Fichtennadelsirup: Rezept für den „Arme-Leute-Honig“

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Fichtennadelsirup war früher als „Honig der armen Leute“ bekannt. Mit seinem besonderen Aroma eignet er sich zum Verfeinern verschiedenster Speisen. Wir zeigen dir, wie du den Sirup zubereitest.

Fichtennadelsirup: Veganer Honig aus dem Wald

Für den Fichtennadelsirup (oder auch Fichtennadelhonig) brauchst du die jungen, hellgrünen Triebe von Fichten Diese kochst du dann mit Zucker und Wasser zu einem aromatischen Sirup ein. Neben den drei Grundzutaten brauchst du lediglich etwas Geduld.

Junge Fichtentriebe findest du im Frühjahr. Durch die frischen Nadeln erhält der Sirup einen sehr intensiven, frischen und harzigen Geschmack. Du kannst damit sowohl süße als auch herzhafte Speisen verfeinern. Sehr lecker schmeckt Fichtennadelsirup zum Beispiel zu Desserts wie Vanilleeis, karamellisierten Früchten oder Cremes. Aber auch zu Salaten oder gebackenem Käse passt der Sirup sehr gut. Alternativ kannst du den Sirup schlicht im Tee genießen oder als Brotaufstrich verwenden.

Fichtennadelsirup zubereiten: So gehst du vor

Für den Fichtennadelsirup brauchst du die jungen Triebe der Fichte.
Für den Fichtennadelsirup brauchst du die jungen Triebe der Fichte. (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)
  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 90 Minuten
  • Menge: 1 Liter
Zutaten:
  • 500 g junge Fichtentriebe
  • 500 g Zucker
  • 1 l Wasser
  •  1 Zitrone (optional)
Zubereitung
  1. Sortiere die abgezupften Fichtentriebe und entferne Insekten oder andere Pflanzenteile.

  2. Wasche die Triebe gründlich und koche sie mit etwa einem Liter Wasser in einem Topf auf. Lasse die Mischung eine halbe Stunde köcheln.

  3. Lasse den Topfinhalt abkühlen und stelle den Sud über Nacht in den Kühlschrank.

  4. Siebe die Mischung am nächsten Tag durch ein feines Haarsieb oder Mulltuch.

  5. Gib die aufgefangene Flüssigkeit mit dem Zucker in einen Topf. Für eine frische Note kannst du den Saft einer Zitrone hinzufügen. Koche die Flüssigkeit ein, bis eine sirupartige Konsistenz erreicht ist. 

  6. Fülle den fertigen Sirup in ausgekochte Fläschchen oder Gläser. So ist er rund ein Jahr lang haltbar.

Fichtennadelsirup: Tipps für die Herstellung

  • Fichten- und Tannentriebe sind leicht zu verwechseln. Fichtennadeln sind im Gegensatz zu Tannennadeln hart und pieken, während Tannennadeln deutlich weicher sind.
  • Achte beim Sammeln darauf, nicht zu viele Triebe vom gleichen Ast oder Baum abzuzupfen, um den Baum nicht zu schädigen. Optimalerweise hast du eine Fichte im eigenen Garten oder du hörst dich bei Freunden und Bekannten um. Streng genommen ist das Abzupfen im Wald verboten, du kannst jedoch den/die Waldbesitzer:in um Erlaubnis zu fragen.
  • Vermeide Standorte in der Nähe von Straßen, damit die Triebe nicht mit schädlichen Abgasen belastet sind.
  • Dank des hohen Zuckergehalts ist der Sirup lange haltbar. Damit kannst du dich auch im Winter noch am belebenden Duft der frischen Fichtennadeln erfreuen. Manche sagen den Fichtennadeln zudem eine heilende Wirkung nach und der Sirup soll gegen Husten helfen und schleimlösend wirken. Da er viel Zucker enthält, solltest du ihn dennoch nur in Maßen verwenden.

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