Die Weltklimakonferenz 2021: Worüber dort entschieden wird

COP26
Foto: Screenshot / COP26

Vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 findet die 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen statt. Diese ist entscheidend für die politischen Klimaschutzmaßnahmen der nächsten Jahre. Erfahre hier mehr dazu.

Die Weltklimakonferenz ist eine jährlich stattfindende politische Versammlung, bei der alle vertraglichen Partner der UN-Klimarahmenkonvention teilnehmen. Deswegen heißt die Weltklimakonferenz ebenso „Konferenz der Vertragsstaaten“ (Conference of the Parties, COP). Bisher nehmen 196 Länder daran Teil, also fast alle Länder der Welt, und verpflichten sich dadurch den vertraglichen Zielen. Des weiteren können NGOs, Industrielobbyisten und Medien als Beobachter:innen anwesend sein, sie haben allerdings keinen Einfluss.

Eigentlich hätte die 26. Konferenz der Vertragsstaaten bereits im Dezember 2020 stattfinden sollen – aufgrund der Coronapandemie musste sie jedoch auf Herbst 2021 verschoben werden. Gastgeber sind dieses Jahr Großbritannien und Italien.

Die übergeordneten Ziele der Weltklimakonferenz

Die Weltklimakonferenz ist Teil der Vereinten Nationen.
Die Weltklimakonferenz ist Teil der Vereinten Nationen.
(Foto: CC0 / Pixabay / padrinan)

Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen verpflichtet die Vertragsstaaten, Treibhausgasemissionen zu verringern und/oder zu verhindern. Sie sollen damit den anthropogenen Klimawandel einschränken und die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau halten.

Um diese Ziele zu erreichen, überprüft die Weltklimakonferenz als oberstes Gremium der Klimarahmenkonventionen, ob die Staaten die Maßnahmen des Vertrags durchführen. Anhand von Beschlüssen fördert sie außerdem die Durchführung dieser Maßnahmen und hilft bei der Koordinierung zwischen den einzelnen Vertragsstaaten.

Auf der COP besprechen die Vertragsparteien außerdem, inwiefern die Maßnahmen wirksam sind:

  • Welche Auswirkungen haben die Ziele des Übereinkommens auf die Umwelt?
  • Welche Auswirkungen haben die Ziele des Übereinkommens auf die Wirtschaft?
  • Welche Auswirkungen haben die Ziele des Übereinkommens auf den Sozialbereich?
  • Welche Fortschritte gibt es bei der Umsetzung der Maßnahmen?

Die Ziele der diesjährigen Weltklimakonferenz lauten wie folgt:

  1. Bis 2050 müssen wir den globalen Netto-Nullpunkt erreichen und 1,5 Grad in Reichweite halten.
  2. Wir müssen uns anpassen, um Gemeinschaften und natürliche Lebensräume zu schützen.
  3. Wir müssen Finanzmittel mobilisieren, um diese Ziele zu erreichen.
  4. Wir müssen zusammenarbeiten, um die Ziele eins bis drei zu erreichen.

Das sind die Agendapunkte der COP 26

Das Thema "Erneuerbare Energien" ist ein wichtiger Agendapunkt der COP26.
Das Thema „Erneuerbare Energien“ ist ein wichtiger Agendapunkt der COP26.
(Foto: CC0 / Pixabay / andreas160578)

Die Agenda der diesjährigen Weltklimakonferenz setzt folgende thematische Schwerpunkte:

  • Finanzen: Wie mobilisieren wir Finanzströme aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor für den Klimaschutz?
  • Erneuerbare Energien: Wie beschleunigen wir den Übergang zu CO2-freier Energie?
  • Jugend und öffentliches Empowerment: Der Stimme junger Menschen Gehör verschaffen und die entscheidende Rolle der öffentlichen Befähigung und Bildung für den Klimaschutz demonstrieren.
  • Natur: Die Sicherung der Bedeutung der Natur und der nachhaltigen Landnutzung sind Teil der globalen Maßnahmen zum Klimawandel und einem sauberen, grünen Aufschwung.
  • Anpassung, Verlust und Schäden: Welche Lösungen gibt es zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, vor allem in Bezug auf Verluste und Schäden?
  • Gender: Fortschritte bei der Geschlechtergleichstellung sowie die volle und sinnvolle Beteiligung von Frauen und Mädchen an Klimamaßnahmen erweitern.
  • Wissenschaft und Innovation: Welche Lösungen bieten Wissenschaft und Innovation für das Klima, um die gesteigerten Ziele zu erreichen und zu beschleunigen?
  • Verkehr: Vorantreiben des weltweiten Übergangs zum emissionsfreien Verkehr.
  • Städte, Regionen und bebaute Umwelt: Vorantreiben von Maßnahmen an den Orten, an denen wir leben – von Gemeinden bis hin zu Städten und ganzen Regionen.

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