9 häufige Ernährungs-Fehler, die du bei Hitze vermeiden solltest

Foto: Colourbox.de / Kunertus; CC0 Public Domain / Pixabay - weband

Das richtige Essen und Trinken kann uns helfen, die aktuelle Hitzewelle besser zu ertragen. Wir zeigen 9 häufige Fehler, die du dabei vermeiden solltest.

Wir haben Probleme zu schlafen, fühlen uns schlapp, bekommen Kopfschmerzen oder können uns nicht konzentrieren – unser Körper reagiert stark auf das hochsommerliche Wetter. Die richtige Ernährung kann helfen, die Hitze besser zu ertragen.

Oft nehmen wir aber aber genau das Falsche zu uns und verschlimmern unseren Zustand noch. Auf diese Dinge solltest du achten:

1. Schweres Essen am Abend

Bei hohen Temperaturen spüren wir tagsüber häufig keinen Appetit ­– und gleichen das dann abends beim Grillen aus. Doch Vorsicht: Eine fettreiche Mahlzeit am Abend kann uns nachts um einen erholsamen Schlaf bringen. Deshalb sollten wir vor dem Zubettgehen vor allem zu leichten Speisen greifen, wie Reis mit Gemüse oder Salat.

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2. Ein kühles Bier trinken

Um sich bei hohen Temperaturen abzukühlen, greift man besonders am Abend gerne zu einem kühlen Bier. Alkohol ist bei der Hitze allerdings keine gute Idee: Er entzieht dem Körper zusätzlich Wasser und wertvolle Mineralstoffe – und wir sind anfälliger für Hitzschläge, schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Greif also besser zu Wasser: Leitungswasser bekommst du in Deutschland überall fast kostenlos und in guter Qualität. Auch Säfte sind empfehlenswert, wenn sie wenig Zucker enthalten. Am besten trinkst du sie stark verdünnt.

Stiftung Warentest: Leitungswasser besser als Mineralwasser
Bei Hitze ist viel Trinken das A und O. (Foto: © verdateo - Fotolia.com)

3. Salzarm essen

Eigentlich sollte man nicht zu viel Salz essen. Wenn wir allerdings bei hohen Temperaturen viel schwitzen, benötigen wir auch mehr Salz. Wer also im Moment unter Kreislaufproblemen leidet, der darf sein Essen bewusst ein wenig nachsalzen.

4. Heißen Kaffee trinken

Heißer Kaffee bringt uns in einem heißen Sommer zusätzlich ins Schwitzen. Außerdem wirkt das enthaltene Koffein harntreibend. Normalerweise kann der Körper den Flüssigkeitsverlust gut ausgleichen. Bei Hitze allerdings verliert unser Körper durch das viele Schwitzen ohnehin schon viel Wasser. Im Sommer solltest du daher etwas vorsichtiger sein: Trinke etwas weniger Kaffee als sonst und lasse ihn abkühlen, bevor du ihn trinkst.

5. Einkäufe stehen lassen und Grillgut weit transportieren

Bakterien vermehren sich in der Hitze und bei hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut. Fleisch, Geflügel, Eierspeisen, Milchprodukte und Fisch sind optimale Nährböden für Mikroorganismen. Wer die Kühlkette zu lange unterbricht, riskiert Salmonellen.

Deshalb: Einkäufe gehören direkt in den Kühlschrank. Bei unter sechs Grad können sich zumindest Salmonellen nicht vermehren. So rettest du nicht nur deine Gesundheit, sondern auch deine Lebensmittel vor dem Mülleimer.

6. Sich mit Limonade erfrischen

Das gilt nicht nur für Hitze: Wer häufig gesüßte Getränke zu sich nimmt, führt dem Körper unnötige Kalorien zu. Limonade etwa kann so zu Übergewicht beitragen. Greif lieber zu sogenanntem Infused Water: Leitungswasser mit einem Spritzer Zitronensaft oder ein paar Gurkenscheiben. Das schmeckt gleich viel besser und kommt ohne Zucker aus.

Wer seine Limonade selber macht, kann entscheiden, ob und wie viel Zucker hineinkommt.

Limonade selbermachen
Limonade ohne Zucker kannst du ganz einfach selber machen. (Foto: © Colourbox.de)

7. Fettes Fleisch und Wurst essen

Damit unser Körper bei hohen Temperaturen nicht überhitzt, muss er ganze Arbeit leisten. Schweres Essen, etwa fettreiches Fleisch, fordert ihn zusätzlich heraus, weil es aufwendig verdaut werden muss – solche Mahlzeiten sollten wir bei Hitze deshalb ganz besonders vermeiden. Im allgemeinen ist es sowieso sinnvoller, wenig bis gar kein Fleisch zu essen. Das ist besser für das Klima, die Tiere und die Umwelt.

Greife stattdessen lieber zu Obst. Das liefert Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Besonders Melonen, Tomaten und Gurken sind im Sommer als Snack geeignet, weil sie einen hohen Flüssigkeitsanteil haben. Wenn es doch unbedingt Fleisch sein soll, entscheide dich für Bio-Fleisch.

8. Auf Scharfes verzichten

Chili, Knoblauch, Paprika, Pfeffer – scharfe Gewürze lassen uns schwitzen. Besonders Chili treibt uns den Schweiß auf die Haut. Tatsächlich kühlt die Schote den Körper aber ab. Das funktioniert so: Das enthaltene Schärfemolekül Capsaicin meldet dem Gehirn, dass sich eine Hitzequelle im Mund befindet. Diese sogenannte Phantomhitze setzt eine Kühlreaktion des Körpers in Gang.

Bei Hitze kommt uns aber noch eine Eigenschaft scharfer Lebensmittel zugute: Sie besitzen häufig Inhaltsstoffe, die das Bakterienwachstum hemmen. Auf Scharfes solltest du bei der Hitze deshalb nicht verzichten.

Kein Ernährungsfehler: Scharfes hilft bei Hitze.
Kein Ernährungsfehler: Scharfes hilft bei Hitze. (Foto: CC0 / Pixabay / Sponchia)

9. (Eis)Kalte Getränke trinken

Viel Trinken ist wichtig, rund 1,5 Liter Wasser empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Bei großer Hitze benötige der Körper besonders viel Flüssigkeit.

Kalte Getränke sollte man allerdings nur schluckweise zu sich nehmen, dann wirken diese Getränke kühlend. Wer schnell zu viel Kaltes trinkt, riskiert Bauchschmerzen – und raubt dem Körper zusätzlich Energie, weil er kalte Flüssigkeiten aufwärmen muss, um sie verarbeiten zu können. Am besten trinkst du deshalb bei Hitze lauwarme Getränke.

Und: (Bio-)Sonnencreme nicht vergessen!

Bei Hitze außerdem wichtig: dich einzucremen, bevor du in die Sonne gehst. Hier findest du unsere besten mineralischen Bio-Sonnencremes:

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(2) Kommentare

  1. Ich würde an dieser Stelle gern mal mit einem Mythos aufräumen:

    „9. (Eis)Kalte Getränke trinken
    …und raubt dem Körper zusätzlich Energie, weil er kalte Flüssigkeiten aufwärmen muss…“

    Der Körper versucht permanent über das Schwitzen und damit dem Verdunsten über die besonders hohe Verdunstungsenthalpie des Wassers im Schweiß (Energieverbrauch = Abkühlung) den Körper zu kühlen. D. h., dass der Körper nur Energie = Wärme an die kalte Flüssigkeit ABGIBT. Die Durchschnittskörpertemperatur sinkt. Der Körper muss hier nicht aktiv werden, d. h. über des Stoffwechsel arbeiten.

    Prima! Es muss nicht mehr so viel geschwitzt werden! Der im Artikel genannte „Energieraub“ müsste ansonsten durch die Verdunstung zusätzlich erledigt werden.

    Wer also Heißgetränke zu sich nimmt, muss mit dem umgekehrten Effekt rechnen. Aber bitte, jeder, wie er mag!

  2. also allmählich glaube ich, das sie, paule_berlin, einfach nur anders sein wollen, und einfach mal immer das gegenteil behaupten:

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/fluessigkeitsverlust-warum-warme-getraenke-bei-hitze-helfen/1891828.html

    https://www.tippsundtricks.co/gesundheit/bei-hitze-kalt-warm-trinken/
    …Isst du ein leckeres Eis? Dann merkst du wahrscheinlich in erster Linie, wie es dich abkühlt. Die Kälte vom Eis wird aber schnell von Wärme ersetzt. Die wird nämlich bei der Verdauung und der Aufnahme der Nährstoffe freigesetzt. Wenn wir kalorienreiche Nahrung zu uns nehmen, erhöht sich unsere Körpertemperatur. Dein Körper muss sich noch mehr anstrengen, um es zu verdauen. Deshalb erhitzt dich ein Eis eigentlich nur. Das selbe gilt grundsätzlich auch bei kalten Getränken. Zuerst kühlen sie dich tatsächlich ein bisschen ab. Ist es aber nur eine kleine Menge, verschwindet dieser Effekt recht schnell, da die Organe die Flüssigkeit aufwärmen. Trinkt man eine größere Menge vom kalten Getränk, fließt dein Blut langsamer und somit wirst du mehr Schwierigkeiten haben, die Hitzen abzuleiten. Trinkst du bei Hitze oft Softdrinks? Hier gilt das selbe Prinzip als mit dem Eis. Die Kalorien erfordern mehr Energie für die Verdauung und sie erhitzen dich….

    https://www.mycare.de/blog/bei-hitze-kaltes-oder-warmes-trinken

    https://www.gesundheit.de/ernaehrung/richtig-trinken/trinken-und-gesundheit/12-trinktipps-fuer-die-heissen-tage

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