Misosuppe: Rezept für die japanische Spezialität

Foto: Utopia / Leonie Barghorn

Misosuppe ist ein japanisches Nationalgericht, schnell zubereitet und sehr aromatisch. Das Grundrezept kommt mit ganz wenigen Zutaten aus – du kannst es nach Belieben anreichern.

Misosuppe: Woraus bestehen eigentlich Misopaste und Dashi?

In Japan wird Misosuppe gerne schon zum Frühstück gegessen – sie funktioniert aber genauso gut als Vorspeise oder Beilage. Mit einer sättigenden Einlage wird sie sogar zum Hauptgericht. Als Suppenbasis brauchst du nur zwei Zutaten:

  1. Misopaste: Diese würzige Paste besteht aus Sojabohnen und – je nach Sorte – unterschiedlichen Getreidesorten wie Reis oder Gerste. Die Zutaten werden gesalzen und in Fässern durch die sogenannten Koji-Schimmelpilze fermentiert. Es gibt helle und dunkle, süße und scharfe Misopasten. Welche Sorte du wählst, hat also auch großen Einfluss auf den Geschmack der Misosuppe. Misopaste gilt als sehr gesund, weil sie durch die Fermentation probiotische Milchsäurebakterien enthält.
  2. Dashi: Die japanische Fisch-Brühe wird aus Kombu-Algen und getrockneten Bonito-Flocken („Katsuo-bushi“) hergestellt. Der Bonito ist eine Thunfischart. Wenn du eine vegetarische Misosuppe zubereiten möchtest, kannst du für eine vegetarische Dashi anstelle von Bonito-Flocken getrocknete Shiitake- und eventuell auch Maitake- oder Enoki-Pilze verwenden.

Misosuppe: Das Grundrezept

Misopasten gibt es in unterschiedlichen Farben und Geschmäckern.
Misopasten gibt es in unterschiedlichen Farben und Geschmäckern. (Foto: CC0 / Pixabay / leeyoping0)

Für vier kleine Portionen Misosuppe brauchst du folgende Zutaten:

  • 750 Milliliter Dashi
  • circa zwei bis drei Esslöffel Misopaste

Verwende eine Misopaste deiner Wahl: Shiro-Miso enthält neben Soja auch Reis und schmeckt eher mild und süßlich. Dunklere Miso-Sorten wie Genmai- oder Hatcho-Miso sind dagegen würziger.

So bereitest du die Misosuppe zu:

  1. Erwärme die Dashi-Brühe – sie sollte aber nicht kochen.
  2. Streiche etwas Misopaste durch ein Sieb und verrühre sie gut mit der Brühe. Verwende lieber erstmal nur einen Teil der Menge, da die Misopaste sehr salzig schmeckt. Schmecke die Suppe ab und rühre dann gegebenenfalls noch mehr Misopaste unter.
  3. Lasse Einlagen deiner Wahl vor dem Servieren für wenige Minuten in der Misosuppe ziehen. Serviere die fertige Suppe in Schalen.

In Japan wird die Suppeneinlage übrigens mit Stäbchen gegessen und die Brühe wird anschließend aus der Schale geschlürft.

Misosuppe-Rezept: Einlagen und Würze

Tofuwürfel und Pilze sind tolle Einlagen für Misosuppen.
Tofuwürfel und Pilze sind tolle Einlagen für Misosuppen. (Foto: CC0 / Pixabay / TapisRouge)

Für deine Misosuppe kannst du verschiedene Einlagen zubereiten. In Japan wird viel Wert darauf gelegt, dass die Zutaten gleichmäßig geschnitten werden –so sieht die fertige Suppe besonders schön aus. Hier sind einige Beispiele, mit denen du deine Miso-Suppe anreichern kannst:

  • Gekochter Reis oder Nudeln (zum Beispiel Sobanudeln aus Buchweizenmehl)
  • Tofu, in Würfel geschnitten
  • Lauch oder Lauchzwiebeln, in hauchdünne Ringe geschnitten
  • Pilze, in feine Scheiben geschnitten
  • Kohlrabi, in feine Scheiben geschnitten
  • Sprossen
  • Blattspinat, Pak Choi oder Mangold
  • Gebratenes Gemüse, zum Beispiel Brokkoli, Paprika oder Karotten

Obwohl die Miso-Suppe an sich schon sehr würzig ist, kannst du sie mit ein paar Gewürzen verfeinern. Dafür eignet sich zum Beispiel:

  • Sojasauce
  • etwas Limettensaft
  • japanische Worchestersoße
  • einige Tropfen Sesamöl, die du vor dem Servieren über die Suppe träufelst
  • etwas Ingwer– und/oder Chilipulver. Du kannst auch frischen Ingwer und/oder Chili in feine Scheiben schneiden und in der Suppe ziehen lassen.

Tipp: Für viele der Zutaten wirst du in den Asialaden gehen müssen – aber frischer Lauch, Pilze, Kohlrabi uns Co. gibt es aus regionalem Anbau auf dem Wochenmarkt zu kaufen.

Tofu und andere Sojaprodukte werden inzwischen auch  in Deutschland und Österreich erzeugt. Achte darauf, dass du Sojaprodukte möglichst regional und in Bioqualität kaufst. Nur so ist garantiert, dass keine synthetischen Pestizide eingesetzt werden, welche die Böden und Tierwelt schädigen. Außerdem kannst du bei einem europäischen Produkt sicher sein, dass das Soja nicht aus illegal gerodeten Flächen des südamerikanischen Regenwaldes stammt.

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