Joghurt selber machen – einfache Anleitung für cremigen Joghurt

joghurt selber machen
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Joghurt selber zu machen hat den Vorteil, dass du genau weißt, was drin steckt. Wie das funktioniert? Wir zeigen es dir, wie du Joghurt selbst herstellst – auch ohne Joghurtmaschine.

Joghurt aus dem Supermarkt enthält oft viel Zucker und künstliche Aromen oder andere Zusätze. Wenn du Joghurt selber machst, kannst du die Inhaltsstoffe selbst bestimmen und gleichzeitig unnötige Verpackung vermeiden.

Joghurt selber machen: Die Zutaten

Joghurt kannst du auch aus Sojamilch herstellen.
Joghurt kannst du auch aus Sojamilch herstellen. (Foto: CC0 / Pixabay / bigfatcat)

Achte bei den Zutaten auf Bio-Qualität, da du so chemisch-synthetische Produkte vermeidest und bei tierischen Produkten eine artgerechte Tierhaltung unterstützt.

Für etwa ein Kilogramm Joghurt brauchst du:

  • einen Liter Milch: Du kannst sowohl klassische Kuhmilch als auch fettreduzierte Milch oder Ziegenmilch verwenden. Für veganen Joghurt eignen sich Soja- oder Kokosmilch am besten. Bei Mandel- oder Hafermilch brauchst du zusätzlich noch ein Verdickungsmittel. Der Joghurt wird umso cremiger, je mehr Fett in der Milch enthalten ist.
  • zwei Esslöffel normalen Naturjoghurt oder alternativ Joghurtpulver (Ferment). Joghurtpulver gibt es in der Drogerie oder im Reformhaus (oder online z.B. bei** Amazon, auch für Veganer:innen).
    Hinweis: Den Joghurt oder das Pulver musst du nur beim ersten Mal kaufen. Die Bakterien sind wichtig, da sie die Milch verdicken. Später kannst du dazu deinen selbst hergestellten Joghurt verwenden.
  • sterile Gläser zum Abfüllen
  • einen Topf

Hinweis: Gekaufte (pflanzliche) Milch ist pasteurisiert. Verwendest du einen selbst hergestellten Pflanzendrink, dann erhitze ihn auf 60 Grad Celsius und lasse ihn abkühlen. So ist er länger haltbar.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So machst du Joghurt selber

  1. Erhitze die Milch auf ungefähr 90 Grad und lasse sie bei dieser Temperatur für circa fünf Minuten weiter köcheln. Das tötet Bakterien ab, die in der Milch enthalten sein können.
  2. Lasse die Milch anschließend auf 50 Grad abkühlen. Dabei kann ein Küchenthermometer hilfreich sein (online z.B. bei** Amazon)
  3. Jetzt kommt das „Impfen“: Pro Liter Milch brauchst du ungefähr zwei Esslöffel frischen Naturjoghurt oder Joghurt-Ferment laut Packungsbeilage. Diese verrührst du nun gründlich mit der Milch.
  4. Fülle die Mischung in die sterilen Gläser, verschließe diese und sorge dafür, dass für die nächsten zwölf Stunden eine konstante Temperatur von circa 50 Grad herrscht. Stelle die Gläser dazu auf ein Backblech und lasse sie bei 50 Grad im Ofen. Damit es nicht zu heiß wird, solltest du denn Ofen jedoch in regelmäßigen Abständen ausschalten. Wird der Joghurt wärmer als 50 Grad, sterben die Bakterien ab.
  5. Anschließend schaltest du den Herd aus und lässt die Joghurtgläser über Nacht zum Reifen drin. Oder du stellst die abgefüllten Gläser zusammen mit einer heißen Wärmflasche (zum Beispiel bei** Avocadostore) unter eine dicke Decke und befüllst diese bei Bedarf erneut mit heißem Wasser.
  6. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, kannst du die fertigen Gläser wie gewohnt in den Kühlschrank stellen. Du hast dann drei bis vier Tage Zeit, deinen selbst gemachten Joghurt zu genießen oder ihn zum Beispiel mit frischem oder getrocknetem Obst, Nüssen oder Honig von einer lokalen Imkerei weiter zu verarbeiten.
  7. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, denk dran, 150 Gramm von deinem Joghurt auf die Seite zu legen, damit du schon bald den nächsten ansetzen kannst. Nach etwas sieben „Durchgängen“ brauchst du allerdings wieder frischen Naturjoghurt oder Ferment, da sich die Zahl der Bakterien bei jedem Mal neu Ansetzen verringert.

Lass es dir schmecken!

Joghurt herstellen mit einer Joghurtmaschine

Mit einem Joghurtbereiter geht es noch einfacher – ein Kauf lohnt sich aber nur, wenn du oft Joghurt damit selber machst. Du brauchst dieselben Zutaten, entweder tierischen oder pflanzlichen Ursprungs.

Die Milch muss Zimmertemperatur haben, dann kannst du sie in die Joghurtmaschine füllen und das Ferment oder den Joghurt daruntermischen. Anschließend lässt du alles für einige Stunden stehen, dabei erhitzt die Maschine die Flüssigkeit und reguliert die Temperatur automatisch – beachte die Herstellerhinweise für die genaue Länge. Danach schaltest du die Joghurtmaschine ab, gibst alles in den Kühlschrank und nach ein paar Stunden ist der Joghurt fest.

Joghurt – ein Sauermilchprodukt mit Tradition

Selbst gemacht schmeckt Joghurt doch am besten ... und man weiß, was drin ist!
Selbst gemacht schmeckt Joghurt doch am besten … und man weiß, was drin ist! (Foto: CC0/pixabay/Ponce_photography)

Joghurt zählt zu den ältesten Milchprodukten der Welt. Schon früh erkannten die Menschen, dass fermentierte, also durch Milchsäuregärung sauer gewordene Milch länger haltbar ist als frische. Ursprünglich vollzog sich dieser Prozess eher zufällig, doch 1905 isolierte Stamen Grigorow aus Bulgarien dann erstmals das bisher unbekannte Bakterium, das man später „Bacillus bulgaricus“ nannte. Dieser Mikroorganismus wird bis heute für die Herstellung von Joghurt verwendet.

Weiterlesen bei Utopia.de:

English version available: Yogurt Recipe: How To Make Homemade Yogurt

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