Haselnusseis selber machen: So geht’s

Haselnusseis
Foto: CC0 / Pixabay / Cairomoon

Haselnusseis selber zu machen ist nicht schwer. Wir zeigen dir, wie du ein leckeres und cremiges Eis hinbekommst – mit oder ohne Eismaschine, klassisch oder vegan.

Für ein cremiges Haselnusseis brauchst du nicht viele Zutaten. In wenigen Schritten bekommst du ein schmackhaftes und nussiges Dessert. Wenn du das Haselnusseis selber machst, weißt du genau, was drinsteckt. Du kannst regionale Bio-Produkte verwenden und auch die Süße und Menge bestimmen.

So machst du Haselnusseis selber

Haselnüsse sind gesund – und regional erhältlich.
Haselnüsse sind gesund – und regional erhältlich.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pawel_Litwin)
  • Zubereitung: ca. 15 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 240 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 20 Minuten
  • Menge: 8 Portion(en)
Zutaten:
  • 200 g ganze Haselnüsse
  •  2 Eier
  •  2 Eigelb
  • 60 g brauner Zucker
  • 40 g weißer Zucker
  • 500 ml Milch
Zubereitung
  1. Verteile die Haselnüsse auf einem Backblech und röste die Haselnüsse für acht bis zwölf Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze.

    Tipp: Es ist nicht notwendig, den Backofen vorzuheizen. Auf diese Weise sparst du Energie und musst höchstens mit einer etwas längeren Backzeit rechnen. Das Anrösten gelingt übrigens auch in der Pfanne.

  2. Gib die gerösteten Haselnüsse noch heiß in ein Geschirrtuch, falte es zusammen und rubble die Nüsse ordentlich durch. Auf diese Weise schrubbst du die Schale etwas ab.

  3. Schlage die zwei Eier und zwei Eigelb in einer Schüssel zusammen mit beiden Zuckersorten schaumig. Stelle die Masse in den Kühlschrank, bis du sie wieder brauchst.

  4. Erhitze die Milch in einem Topf. Gib die Haselnüsse in die heiße Milch und lasse sie für zehn Minuten mitkochen. Rühre immer wieder um, damit nichts überkocht. 

  5. Bringe in einem anderen Topf Wasser zum Kochen. Schütte die Eimasse in eine Schüssel, die du für ein Wasserbad verwenden kannst. Schlage die Masse nun über dem heißen Wasser kurz auf und erwärme sie. Achte darauf, dass sie nicht zu heiß wird (nicht wärmer als 75 Grad), da sonst das Ei zu stocken beginnt.

  6. Schütte die noch warme Milch durch ein Sieb dazu. Die Haselnüsse sollten im Sieb verbleiben. Schlage die Milch mit der Eimasse zusammen für etwa zehn Minuten schaumig. Du wirst merken, dass die Masse nach und nach andickt.

  7. Fülle die Masse in ein gefriergeeignetes Gefäß, das du luftdicht verschließen kannst. Lasse es ohne Deckel bei Zimmertemperatur abkühlen. Verschließe es anschließend und stelle es für mindestens vier Stunden in das Gefrierfach.

    Tipp: Cremiger wird das Haselnusseis, wenn du es immer mal wieder umrührst, während es gefriert, am besten alle 30 Minuten.

Variationen von Haselnusseis

Haselnusseis kannst du als Dessert servieren.
Haselnusseis kannst du als Dessert servieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / mp1746)

Haselnusseis kannst du auch vegan zubereiten. Ersetze dazu die tierischen Produkte durch pflanzliche Zutaten:

  • Besonders lecker wird das Haselnusseis, wenn du statt Kuhmilch eine Nussmilch verwendest. Ebenso lecker und noch besser für die Umwelt ist Hafermilch.
  • Die Eier lässt du in der veganen Variante weg und fügst stattdessen noch etwa einen Teelöffel Johannisbrotkernmehl hinzu. Da du so weniger flüssige Zutaten hast, bekommst du etwas weniger veganes Haselnusseis heraus. Es schmeckt aber genauso lecker.

Das Haselnusseis kannst auch mit einer Eismaschine zubereiten. Bereite das Eis bis zu Schritt 6 nach dem Rezpt zu und fülle die Masse dann zum Gefrieren und Umrühren in die Maschine. Achte unbedingt darauf, dass deine Eismaschine ein ausreichend großes Füllvolumen hat. Das (nicht-vegane) Rezept ergibt circa 700 Gramm Haselnusseis, was etwa sieben bis zehn Kugeln entspricht.

Das Haselnusseis kannst du klassisch als Dessert servieren. Also Deko und knackige Einlage passen Krokant oder gehackte Nüsse. Auch im Eiskaffee macht sich diese Eissorte gut. Verfeinerst du das Eis mit Zimt, bekommst du eine weihnachtliche Note.

Hinweise und Tipps für leckeres Haselnusseis

Haselnusseis aus Bio-Produkten schmeckt noch besser.
Haselnusseis aus Bio-Produkten schmeckt noch besser.
(Foto: CC0 / Pixabay / B_kowsky)

Wir empfehlen, Lebensmittel in Bio-Qualität für ein nachhaltiges Haselnusseis zu verwenden. Siegel wie das Bioland-, Naturland– oder das Demeter-Siegel weisen Produkte aus, die aus umweltfreundlichem Anbau stammen. Unter anderem kannst du dann sicher sein, dass sie frei von chemisch-synthetischen Pestiziden sind. Wenn du saisonal und regional einkaufst, kannst du CO2-Emissionen einsparen. Das alles wirkt sich positiv auf deinen ökologischen Fußabdruck aus.

Das Eiklar, das im Rezept übrig bleibt, kannst du für weitere Rezepte verwenden. Ideen findest du in unserem Artikel Eiweiß-Rezepte: So kannst du übriges Eiweiß verwerten. Verwendest du es nicht sofort, kannst du es auch erst einmal einfrieren.

Aus den ürbiggebliebenen Haselnüssen kannst du Haselnussmus selber machen oder es in Gebäck verwerten, zum Beispiel in Form von Nussschnecken oder Nusskuchen.

Übrigens: Brauner Zucker ist nicht gesünder als weißer. Allerdings hat er eine karamelligere Note, die den Geschmack vom Haselnusseis wunderbar abrundet. Aber du kannst auch Zuckerersatz wie Agavendicksaft oder Honig verwenden.

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