Klebreis: Nährwerte, Grundrezept und Ideen für Sticky Rice

Foto: Colourbox.de / Sergii

Klebreis, auch Sticky Rice genannt, ist eine thailändische Spezialität. In der Landesküche dient sie entweder als Beilage oder als Grundlage für aufwendigere Gerichte. Wir stellen dir die Reissorte vor und zeigen dir ein einfaches Grundrezept.

Klebreis ist eine Reissorte, die vor allem in Thailand, aber auch in anderen asiatischen Ländern verbreitet ist. Er hat dicke, bauchige Körner, die denen von Jasminreis ähnlich sehen. Während ungekochter Jasminreis leicht durchsichtig wirkt, ist Klebreis  – oder Sticky Rice – allerdings weiß. Das liegt an seinem hohen Stärkeanteil.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Zubereitungsart: Klebreis wird nicht gekocht, sondern gedämpft. Dadurch verkleben die einzelnen Reiskörner fest miteinander und der Klebreis bekommt die typische Konsistenz, nach der er benannt wird. Nach thailändischer Tradition dient ein spezieller Bambuskorb (zum Beispiel über** Avocadostore) zum Dämpfen. Denselben Zweck erfüllt aber ein Dampfgartopf oder ein großer Kochtopf.  

Klebreis bekommst du im Asialaden oder im gut sortierten Supermarkt. Einzelne Hersteller bieten Klebreis auch in Bio-Qualität an. Wenn du die Wahl hast, solltest du dich für die Biovariante entscheiden – damit unterstützt du nachhaltige Anbaubedingungen und vermeidest Reis, der mit chemisch-synthetischen Pestiziden belastet ist. Idealerweise ist der Klebreis auch mit einem Fairtrade-Siegel versehen: Dann kannst du sicher sein, dass er aus fairem Handel stammt.    

Die Nährwerte von Klebreis

Gekochter Klebreis kommt pro 100 Gramm auf etwa 150 Kilokalorien. Ungekocht enthält er in der Regel zwischen 330 und 350 Kilokalorien pro 100 Gramm.  Folgende weitere Nährwerte hat ungekochter Sticky Rice:

  • Eiweiß: 7 g 
  • Kohlenhydrate: 77 g
  • Fett: 0,8 g
  • Zucker: 0 Gramm. 

Wie alle Reissorten ist Klebreis fett- und cholesterinarm sowie reich an Mineralstoffen. Dafür enthält er weniger Ballaststoffe als zum Beispiel Vollkornreis. Weitere Informationen zu den Nährwerten verschiedener Reissorten findest du in unserer Übersicht: Reis und seine Nährwerte: Das solltest du über Jasminreis und Co. wissen.

Klebreis: Einfaches Grundrezept

Klebreis wird vor allem in thailändischen Gerichten verwendet.
Klebreis wird vor allem in thailändischen Gerichten verwendet.
(Foto: CC0 / Pixabay / Huahom)

Weil Klebreis gedämpft werden muss, kannst du ihn am besten in einem speziellen Dampfgartopf zubereiten. Wenn du keinen solchen hast, genügen aber auch ein einfacher Kochtopf und ein Sieb. Achte darauf, dass sich das Sieb in den Kochtopf einhängen lässt.

  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 180 Minuten
  • Menge: 4 Portion(en)
Zutaten:
  • 250 g Klebreis
  •   Wasser
Zubereitung
  1. Wasche den Klebreis so lange in lauwarmem Wasser, bis das Wasser klar bleibt. Gib ihn anschließend in eine Schüssel mit kaltem Wasser und rühre gut um. Lass den Klebreis mindestens drei Stunden im Wasser ruhen. Wenn du möchtest, kannst du ihn auch schon am Vorabend einlegen und über Nacht ziehen lassen.

  2. Schütte den Klebreis in ein Sieb und spüle ihn gründlich ab.

  3. Wenn du einen Dampfgartopf zur Zubereitung verwendest, lege den Dampfgareinsatz mit einem feuchten Küchentuch aus und gib den Klebreis hinein. Fülle einen Liter Wasser in den Topf und setze den Einsatz ein. Schlage dann das Küchentuch über den Reis und setze den Deckel auf. Lass den Reis bei mittlerer Hitze 30 Minuten lang dämpfen.

    Alternativ kannst du einen großen Kochtopf verwenden. Fülle ihn ebenfalls mit etwa einem Liter Wasser und lege das Sieb auf den Topfrand auf. Lege das Sieb mit einem Küchentuch aus, gib den Klebreis hinein und schlage das Tuch über den Reis. Setze dann den Topfdeckel auf. Achte darauf, die Lücke zwischen Sieb und Deckel möglichst gering zu halten, damit nicht zu viel Dampf entweichen kann.

  4. Dämpfe den Klebreis bei geschlossenem Topfdeckel und mittlerer Hitze für etwa eine halbe Stunde. Nimm den Topf anschließend vom Herd. Achtung: Falls trotz des Deckels etwas Dampf entweicht, sei vorsichtig, dass du dich nicht daran verbrennst. 

  5. Lasse den fertigen Klebreis etwas abkühlen, bevor du ihn als Beilage servierst oder weiterverarbeitest.

So kannst du Klebreis weiterverarbeiten

Klebreis wird traditionell mit Kokosmilch und geschnittener Mango serviert.
Klebreis wird traditionell mit Kokosmilch und geschnittener Mango serviert.
(Foto: CC0 / Pixabay / cegoh)

Den fertigen Klebreis kannst du entweder als Beilage zu anderen Gerichten reichen oder weiterverarbeiten. Ein klassisches thailändisches Rezept ist Klebreis mit Kokosmilch und Mango. Dafür kochst du 400 Milliliter Kokosmilch zusammen mit 50 Gramm Zucker und etwas Salz auf und vermengst sie mit dem fertigen Reis. Garniert wird das Gericht mit frischen Mangoscheiben.

Sowohl Mangos als auch Kokosmilch haben allerdings eine schlechte Ökobilanz, weil sie nicht regional anbaubar sind und über weite Strecken importiert werden müssen. Beides solltest du deshalb beim Kochen nur gelegentlich verwenden. Wenn du auf Kokosmilch verzichten möchtest, kannst du stattdessen eine regionale Bio-Sahne oder Hafersahne verwenden – auch so wird der Klebreis schön cremig. Als Alternative zu Mangos kannst du zum Beispiel Pfirsiche oder Aprikosen ausprobieren. Beide bekommst du zur Saison aus deutschem Anbau. Welche Obstsorten zu welcher Jahreszeit Saison haben, kannst du im Utopia-Saisonkalender nachlesen.  

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