Gesundes Leinöl: So wirkt der Leinsamen-Extrakt

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Leinöl ist vielen als Holzschutzmittel bekannt. Dabei kann dieses gesunde Öl, das reich an Omega-3-Fettsäuren ist, so viel mehr als nur unsere Gartenstühle pflegen. Wir zeigen dir, welche positive Wirkung das „flüssige Gold“ auf die Gesundheit hat.

Leinöl: das gute Fett

Leinöl wird aus den reifen Samen des Öllein (Flachs) gewonnen. Öllein zählt zu den frühesten Agrarpflanzen Eurasiens und gehört neben Mohn und Hanf zu den einzigen historischen Ölpflanzen Europas. Das wertvolle Öl, das eine Zeit lang in Vergessenheit geraten war, erfreut sich heute wieder zunehmender Beliebtheit.

Grund dafür sind seine wiederentdeckten positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, die nun auch größtenteils medizinisch nachgewiesen werden konnten. Sie hängen unter anderem mit dem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren zusammen. Omega-3-Fettsäuren können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, spielen aber im Stoffwechsel des Menschen eine wichtige Rolle. Wir müssen die Fettsäuren daher über Nahrungsmittel aufnehmen.

Gutes, kaltgepresstes (!) Leinöl besteht zu 70 Prozent aus Omega-3-Fettsäuren und stellt damit die bekannten Omega-3-Lieferanten weit in den Schatten: Rapsöl beinhaltet etwa neun Prozent Omega-3-Fettsäuren, Lachs ca. vier Prozent. Leinöl ist damit vor allem für Vegetarier und Veganer ideal, da sie ihren Bedarf an der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure mit nur einem Esslöffel Leinöl pro Tag decken können, ohne Fisch oder Fleisch essen zu müssen.

Aber wie wirkt das flüssige Gold nun tatsächlich?

Leinöl und seine postive Wirkung auf die Gesundheit

Die Samen, aus denen Leinöl hergestellt wird
Die Samen, aus denen Leinöl hergestellt wird
(Foto: CC0/pixabay/pezibear)

Leinöl ist mit seinem nussigen Geschmack nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch sehr gesund. So kann eine regelmäßige Einnahme gegen folgende Beschwerden und Erkrankungen helfen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Zu hohen Cholesterinspiegel: Die regelmäßige Einnahme von einem Esslöffel Leinöl kann die Cholesterinwerte innerhalb kurzer Zeit verbessern.
  • Bluthochdruck
  • Entzündungen: Alpha-Linolensäure, ein Bestandteil der Omega-3-Fettsäuren, wirkt entzündungshemmend.
  • Depression: Depressionen können eine Folge von Omega-3-Fettsäuremangel sein.
  • Wechselbeschwerden bei Frauen
  • Husten und Heiserkeit: Leinöl ist ein altbewährtes Hausmittel bei Husten: Ein Stück Baumwollstoff mit Leinöl tränken und auf die Brust legen. Darauf ein warmes Tuch oder eine Wärmeflasche – fertig ist der Leinöl-Wickel

Leinöl hat außerdem positive Auswirkungen unter anderem auf:

  • die Konzentrationsfähigkeit
  • Haut
  • Darmflora (aufgrund der in Leinöl enthaltenen Schleimstoffe)
  • Sehkraft

Empfohlen wird Leinöl außerdem in der Schwangerschaft und Stillzeit: Zwei Esslöffel täglich wirken gegen einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren und fördern so die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Auch bei Krebstherapien soll Leinöl unterstützend wirken.

Darauf musst du bei Kauf und Lagerung achten

Es gibt unterschiedliche Methoden, Leinöl zu gewinnen:

  • Kaltpressung: Hier ist das Öl goldgelb, fließt zähflüssig vom Löffel und hat einen intensiven, nussigen Geschmack. Bei diesem Verfahren bleiben die meisten Vitamine und Nährstoffe erhalten.
  • Warmpressung: Bei der Warmpressung ist das Öl gelblich-braun und verliert durch die Erhitzung wertvolle Inhaltsstoffe.
  • raffiniertes Öl: hat eine helle goldgelbe Farbe und kaum noch gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Wie auch immer es gewonnen wird – Leinöl hat einen großen Nachteil: Es ist nur sehr kurz haltbar (ca. zwei Monate im Kühlschrank), bevor es ranzig wird und bitter schmeckt. Das Öl sollte stets im Kühlschrank oder Tiefkühlschrank gelagert werden.

Daher empfiehlt es sich, lieber kleine Mengen Leinöl zu kaufen (Leinöl gibt es z.B. im Reformhaus oder bei** Amazon). Dafür aber qualitativ hochwertig und kaltgepresst – damit auch die Gesundheit davon profitiert und nicht nur der Gaumen!

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