnisgewinn.
    „Ich denke ich habe meine Gedanken sehr gut in Worte gefasst.“
    Mag schon sein. 🙂
    „Aber man kann immer das Negative sehen.“
    So wie Du beim Thema Milch?
    „Traurig, traurig.“
    In der Tat.

  11. @thb – ja ich beurteile eine studie die im titel den wertenden begriff „murks“ enthält nach ihrem titel. und ihr ton sagt mir, dass ich damit sehr richtig liege

  12. jut jut !

    ton ? welcher ton ? bin angehöriger des prekariat’s und deswegen
    wohl nicht so wortgewand ! ich wollte niemanden zu nahe treten !

    🙂 !

    mit freundlichen grüßen !

    thb

  13. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ethisch vertretbar ist, dass Kühe dauerhaft durch des Menschenhand geschwängert werden, ihnen nach der Geburt das Kalb entrissen wird, dass das Kälbchen bei Nichtgebrauch erschossen oder gleich geschlachtet wird oder im besten Fall isoliert von der Mutter mit Kunstmilch hochgepäppelt wird. Nicht zu vergessen, dass man für die Käsegewinnung das Lab aus den Mägen toter Kälber benötigt, wenn man nicht auf mikrobielles Lab umstellt.
    Daran ändert auch Bio oder Demeter nichts.

    Bei den Haustieren (oder gar bei Menschen) käme niemand auf die Idee, dass dies der Lauf der Natur und somit berechtigt ist.

    Kuhmilch ist für Kuhbabys (und nicht für menschliche Rindviecher *lach – sorry, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen*).

    DESHALB ist Pflanzenmilch eine Alternative.

    Und btw Arsen ist in der pflanzl. Form in etlichen Lebensmitteln enthalten. Da Ihr Euch sicher nicht NUR von 100L Pflanzenmilch pro Tag ernährt, ist in dieser geringen Dosis auch kaum eine Vergiftung zu erwarten.

  14. „Ich kann mir nicht vorstellen, …, dass Kühe dauerhaft durch des Menschenhand geschwängert werden“
    Ich mir, offen gestanden, auch nicht. :-))
    „Nicht zu vergessen, dass man für die Käsegewinnung das Lab aus den Mägen toter Kälber benötigt“
    Ist doch kein Problem, fällt durch die Schlachtung ohnehin an.
    „… (oder gar bei Menschen) käme niemand auf die Idee, dass dies der Lauf der Natur und somit berechtigt ist.“
    Aber auf diese Argumentation muss man erst mal kommen. Kopfschüttel…
    „Kuhmilch ist für Kuhbabys“
    Zum x-ten Mal: Wer sagt das? Wo steht das? Wer hat das so bestimmt?
    Und warum ist sie nicht für Stier-„Babies“?

  15. Mit großem Interesse berichteten die Medien über die Geburt von Drillingskälbern, zwei Jungen und einem Mädchen.
    So groß, wie über die Geburt berichtet wurde, wird sicherlich nicht über die schon bald anstehende Tötung berichtet werden. Da alle 3 für die Milchgewinnung nicht geeignet sind, sind sie für die Milchindustrie nutzlos.

    Den Wenigsten ist bewusst, dass die drei Kleinen nie ihre Mutter kennenlernen werden, da sie ihr sofort nach der Geburt entrissen wurden.
    Sie bekommen nur billige Kunstmilch zu trinken und sind in einer engen Box eingesperrt, wo sie weder rennen, noch ausgelassen toben können.

    Nie werden sie die Geborgenheit und Liebe der eigenen Mutter erleben.
    Nie werden sie spüren, wie ihre Mutter ihnen zärtlich über das Gesicht leckt.
    Nie werden sie friedlich neben ihrer Mutter einschlafen.

    Denn sie sind als Abfall der Milchindustrie geboren worden und mit ihrer Geburt stand bereits das Todesurteil für die unschuldigen Kälbchen fest.

    Die Verantwortung tragen nicht nur die Landwirte, sondern auch die Konsumenten!

    Und meiner Meinung nach hat der Mensch NICHT das Recht zu bestimmen, wann Mutterliebe gegeben werden darf und wann nicht.

    Sicher gibt es hier in der Diskussionsrunde einige Menschen, die den Mensch als die absolute Krönung der Schöpfung ansehen, unabhängig davon, was er anrichtet – und niemand außer dem Menschen richtet die Erde zu Grunde – und ihm deshalb auch das Recht einräumen, er entscheide darüber, wer lieben darf und wer nicht.

    Ich kann nur sagen: ich bin ein Earthling und deshalb tue ich möglichst viel, um Tiere nicht auszunutzen.

    http://www.earthlings.de „Wie viel Wahrheit verträgst Du?“

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