Frühlings-Smoothie mit frischem Obst, Gemüse und Wildkräutern

Foto: Silke Neumann

Endlich wachsen draußen wieder frisches Gemüse, Obst und Wildkräuter – die idealen Zugaben für den Frühlings-Smoothie. Utopia stellt drei leckere Rezepte für jeden Geschmack vor.

Vorbei ist er, der lange Winter, in dem wir nur auf wenig frisches und meist im Herbst geerntetes und lange gelagertes Obst und Gemüse zurückgreifen konnten. Zum Frühlingsanfang freuen wir uns über jedes frische Obst und Gemüse, jedes grüne Blatt, das im Frühjahr um uns herum gedeiht.

Der erste Spargel ist jedes Jahr ein Highlight, so wie auch frischer Babyspinat, junger Kohlrabi, erste Erdbeeren und knackiger Rhabarber. Und auch Wildkräuter und „Unkraut“ wie Brennnesseln wachsen schon, seitdem die Sonne den Schnee weggetaut hat.

In den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen leuchten die Erdbeeren beim Obsthändler schon so verführerisch. Dennoch solltest du warten, bis du sie „frisch vom Feld“ bekommst, und das ist, je nach Region, erst im Mai oder Anfang Juni soweit.

Bis alles auch rund um deine Haustür reif ist, kannst du weiter auf Lagerobst wie Äpfel oder Birnen zurückgreifen, um deine Frühlings-Smoothies zuzubereiten. Erst wenn am Johannistag (24. Juni) die Spargel- und Rhabarberernte endet, ist es Zeit für leckeres Sommerobst.

Grüner Frühlings-Smoothie „Brennnessel-Kohlrabi“

Fruehlings-Smoothies-Rhabarber
„Rhabarberkuchen mit Marzipan“ als Frühlings-Smoothie. (Bild: Silke Neumann)

Wenn der erste junge Kohlrabi aus heimischem Anbau auf den Markt kommt, schmeckt er irgendwie frischer und knackiger als sonst. Ein Grund mehr, um ihn in einem Smoothie zu veredeln. In Kombination mit den zarten jungen Blättern der Brennnessel ergibt dies einen frühlingshaften grünen Smoothie. Du brauchst dazu:

  • 1 kleine junge Kohlrabiknolle
  • 1 mittelgroßer Apfel
  • 2 gehäufte Handvoll Brennnesselblätter
  • 1 Esslöffel Sonnenblumenkerne

Schäle den Kohlrabi, und schneide ihn klein. Entferne das Kerngehäuse des Apfels, und füge ihn zusammen mit den Kohlrabistücken in den Standmixer. Die frisch gesammelten, jungen Brennnesselblätter gut waschen und tropfnass dazugeben, die Sonnenblumenkerne ebenfalls. Mit etwas Wasser zu einem cremigen Smoothie verarbeiten.

Tipp: Statt der Brennnesseln harmoniert auch Postelein (oder Winterportulak) oder Babyspinat mit dem Kohlrabi.

Frühlings-Smoothie „Rhabarberkuchen, trinkbar“

Kennst du Rhabarberkuchen mit Mandeln und Marzipan? Nicht wirklich gesund, aber als Smoothie ganz ohne Zucker und Butter mindestens genauso lecker und dabei richtig gesund. Für ein großes Stück flüssigen „Rhabarberkuchen mit Marzipan“ im Glas brauchst du:

  • 250 g Erdbeeren (bio und sofern regional/saisonal verfügbar)
  • 200 g Rhabarber
  • 1 Esslöffel gemahlene Mandeln oder 1 Teelöffel Mandelmus
  • etwas Wasser
  • Bittermandelöl

Auch dieser Smoothie ist nicht für die Zubereitung mit dem Pürierstab geeignet, die Fasern des Rhabarbers würden das Messer schnell zusetzen. Verwende daher einen leistungsstarken Standmixer oder Smoothie-Maker mit scharfen Messern.

Den Rhabarber waschen und in Scheiben schneiden. Die Erdbeeren putzen und grob zerteilen. Mit etwas Wasser und Mandelmus (oder geriebenen Mandeln) zu einem Smoothie verarbeiten. Mit Bittermandelöl abschmecken.

Tipp: Ist dir der Rhabarber-Smoothie zu sauer, kannst du mit einer kleinen Messerspitze Natron etwas Säure herausnehmen. Es kommt dann zu Schaumentwicklung, die zeigt, dass Natron überschüssige Säure neutralisiert.

Zu den Erdbeeren: Es wurde kritisiert, dass Erdbeeren im Frühling nicht zu haben seien. Nun beginnt der Sommer aber erst Ende Juni, und Erdbeeren sind regional ab Mai zu haben. Also: Ja: im März und April ist dies nicht der geeignete Smoothie, ab Mai und bis zum Sommeranfang am 21. Juni hingegen schon. Siehe den Beitrag zur Erdbeersaison.

Spargelsalat als Frühlings-Smoothie

Fruehlings-Smoothies-Erdbeere
Frühlings-Smoothie: Spargelsalat mit Erdbeeren mal anders. (Bild: Silke Neumann)

Die farbenfrohe Variante des Spargelsalates kombiniert die weißen Stangen mit knallroten Erdbeeren. Auch als Smoothie harmonieren Stangenspargel und Erdbeeren miteinander, jedoch wird hier nicht mit Balsamico, sondern mit Mandeln und Vanille abgeschmeckt. Da Spargel sehr faserig ist, funktioniert dieses Rezept leider nicht mit dem Pürierstab. Auch der Standmixer braucht etwas Leistung und scharfe Messer, um den Spargel zu pürieren.

Wichtig: Achte auf die Spargelsaison, sie beginnt erst im Mai – siehe unseren Saisonkalender. Und kaufe Spargel ganz bewusst Bio ein – lies dazu Plastik, Pestizide und Ausbeutung: Gibt es besseren Spargel?

Für ein großes Glas trinkbaren Spargelsalat brauchst du:

  • 200 g weißen Spargel
  • 250 g Erdbeeren  (bio und sofern regional/saisonal verfügbar)
  • 1 Esslöffel gemahlene Mandeln oder 1 Teelöffel Mandelmus
  • Vanille

Schäle den Spargel gründlich und schneide ihn in kurze Stücke. Putze die Erdbeeren, und füge sie etwas zerkleinert mit den Spargelstücken in den Standmixer. Gib das Mandelmus oder die gemahlenen Mandeln dazu, und püriere alles zu einem sämigen Smoothie. Mit Vanille großzügig abschmecken.

Tipp: Wenn du keine Vanille magst, ersetze sie durch Basilikum oder Minze.

Zu den Erdbeeren: Im März und April ist dies nicht der geeignete Smoothie, ab Mai und bis zum Sommeranfang am 21. Juni hingegen schon. Siehe den Beitrag zur Erdbeersaison.

Weiterlesen auf Utopia.de: Frühlings-Smoothie mit frischem Obst, Gemüse und Wildkräutern

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(5) Kommentare

  1. oh je… Dann achtet doch mal bei Euren Artikeln auf den Saisonkalender – die Erdbeersaison beginnt erst im Juni!!!!! Und Erdbeeren sind kein Frühjahrs- sondern ein Sommerobst.

    Spargel und Erdbeeren gehen nur in einer sehr kurzen Zeitspanne zusammen und der April finde ich deutlich zu früh, um so etwas anzuregen.
    Das saisonale Obst geht in dem Artikel ziemlich unter, auffällig sind dagegen die Rezepte und Fotos mit Erdbeeren und Spargel.
    Damit wird wieder das prominent platziert, was noch gar nicht Saison hat… Das sind keine Frühlingssmoothies!
    Birnen lassen sich übrigens auch selten so lange lagern, die kommen grade überwiegend aus Argentinien.

  2. es geht ja auch nur um Ideen und Austausch und jeder kann damit machen, was er/sie möchte. Hier wurde kein Aufruf für Schlimmes gestartet.

    Erdbeeren geniesse ich bereits seit März in und aus Italien und Birnen gibts hier eben dennoch zu kaufen …auch im Frühjahr…. WAS WER WARUM WANN kauft, nutzt, isst , ist einfach ein ganz anderes, wenngleich sicher wichtiges Thema mit höchstem Anspruch an Jeden von uns.

    Auf weiteren Ideenaustausch. : )

  3. Liebe Jana,

    Antwort hat gedauert. Mal sehen, ob du es noch liest…
    Klar, es kann jeder in dieser Welt machen was er möchte… und es machen ja auch viele nur das, was sie möchten. Andere können halt dann gar nichts mehr machen… zum Beispiel die Bauern in Spanien, denen so langsam das Wasser ausgeht (Erdbeeren aus Spanien) oder die Spargelbauern in Deutschland, die nicht mehr wissen, wohin mit ihren Tonnen an Plastikfolien (Spargel im März) oder die Fischer auf den Philippinen, die an Krebs sterben, weil dort der Bergbau für seltenen Erden die Flüsse und Landstriche auf Jahrhunderte hinaus vergiftet (mein neues Handy, wenn ich es will, am besten jedes Jahr ein neues) ….

    Ist Utopia nicht eine Platform für nachhaltigen Konsum? Über „ich kaufe nur so ein, wie´s mir passt und zwar WAS und WANN ich möchte“ will ich hier nicht diskutieren.
    Austausch über weiteren unüberlegten Egoismus (was tut mir wann am besten? und wie kann ich es am schnellsten bekommen?) interessiert mich nicht. Austausch über nachhaltigen Konsum allerdings schon.

    Und diese Erwartung habe ich an die Utopia-Macher: dass sie, bevor sie etwas posten oder einen Artikel veröffentlichen, das, was sie da bewerben, auf seine Nachhaltigkeit hin überprüfen. Und ja, ich bin dann sauer, wenn das nicht passiert. Weil dann der Inhalt der Platform sonst nicht dem Etikett (nachhaltiger Konsum) entspricht.

  4. Ich möchte euch berichten was ich gestern das 1.x gemacht habe und zwar Suppe aus Wildkräutern. Ich war in der Natur und suchte: Brennnessel, Giersch, Knoblauchsrauke,
    wilden Bärlauch, Löwenzahn und Gundermann. Zuerst in Topf Kokosöl mit Knoblauch und Zwiebeln und dann die grob geschnittenen Kräuter dazu. Anschmoren und mit Wasser auffüllen oder Brühe. Köcheln, Gewürze dazu und Buchweizenmehl darüber streuen. Am Schluss gab ich noch süße Sahne dazu.
    Es war lecker.
    Das positive Ergebnis konnte ich am nächsten Tag, also heute feststellen. Ich hatte endlich nach Wochen wieder Stuhlgang. Es haben sicher viele diese Probleme, also dann auf in die Natur und seinen Darm auf Vordermann bringen.
    Es ist so einfach eine Suppe zu kochen.

  5. Bei dem Kohlrabi-Brennessel-Mix nehme ich noch die Blätter des Kohlrabi und mixe sie mit, sie sind sehr gesund und schmackhaft. (Auch wenn ich Kohlrabi dünste, füge ich kurz vor dem Servieren die klein geschnitten Blätter hinzu – ich verwende nur Biogemüse, bei konventionellen Kohlrabi würde ich darauf verzichten.)

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