Gemüsepfannkuchen-Rezept: Ideal zur Resteverwertung

Foto: CC0 / Pixabay / Antonio_Cansino

Gemüsepfannkuchen sind ein einfaches, aber vielseitiges Gericht, mit dem du Gemüsereste vor der Biotonne retten kannst. Wir zeigen dir ein Grundrezept mit Sommergemüse und geben dir Tipps für saisonale Variationen.

Kleine Gemüsereste landen oft im Abfall, wenn sie an Frische verloren haben oder nicht mehr für eine ganze Mahlzeit ausreichen. Das muss nicht sein: Es gibt eine Reihe von Rezepten, in denen du solche Reste noch gut verwerten kannst. Eine einfache und schnelle Möglichkeit sind zum Beispiel Gemüsepfannkuchen. Dazu brauchst du lediglich einige Grundzutaten und Gemüse deiner Wahl.

Am besten richtest du dich beim Gemüseeinkauf nach dem regionalen und saisonalen Angebot. So vermeidest du unnötige Transportwege, die mit hohen CO2-Emissionen verbunden sind, und unterstützt lokale Gemüsebäuer:innen. Achte außerdem möglichst auf Bio-Qualität, um Rückstände chemisch-synthetischer Pestizide in deinem Essen auszuschließen. Besonders wichtig ist ein Bio-Siegel bei tierischen Produkten wie Eiern und Milch: Es zeigt an, dass die Produkte aus artgerechter Tierhaltung stammen. Außerdem kannst du darauf achten, Eier ohne Kükenschreddern zu verwenden. Wenn du Gemüsepfannkuchen ohne tierische Lebensmittel zubereiten möchstest, kannst du dich an unserem Rezept für vegane Pfannkuchen orientieren.

Tipp: In diesem Artikel zeigen wir dir ein Rezept für Pfannkuchen mit eingebackenem Gemüse. Wenn du möchtest, kannst du das Gemüse stattdessen als Topping oder Füllung verwenden. Bereite die Pfannkuchen nach Rezept zu und brate das Gemüse kurz separat an, statt es unter den Teig zu mischen. Die fertigen Pfannkuchen kannst du dann mit der Gemüsemischung belegen. 

Grundrezept: Gemüsepfannkuchen mit Sommergemüse

Du kannst das Gemüse entweder einbacken oder als Belag für die Pfannkuchen verwenden,
Du kannst das Gemüse entweder einbacken oder als Belag für die Pfannkuchen verwenden,
(Foto: CC0 / Pixabay / moscito1)
  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Menge: 6 Portion(en)
Zutaten:
  • 150 g Mehl
  • 300 ml Milch oder Pflanzenmilch
  •  3 Eier
  •   Salz und Pfeffer
  •  1 Zwiebel
  • 1 Zehe(n) Knoblauch
  •  1 rote Paprika
  •  1 Zucchini
  • 250 g Quark
  •   Paprikapulver, edelsüß
  •   Chilipulver
  •  10 Tomaten oder Kirschtomaten
  • 2 TL Balsamicoessig
  • 100 g Tomatenmark
Zubereitung
  1. Gib das Mehl in eine große Schüssel und verrühre es mit der (pflanzlichen) Milch und den Eiern. Würze die Masse mit Salz und Pfeffer und stelle sie beiseite.

  2. Schäle die Zwiebel und die Knoblauchzehe. Schneide die Zwiebel und den Knoblauch in sehr feine Würfel. Wasche die Zucchini und die Paprika und schneide sie ebenfalls in kleine Würfel. Alternativ kannst du die Zucchini auch raspeln.

  3. Menge das kleingeschnittene Gemüse unter den vorbereiteten Pfannkuchenteig, sodass es sich gleichmäßig verteilt.

  4. Bereite als nächstes den Quarkdip vor. Wasche dazu die Kirschtomaten und viertele sie. Gib dann den Quark in eine Schüssel und würze ihn ebenfalls mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Chili. Füge den Balsamicoessig, das Tomatenmark und die Tomaten oder Kirschtomaten hinzu und verrühre alles zu einer gleichmäßigen Masse.

  5. Jetzt kannst du die Gemüsepfannkuchen zubereiten: Erhitze etwas Öl (zum Beispiel Rapsöl) in einer Pfanne und gib ein bis zwei Kellen Teig in die heiße Pfanne. Backe den Pfannkuchen etwa zwei bis drei Minuten bei mittlerer Hitze und wende ihn dann. Wiederhole das Wenden gegebenenfalls, bis er auf beiden Seiten die gewünschte Bräune erreicht hat. Nimm den Pfannkuchen dann aus der Pfanne und bereite den nächsten zu, bis der Teig aufgebraucht ist.  

  6. Serviere die Gemüsepfannkuchen mit dem Tomaten-Quark-Dip. Dazu passt zum Beispiel ein frischer grüner Salat. 

Gemüsepfannkuchen saisonal zubereiten

Je nach Saison kannst du die Zutaten für Gemüsepfannkuchen frei variieren.
Je nach Saison kannst du die Zutaten für Gemüsepfannkuchen frei variieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / JerzyGorecki)

Gemüsepfannkuchen eignen sich gut zur Resteverwertung. Je nachdem, was deine Speisekammer oder Kühlschrank gerade an Überresten hergibt, kannst du das Grundrezept nach Belieben abwandeln. Einige Anregungen findest du hier. Einen großen Überblick über die Saisonzeiten verschafft dir außerdem unser Saisonkalender für Gemüse und Obst

  • Zwiebeln und Knoblauch kannst du zu jeder Jahreszeit verwenden, um deinen Pfannkuchen einen herzhaften Geschmack zu verleihen: Wegen ihrer guten Lagerfähigkeit sind sie immer aus regionalem Anbau erhältlich. (Fast) das ganze Jahr über bekommst du außerdem auch deutsche Karotten und Champignons.
  • Im Frühjahr kannst du kleingeschnittenen Lauch oder Spinat unter den Pfannkuchenteig mischen. Folge dafür zum Beispiel unserem Rezept für Spinatpfannkuchen. Auch Spargel ist eine leckere Ergänzung – am besten verwendest du bereits vorgegarte Spargelstangen, zum Beispiel die Reste vom letzten Mittagessen. 
  • Im Sommer kannst du den Pfannkuchenteig neben Paprika und Zucchini unter anderem mit Tomaten, Brokkoli oder Blumenkohl anreichern. Auch kleingeschnittene Radieschen eignen sich, wenn sie zum rohen Verzehr nicht mehr knackig genug sind: Sie verlieren beim Kochen ihre Schärfe und schmecken ähnlich wie Rettich oder Kohlrabi.
  • Im Herbst kannst du Kürbispfannkuchen zubereiten. Beachte aber: Selbst kleingeschnitten braucht Kürbis zum Durchgaren länger als Pfannkuchenteig. Am besten ist es deshalb, den Kürbis vorgegart (und eventuell püriert) unter den Teig zu mischen.
  • Im Winter gibt es ein großes Angebot an regionalem Wurzelgemüse, zum Beispiel rote und gelbe Bete, Schwarzrettich, Pastinaken oder Petersilienwurzeln. Auch sie kannst du für Gemüsepfannkuchen verwenden. Wurzelgemüse raspelst du am besten fein, bevor du es mit dem Teig vermengst – es gart dann schneller durch. Wenn du größere Stücke bevorzugst, kannst du die Pfannkuchen alternativ mit vorgegartem und gewürfeltem Wintergemüse zubereiten.

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