Matzenbrot: Jüdisches Rezept ohne Hefe

Matzenbrot
Foto: Colourbox.de / Sergii

Matzenbrot ist ein ungesäuertes Fladenbrot, das ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Pessach ist. Wir zeigen dir ein einfaches Rezept für selbstgemachte Matzen.

Während viele Brote möglichst lange gehen sollen, ist bei Matzenbrot (auch Matze genannt) das Gegenteil der Fall: In der jüdischen Tradition dürfen höchstens 18 Minuten zwischen dem Mischen von Mehl und Wasser und dem fertig gebackenen Brot liegen, da der Teig sonst anfängt zu gären. Für koschere Matzen musst du außerdem ein spezielles Matzenmehl verwenden, das im Herstellungsprozess garantiert nicht mit einem Säuerungsmittel oder Wasser in Kontakt gekommen ist. Ansonsten kannst du zum Beispiel Weizen- oder Dinkel(vollkorn)mehl für die Matzenbrote verwenden.

Schon gewusst? Die Tora berichtet, dass die Juden bei ihrem Auszug aus Ägypten nicht mehr genug Zeit hatten, um den Teig für ihre Brote zu säuern. So soll das Matzenbrot entstanden sein.

Matzenbrot: Das Rezept

Matzenbrot besteht aus nur drei Zutaten.
Matzenbrot besteht aus nur drei Zutaten.
(Foto: Colourbox.de / RS Photo)
  • Zubereitung: ca. 10 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 10 Minuten
  • Menge: 6 Stück
Zutaten:
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise(n) Salz
  • 80 ml Wasser
Zubereitung
  1. Heize den Ofen auf 200 Grad vor, damit die Matzenbrote schnell knusprig werden. Für besonders knusprige Matzen kannst du das Backblech mit vorheizen.

  2. Mische in einer Schüssel Mehl und Salz.

  3. Arbeite nach und nach das Wasser in den Teig ein – je nach Mehlsorte brauchst du eventuell etwas mehr oder weniger. Knete den Teig für etwa drei Minuten.

  4. Lege zwei Backbleche mit Backpapier oder einer ökologischen Backpapier-Alternative aus.

  5. Teile den Teig in sechs Kugeln und rolle diese zu dünnen Fladen aus.

  6. Verteile die Fladen auf die Bleche und stich sie mit einer Gabel mehrmals ein.

  7. Backe die Matzenbrote bei 180 Grad Umluft für etwa zehn Minuten, bis sie leicht gebräunt sind. Alternativ kannst du die Bleche auch nacheinander bei 200 Grad Ober-/Unterhitze backen.

Matzenbrot: Tipps

Matze kannst du sowohl direkt aus dem Ofen als auch kalt essen. Die ofenfrischen Matzenbrote sind noch weich, beim Abkühlen werden sie jedoch hart. Besonders gut schmeckt frisches Matzenbrot mit einem hochwertigen Olivenöl bestrichen (zum Beispiel über** Avocadostore). Als Beilage eignet sich weiche Matze am besten für eher suppige Gerichte, da du mit dem Brot gut die Flüssigkeit aufnehmen kannst.

Hart gewordene Matze kannst du gut zu einem Matzenbrei verarbeiten. Brich sie dafür in kleine Teile und weiche sie in Milch oder Wasser ein. Rühre anschließend Eier und Gewürze deiner Wahl unter und brate die Mischung mit Butter in einer Pfanne. Matzenbrei schmeckt sowohl herzhaft als auch süß.

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