Gebrauchte Fahrräder kaufen: 3 Tipps, damit nichts schief geht

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Wenn du ein gebrauchtes Fahrrad kaufen willst, solltest du einiges beachten. Wir geben dir Tipps, mit denen du dich beim Kauf absichern kannst.

Gebrauchte Fahrräder kaufen

Ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen ist eine gute Idee, da du so Geld und Ressourcen sparst. Langlebige Räder werden oft in einem guten Zustand abgegeben. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen:

Versteigerungen

Viele Städte versteigern in regelmäßigen Abständen Fahrräder, die nicht mehr aus dem Fundbüro abgeholt werden. Informiere dich dazu direkt beim Fundbüro oder auf der Homepage deiner Stadt. Bei Versteigerungen ist es allerdings oft schwierig, das Rad vorher genau unter die Lupe zu nehmen oder eine Testfahrt zu machen.

Online-Shops für gebrauchte Fahrräder

Bei einigen Online-Shops kannst du gebrauchte Fahrräder kaufen, die noch einmal von Fachleuten geprüft und überholt wurden. Meistens bekommst du hier auch eine Garantie. Prüfe auf jeden Fall vorher die Kaufbedingungen und die Möglichkeiten, das Rad zu testen. Einige Beispiele für Online-Shops mit gebrauchten Fahrrädern:

Online Privatverkäufe

Viele Leute verkaufen ihre alten Fahrräder in Online-Börsen. Bei Privatverkäufen solltest du vorher sichergehen, dass du das Rad vor dem Kauf prüfen und testen kannst. Kläre außerdem vorher, dass du die weiter unten genannten Dokumente erhältst. Einige Online-Börsen findest du hier:

Fahrradhändler und Werkstätten

Fahrradhändler für neue Räder verkaufen oft auch gebrauchte Räder. Genauso gut kannst du in Zweiradwerkstätten findig werden. Diese beiden Optionen haben den Vorteil, dass die Fahrräder in der Regel professionell geprüft und gewartet wurden. Im besten Fall bekommst du eine Garantie. Auf jeden Fall hast du einen Ansprechpartner, bei dem du Schäden reklamieren und reparieren lassen kannst. Du kannst das Rad vorher testen und genau prüfen, ob alles in Ordnung ist. Erkundige dich bei Fahrradläden in deiner Nähe nach gebrauchten Fahrrädern.

Gebrauchte Fahrräder vor dem Kauf richtig prüfen

Überprüfe den Zustand von Tretlager und Kette, bevor du ein gebrauchtes Fahrrad kaufst
Überprüfe den Zustand von Tretlager und Kette, bevor du ein gebrauchtes Fahrrad kaufst (Foto: CC0 / Pixabay / denzel)

Bevor du ein gebrauchtes Fahrrad kaufst, solltest du es dir genauer anschauen und einige Informationen einholen.

Erkundige dich vorher nach der bisherigen Nutzung:

  • Wie alt ist das Rad und wie stark wurde es genutzt?
  • Wurde es vorrangig draußen oder drinnen geparkt?
  • Welche Reparaturen wurden bereits vorgenommen?

Überprüfe für den ersten Eindruck folgendes:

  • Sieht das gebrauchte Fahrrad allgemein gepflegt aus?
  • Hat es grobe Kratzer oder rostige Stellen?
  • Hat der Rahmen Risse an den Schweissnähten? Dann solltest du das Rad auf keinen Fall kaufen.
  • In welchem Zustand sind die Reifen? Solltest du nicht zufrieden sein, kannst du über eine Preissenkung verhandeln. Die Mäntel und Schläuche kannst du dann selber austauschen.
  • Gleiches gilt für das Licht: Sollte das Rad kein Licht haben, überlege dir, ob es du es reparieren oder zusätzliche Beleuchtung kaufen möchtest. Denke auch an Reflektoren für die Speichen beziehungsweise Schutzbleche, damit du besser gesehen wirst.

Wenn du soweit überzeugt bist, mache eine Probefahrt. Dabei kannst du die wichtigsten Eigenschaften des gebrauchten Fahrrads checken:

  • Läuft das Tretlager rund und ohne Knacken?
  • Reagieren die Bremsen schnell und einwandfrei?
  • Funktioniert die Schaltung ohne Unterbrechung?
  • Ist der Lenker gerade und verlaufen die beiden Räder in einer Linie?
  • Schleift etwas?

Du solltest das gebrauchte Fahrrad nur kaufen, wenn du überzeugt bist, dass es verkehrssicher ist. Der Preis sollte so niedrig sein, dass du noch nötige Reparaturen durchführen lassen kannst. Allgemein gilt: Je höher der vorgeschlagene Preis, desto genauer sollte deine Prüfung ausfallen.

So sicherst du deinen Kauf ab

Fahrräder, die niemand mehr abholt, werden versteigert
Fahrräder, die niemand mehr abholt, werden versteigert (Foto: CC0 / Pixabay / hpgruesen)

Wenn du ein gebrauchtes Fahrrad von einem Händler oder Online-Shop kaufst, bekommst du einen Kaufvertrag. Aber auch bei einem Privatverkauf solltest du darauf bestehen, um ausschließen zu können, dass es sich um ein gestohlenes Rad handelt. Folgendes sollte der Kaufvertrag beinhalten:

  • Name und Anschrift des Verkäufers bzw. der Verkäuferin. Nimm auch die Kontaktdaten auf, um später Rückfragen stellen zu können.
  • Alle Angaben zum Fahrrad: Modell, Marke und Rahmennummer. Beschreibe auch kurz den Zustand  des Rades bei der Übergabe.
  • Alle Originalbelege zum Rad: Dazu gehört der vorige Kaufvertrag und ggf. Rechnungen für Ersatzteile oder Reparaturen. Sollte das gebrauchte Fahrrad noch Garantie vom Neukauf haben, kannst du diese in Anspruch nehmen, sofern der Kaufbeleg anonym ist. Sollte der Name des Erstkäufers darauf stehen, müsst ihr in eurem Kaufvertrag festhalten, dass er seine Gewährleistungsrechte abtritt, damit du ggf. davon Gebrauch machen kannst. Das Magazin n-tv warnt aber davor, dass manche Händler sich in den AGB vorbehalten, die Übertragung nicht zu akzeptieren.
  • Eine Einigung zur Sachmängelhaftung, um spätere Missverständnisse zu vermeiden. Da bei Privatverkäufen meist ein Haftungsausschluss vereinbart wird, ist es umso wichtiger, dass du das Fahrrad vorher inspizierst. Solltet ihr keine schriftliche Einigung vornehmen, kann der Verkäufer für bereits vorhandene Schäden haftbar gemacht werden. Gut zu wissen: Laut ADAC hat ein Händler, der ein Fahrrad an eine Privatperson verkauft, keine Möglichkeit die Sachmängelhaftung auszuschließen.

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