Erdbeerzeit: Wann haben Erdbeeren Saison?

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Sommerzeit ist Erdbeerzeit. So steht es im Saisonkalender. Im Handel sind Import-Erdbeeren das ganze Jahr zu kaufen. Warum es sinnvoll ist, Erdbeeren regional und saisonal zu kaufen, erklären wir dir hier.

Wann ist Erdbeerzeit?

Erdbeerernte von Mai bis Anfang August
Erdbeerernte von Mai bis Anfang August
(Foto: CC0/Pixabay/szjeno09190)

Die Erdbeerzeit ist stark vom Wetter abhängig, deshalb kann sie sich von Jahr zu Jahr etwas verschieben. Je nach Region und Witterungslage blühen Erdbeeren von April bis Mai. 

Entsprechend können in milden Regionen die ersten Erdbeeren ab Mai geerntet werden. Die Erdbeersaison endet spätestens Anfang August. Erdbeerzeit ist von Mai bis Juli.

Regionale Erdbeeren: Heimvorteil vor importiertem Obst

Frische Erdbeeren als Dessert
Frische Erdbeeren als Dessert
(Foto: CC0/Pixabay/congerdesign)

Wer mag sie nicht die Erdbeerzeit? Leckere Erdbeerschnitten und Torten, Erdbeere-Shakes oder einfach nur frische Erdbeeren mit Sahne. Kein Wunder, dass die Erdbeere eine der beliebtesten Obstsorten ist. Der Handel kommt uns entgegen und bietet das ganze Jahr Erdbeeren an. Wer hat nicht schon mal im Winter voller Erwartung in eine große rote Erdbeere gebissen und ist vom Geschmack enttäuscht worden? Obst, welches in Ruhe reifen kann und saisonal geerntet wird, kann seinen typischen Geschmack intensiver ausbilden. Der Anteil an Vitaminen und Nährstoffen ist wesentlich höher bei „artgerechtem“ Anbau von Obst und Gemüse. 

Der Saisonkalender gibt dir Anhaltspunkte welche Gemüse- und Obstsorten gerade reif sind und auf deinem Speiseplan stehen sollten.

Erdbeer-Importe verlängern künstlich die Erdbeerzeit – nicht ohne Folgen für die Umwelt

Plantage mit Folientunnels
Plantage mit Folientunnels
(Foto: CC0/Pixabay/Hans)

Feuchte, humusreiche Lehmböden sind der ideale Standort für Erdbeeren. Die Hauptexportländer Spanien, Italien und Nordafrika, mit Ägypten und Marokko, müssen einiges aufwenden, um die natürlichen Wachstumsbedingungen herzustellen. Es kommen Kunstdünger, Chemikalien und Plastiktunnels zum Einsatz, um das Obst für den Export anzubauen.

Anders als im Bio-Anbau werden die Pflanzen sehr eng gepflanzt. Mehltau wird dadurch leichter übertragen. Eine Studie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat die Schadstoffbelastung von Erdbeeren aus dem Ausland untersucht. Gegen den Mehltaubefall wird mit den verschiedensten Chemikalien-Cocktails gespritzt. In den Proben wurden auch Mittel gefunden, die nicht für Erdbeeren zugelassen sind.

Erdbeeren brauchen viel Wasser. Deshalb werden immer tiefere Brunnen gebohrt, die den Grundwasserspiegel senken. Die Folge ist, dass die Böden austrocknen und veröden. Der WWF veröffentlichte 2012 einen alarmierenden Bericht über die Austrocknung des Naturschutzgebiet Coto de Doñana in Spanien.

Nach der Ernte sind Erdbeeren auch gekühlt nur wenige Wochen haltbar. Anders als Bananen können Erdbeeren nicht grün gepflückt werden und nachreifen. Die Import-Erdbeeren müssen den langen Weg aus den Anbauländern gekühlt transportiert werden. Die Kühlung und der Transport bis in unsere Lebensmittelgeschäfte verbraucht viel Energie. Die Erdbeeren, die wir nicht aus regionalem Anbau kaufen, haben eine weite Reise hinter sich und einen ansehnlichen CO2 Fußabdruck hinterlassen. Anders die Erdbeeren, die wir im Juni vom Obstbauern aus der Gegend kaufen.

Erdbeerzeit verlängern mit Walderdbeeren

leckere Erdbeer-Deko im Rosenkübel
leckere Erdbeer-Deko im Rosenkübel
(Foto: Martina Naumann/utopia)

Erdbeeren kannst du auch selber auf dem Balkon oder im Blumentopf pflanzen. Zusammen mit Blumen sind sie sehr dekorativ. Wer selber Erdbeeren bis in den Herbst hinein ernten möchte, der sollte unbedingt Walderdbeeren probieren. Sie sind kleiner und intensiver im Geschmack und tragen lange Früchte. So kannst du die Erdbeerzeit auf natürliche und nachhaltige Weise verlängern.

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