Kaffeelikör selber machen: So geht’s

kaffeelikör
Foto: CC0 / Pixabay / HOerwin56

Kaffeelikör ist ein einfach zubereiteter Klassiker, den du pur genießen oder zum Verfeinern von Desserts verwenden kannst. Du brauchst nur wenige Zutaten und ein paar Minuten Zeit, um ihn selbst anzusetzen – wir zeigen dir, wie es geht.

Kaffeelikör ist vielseitig einsetzbar: In Desserts wie Eisbechern oder Tiramisu, als Grundlage von süßen Cocktails, als „Schuss“ im Kaffee oder pur. Noch dazu ist der Likör einfach in der Herstellung – für das klassische Rezept brauchst du nur vier Zutaten und fünf Minuten Zeit. Anschließend muss der Kaffeelikör zwar noch zwei Wochen ziehen, er erfordert aber keine zusätzliche Arbeit mehr.

Als alkoholische Grundlage verwendest du am besten einen klaren, hochprozentigen Schnaps wie Wodka oder Kornbrand. Du kannst die Basiszutaten aber auch nach Geschmack variieren. Einige Tipps für Abwandlungen geben wir dir am Ende des Artikels.

Kaffeelikör: Ein klassisches Rezept

  • Zubereitung: ca. 5 Minuten
  • Menge: 1 Liter
Zutaten:
  • 200 g Kaffeebohnen
  • 200 g Rohrohrzucker
  • 1 Packung(en) Vanillezucker
  • 700 ml Wodka oder Korn
Zubereitung
  1. Fülle die Kaffeebohnen, den Zucker und den Vanillezucker in eine sterilisierte, ausreichend große Flasche (circa ein Liter Füllvermögen). Gieße den Alkohol dazu und verschließe die Flasche gut.

  2. Stelle die Flasche an einen warmen Ort und lass die Mischung dort mindestens zwei Wochen lang ziehen. Schüttle sie regelmäßig, damit sich der Zucker besser auflösen kann. 

  3. Wenn der Kaffeelikör lange genug gezogen hat, musst du noch die Kaffeebohnen herausfiltern. Gieße den Likör dazu durch ein Tuch oder ein Sieb ab.

  4. Fülle den gefilterten Likör wieder in eine saubere, am besten sterilisierte Flasche

Kaffeelikör: Tipps und Hinweise

Kaffeelikör kannst du vielfältig verfeinern -  zum Beispiel mit Sahne.
Kaffeelikör kannst du vielfältig verfeinern – zum Beispiel mit Sahne.
(Foto: CC0 / Pixabay / aniamineeva)

Das einfache Grundrezept für Kaffeelikör kannst du nach Belieben durch weitere Zutaten ergänzen und dem Likör so eine individuelle Note verleihen. Weihnachtliche Aromen bekommt er zum Beispiel durch etwas geriebene Orangenschale, Nelken, Zimtstangen oder andere Gewürze. Du kannst auch den klaren Alkohol durch Weinbrand oder Rum ersetzen – diese Spirituosen haben einen stärkeren Eigengeschmack als Wodka oder Korn, harmonieren aber gut mit dem Kaffee. Durch den hochprozentigen Alkohol und den Zucker hält sich der Likör mehrere Jahre. Steht er länger offen, kann er aber an Geschmack verlieren. 

Eine andere beliebte Variation ist Kaffeelikör mit Sahne. Sahnehaltige Liköre haben allerdings eine deutlich kürzere Haltbarkeit, du solltest sie am besten nicht länger als ein Jahr aufbewahren. Geöffnet sind sie im Kühlschrank meist noch einige Wochen haltbar. Sobald sich Flocken im Likör bilden oder er unangenehm riecht, solltest du ihn auf keinen Fall mehr trinken.

Egal, für welche Likörvariante du dich entscheidest: Achte bei allen Zutaten, vor allem aber bei den Kaffeebohnen, auf gute Qualität und Nachhaltigkeit. Auf konventionellen Kaffeeplantagen herrschen häufig schlechte Arbeitsbedingungen und es kommen gesundheitsschädliche Pestizide zum Einsatz. Fair gehandelten Kaffee, der den Arbeiter:innen vor Ort einen angemessenen Lohn einbringt, erkennst du am Fairtrade-Siegel. Oft ist Fairtrade-Kaffee auch ökologisch verträglicher – das muss aber nicht unbedingt immer der Fall sein. Deshalb solltest du zusätzlich nach einem Bio-Siegel auf der Packung Ausschau halten. Empfehlenswerte Marken findest du in unser Bestenliste für Bio-Kaffee und Fair-Trade-Kaffee.

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