Mojito-Minze: Tipps für Anbau, Pflege und Verwendung

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Mojito-Minze enthält weniger Menthol als andere Minzsorten und schmeckt deshalb besonders gut im berühmten Mojito-Cocktail. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Minze ganz einfach selbst anbauen und verwenden kannst.

Die hellvioletten Blüten der Mojito-Minze sind im Sommer eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten und machen sie unter anderem perfekt für eine Bienenweide. Besonders häufig wird die Hybridform der Minze aber im klassischen Mojito-Cocktail mit weißem Rum verwendet. Dank des geringen Menthol-Gehalts der Mojito-Minze betäubt sie die Geschmacksnerven beim Trinken nicht ganz so stark wie andere Minzsorten. Mojito-Minze ist sehr pflegeleicht, deshalb kannst du sie leicht im Garten anbauen oder als Topfpflanze halten.

Mojito-Minze pflanzen: Im Beet und im Topf

Mojito-Minze wuchert sehr stark, weshalb du sie im Freiland mit einer Wurzelsperre begrenzen solltest.
Mojito-Minze wuchert sehr stark, weshalb du sie im Freiland mit einer Wurzelsperre begrenzen solltest.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pixo5)

Die winterharte Mojito-Minze gedeiht sowohl direkt im Kräuterbeet als auch im Topf sehr gut. Wie die meisten speziellen Minzsorten solltest du die junge Mojito-Minze am besten bei einem Gartenfachhändler kaufen, der sich gut mit Minze auskennt. Bevor du die Jungpflanze einsetzt, solltest du noch ein paar Hinweise beachten:

  • Standort: Ein heller und sonniger Standort ist wichtig, damit die Mojito-Minze gut gedeiht und ihren aromatischen Geschmack entwickelt. Vor praller Sonne solltest du sie aber besonders in der Mittagszeit schützen. Außerdem sollte die Minze an einem Platz mit guter Luftzirkulation stehen, damit ihre Blätter nach Regen oder nach dem Gießen schnell abtrocknen.
  • Boden: In lockerer und gut durchlässiger Erde wächst Mojito-Minze am besten. Ein hoher Humus-Gehalt im Boden stellt außerdem sicher, dass die Pflanze genügend Nährstoffe bekommt. Hältst du die Mojito-Minze im Topf, greifst du am besten zu Blumen- oder Gemüseerde als Pflanzsubstrat. Lege außerdem eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Topfboden an, damit das Wasser besser abläuft.

Mojito-Minze direkt ins Beet pflanzen: 

  1. Stelle die junge Mojito-Minze zuerst in einem Eimer mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  2. Hebe am Standort ein Pflanzloch aus, das etwas größer ist als der Wurzelballen. Nach Bedarf kannst du anschließend eine Wurzelsperre einsetzen, um zu verhindern, dass die Minze später zu stark wuchert.
  3. Achte darauf, dass du die Mojito-Minze nicht mit langsam wachsenden Pflanzen in ein Beet setzt, da sie diese sonst schnell überwuchert.
  4. Mische die ausgehobene Erde mit etwas Humus oder Kompost.
  5. Topfe die Mojito-Minze aus und setze sie in das Pflanzloch. Fülle das Loch wieder mit dem Humus-Erde-Gemisch auf.
  6. Drücke die oberste Erdschicht leicht fest und gieße die Minzpflanze großzügig an.

Mojito-Minze im Topf kultivieren:

  1. Lass die Mojito-Minze auch bei dieser Pflanzvariante zuerst ein paar Minuten in einem Eimer mit Wasser stehen, damit sie sich vollsaugt.
  2. Wähle als Pflanzgefäß einen Topf mit mindestens zehn Litern Fassungsvermögen.
  3. Lege am Boden des Topfes eine Drainageschicht an und gib anschließend etwas torffreie Blumenerde darauf.
  4. Topfe die Mojito-Minze aus und setze sie in den neuen Topf. Fülle ihn vollständig mit Blumenerde auf.
  5. Drücke die oberste Erdschicht an und wässere die Minze ausgiebig.

Die richtige Pflege für die Mojito-Minze

Im Topf gepflanzte Mojito-Minze solltest du regelmäßig gießen und im Winter ins Haus holen.
Im Topf gepflanzte Mojito-Minze solltest du regelmäßig gießen und im Winter ins Haus holen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Auch als Hobbygärtner:in mit wenig Erfahrung kannst du dir die Mojito-Minze in den Garten holen, denn die winterharte Kübelpflanze ist sehr robust und pflegeleicht. Mit ein paar Pflege-Tipps kannst du sicherstellen, dass sich die Minze rasant vermehrt. 

  • Gießen: Weder Staunässe noch ein zu trockener Boden bekommen der Mojito-Minze gut. Vor allem im Topf solltest du sie daher regelmäßig gießen. Schlaff nach unten hängende Triebe deuten auf einen Wassermangel hin. Generell sollte die Erde nie komplett austrocknen. Gieße die Mojito-Minze im Winter am besten nur mäßig und an frostfreien Tagen. Achte außerdem darauf, dass du den Wasserstrahl nicht direkt auf die Blätter hältst, da diese sonst anfälliger für Pilzerkrankungen werden.
  • Düngen: Im Freiland benötigt die Mojito-Minze keinen zusätzlichen Dünger. Bei nährstoffarmem Boden kannst du lediglich ab und zu etwas Kompost unter die Erde mischen. Im Topf wachsende Mojito-Minze solltest du dagegen von Mai bis September regelmäßig mit einem speziellen Gemüsedünger düngen, der reich an Kalium und Stickstoff ist.
  • Schneiden: Mojito-Minze neigt zum Wuchern, weshalb du sie regelmäßig schneiden und ernten solltest. Je nach Bedarf kannst du sie zweimal jährlich im Juli und September ernten oder nur ab und zu ein paar einzelne Triebe abschneiden. Im Herbst schneidest du die komplette Mojito-Minze dann bodennah zurück.
  • Überwintern: Ausgepflanzt übersteht die winterharte Mojito-Minze Temperaturen bis zu -25 Grad Celsius ganz ohne zusätzlichen Winterschutz. Im Topf gepflanzte Minze solltest du dagegen im Winter entweder ins Haus holen oder mit Jutesäcken oder Reisig umwickeln, damit der Wurzelballen nicht erfriert. In besonders kalten Regionen kannst du im Garten wachsende Mojito-Minze ebenfalls mit ein paar Reisigzweigen oder Herbstlaub bedecken.
  • Umtopfen: Im Kübel oder Topf wachsende Mojito-Minze solltest du alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Setze sie dabei in ein etwas größeres Pflanzgefäß und versorge sie mit frischer Erde.
  • Krankheiten und Schädlinge: Mojito-Minze ist relativ robust und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. An schlecht belüfteten Standorten kann sie allerdings an Minzrost oder Mehltau erkranken.

Mojito-Minze verwenden: Alkoholfreier Apfel-Mojito

Mit Mojito-Minze kannst du dir zum Beispiel einen leckeren Apfel-Mojito ohne Alkohol mixen.
Mit Mojito-Minze kannst du dir zum Beispiel einen leckeren Apfel-Mojito ohne Alkohol mixen.
(Foto: CC0 / Pixabay / sandeepnewa)

Mojito-Minze verfeinert viele verschiedene Getränke und Cocktails, aber besonders im sommerlichen Mojito darf sie natürlich nicht fehlen. Diesen kannst du ganz klassisch mit weißem Rum zubereiten. Aber auch als alkoholfreier Cocktail schmeckt der Drink vor allem an heißen Sommertagen gut. Wir stellen dir weiter unten das Rezept für einen leckeren Apfel-Mojito ohne Alkohol vor.

  • Zubereitung: ca. 10 Minuten
  • Menge: 0,2 Liter
Zutaten:
  •  1 Limette
  •  8 Blätter Mojito-Minze
  • 1 TL Rohrzucker
  •   Crushed Ice (nach Belieben)
  • 100 ml trüber Apfelsaft
  • 100 ml Sodawasser
Zubereitung
  1. Rolle die Limette mit Druck über ein Brett und entferne anschließend ihre Enden.

  2. Halbiere die Limette und viertle die Hälften.

  3. Wasche die Minzblätter gründlich ab. Lege sie dann in deine Handinnenfläche und schlage mit der anderen Hand einmal kräftig darauf.

  4. Fülle die Limettenstücke, die Minze und den Rohrzucker in ein hohes Glas.

  5. Zerdrücke alles leicht mit einem Stößel.

  6. Fülle das Glas mit etwas Crushed Ice und gieße den Apfelsaft darüber. Gib anschließend das Sodawasser dazu.

  7. Vermische alles gründlich im Shaker und fülle noch etwas Crushed Ice ins Glas. Garniere den Mojito abschließend nach Bedarf mit einer Apfelscheibe und ein paar Minzzweigen.

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