Krapfen selber machen: Rezept für klassische und vegane Berliner

Krapfen selber machen
Foto: Utopia/ Kilian Lösch

Selbstgemachte Krapfen sind der Renner zu Karneval und Silvester. Wir zeigen dir, wie du sie klassisch oder vegan backen kannst und welche Füllungen sich gut eignen.

Berliner, Pfannkuchen oder Krapfen selber machen

Der Berliner Pfannkuchen – kurz Berliner – ist ein süßes Hefegebäck mit einer Füllung aus Konfitüre. Die Namensgebung variiert regional: In Hamburg heißt es „Berliner“, in München „Krapfen“, in Frankfurt „Kräppel“ und in Berlin schlicht „Pfannkuchen“. So wie der Name variiert auch die Füllung: Verschiedene Konfitüren, Pflaumenmus oder auch Cremes – in Bäckereien findest du eine breite Auswahl.

Wir stellen dir an dieser Stelle ein Rezept sowohl für klassische als auch für vegane Krapfen vor. So kannst du sie nach deinem Geschmack selber machen und selbst bestimmen, welche Zutaten in deinen Krapfen landen.

Tipp: Achte auf Bio-Zutaten, um chemisch-synthetische Pestizide zu vermeiden. Bei den Eiern solltest du für mehr Tierwohl auf jene ohne Kükenschreddern zurückgreifen. Für eine bessere CO2-Bilanz solltest du das vegane Krapfenrezept ausprobieren.

Der klassische Krapfenteig

Klassische Berliner sind von vielen Silvester- und Faschingsfeiern nicht wegzudenken.
Klassische Berliner sind von vielen Silvester- und Faschingsfeiern nicht wegzudenken.
(Foto: Kilian Loesch)

Möchtest du die Krapfen klassisch zubereiten, dann benötigst du für etwa 15 bis 20 Stück folgende Zutaten:

  • 500 g Mehl (am besten Dinkel Type 630)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 250 ml Milch
  • 4 Eigelb 
  • 50g Zucker
  • 50g Butter
  • 1 Prise Salz

Und so gehst du vor:

  1. Nimm die Hefe, Milch, Eier und Butter aus dem Kühlschrank und lasse sie Raumtemperatur annehmen. 
  2. Gib das Mehl in eine Schüssel und forme eine Mulde.
  3. Füge dort Milch, Zucker und zerbröselte Hefe hinzu.
  4. Verknete das alles zusammen mit Eigelb, Butter und Salz zu einem Hefeteig. Du kannst ihn entweder mit deinen Händen kneten, oder überlässt die Arbeit der Küchenmaschine oder deinem Handrührgerät. Sollte der Teig noch sehr klebrig sein, knete noch etwas Mehl unter.
  5. Lasse den Teig an einem warmen Ort ohne Zugluft etwa 30 Minuten lang gehen, der Teig vergrößert dabei sein Volumen.
  6. Forme etwa 15 bis 20 Bällchen aus dem Teig und lass diese wiederum so lange gehen, bis sich ihr Teigvolumen in etwa verdoppelt hat.

Tipp: Das übrige Eiweiß verwertest du am besten in Baisers, Kuchen oder Rührei

Vegane Krapfen ohne Milch, Butter und Ei

Es gibt inzwischen auch viele vegane Rezeptvarianten für das beliebte Süßgebäck.
Es gibt inzwischen auch viele vegane Rezeptvarianten für das beliebte Süßgebäck.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Pezibear)

Mit dem folgenden Rezept kannst du vegane Krapfen selber machen. Du brauchst dafür:

  • 500 g Dinkelmehl
  • 90 g Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 80 g Margarine
  • 300 ml Pflanzenmilch (zum Beispiel Hafermilch)
  • nach Belieben: etwas Bourbon-Vanille

So bereitest du deinen veganen Krapfenteig zu:

  1. Lass Hefe, Margarine und Pflanzenmilch Zimmertemperatur annehmen.
  2. Gib etwas Mehl in eine Schüssel und forme eine Mulde.
  3. Gib nun einen Teelöffel Zucker, etwas Milch und die gesamte Hefe in die Mulde.
  4. Ist die Hefe etwas etwas aufgelöst, füge etwas Margarine dazu und verknete die Zutaten zu einem Vorteig.
  5. Lass diesen abgedeckt etwa 15 Minuten ruhen. 
  6. Gib die verbleibenden Zutaten (Mehl, Zucker, Margarine, Pflanzenmilch, Bourbon-Vanille) dazu und verknete sie entweder per Hand oder mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem glatten Teig.
  7. Lasse den Teig etwa eine Stunde gehen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
  8. Forme etwa 15 bis 20 Bällchen aus dem Teig und lass diese wiederum so lange gehen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

Und zum Schluss: Krapfen backen und füllen

Der Phantasie sind bei der Füllung und Dekoration von Krapfen keine Grenzen gesetzt.
Der Phantasie sind bei der Füllung und Dekoration von Krapfen keine Grenzen gesetzt.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / pixamaus2015)

Jetzt musst du die geformten und aufgegangenen Krapfen nur noch backen und mit der Füllung deiner Wahl versehen. Hierfür brauchst du folgende Utensilien und Zutaten:

So frittierst und füllst du die selbstgemachten Krapfen:

  1. Erhitze das Öl auf etwa 170°C. 
  2. Gib die aufgegangenen Bällchen vorsichtig in das heiße Fett und backe sie auf beiden Seiten goldbraun (dies dauert nur 20 bis 30 Sekunden pro Seite!).
  3. Gib die gebackenen Berliner auf ein Tuch, damit das Öl abtropfen kann.
  4. Lass die Berliner abkühlen und fülle sie dann mit einer Tortenspritze mit der Marmelade. Mit der Spritze stichst du in den Krapfen und befüllst ihn so weit, bis die Konfitüre aus dem Loch herausquillt.
  5. Bestäube die Krapfen mit Puderzucker oder wende sie in Kristallzucker.

Tipp: Wenn du mit einem Stäbchen oder dünnen Kochlöffel ein Loch in den Krapfen stichst, lassen sie sich leichter füllen.

Welches Öl eignet sich zum Frittieren von Krapfen?

Zum Frittieren eignen sich hitzebeständige Öle wie z. B. Rapsöl, Kokosöl oder Olivenöl.
Zum Frittieren eignen sich hitzebeständige Öle wie z. B. Rapsöl, Kokosöl oder Olivenöl.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / stevepb)

Es gibt eine Vielzahl von Ölen, die sich jedoch nicht alle zum Frittieren eignen:

  • Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sind nicht hitzebeständig. Sie verlieren beim Erhitzen auf hohe Temperaturen ihre Nährstoffe und können dabei sogar schädliche Stoffe bilden.
  • Öle mit einem hohen Rauchpunkt sind zum Frittieren geeignet. Hierzu zählt zum Beispiel raffiniertes Olivenöl und Kokosöl.

Wichtig ist auch, dass die Öle aus kontrolliertem Anbau und fairem Handel kommen, um einen umweltverträglichen Anbau der Ölpflanzen zu unterstützen.

Das abgekühlte flüssige Öl kannst du nach dem Frittieren mit einem Haarsieb von Rückständen reinigen. In der Verpackung fest verschlossen hält sich das Öl einige Zeit und du kannst es insgesamt 6 bis 8 Mal wiederverwenden. So sparst du wertvolle Ressourcen. Achte schlussendlich auf eine fachgerechte Entsorgung des Öls.

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