Neapolitanische Pizza: Mit diesem Rezept gelingt sie auch zu Hause

neapolitanische pizza
Foto: CC0 / Pixabay / neciodesalida

Die neapolitanische Pizza hebt sich durch ihren speziellen Teig von anderen regionalen Varianten ab. Wir erklären dir, wodurch er sich auszeichnet und wie du zu Hause selbst neapolitanischen Pizzateig zubereiten kannst.

Pizza ist in Italien nicht gleich Pizza – je nach Region gibt es unterschiedliche Traditionen, was Belag und Zubereitung angeht. Das Urrezept für die heute bekannte Pizza Margherita stammt angeblich aus Neapel, weshalb die Stadt auch besonders stolz auf ihre besondere Backart ist. Seit 2017 steht die „Kunst des neapolitanischen Pizzabackens“ sogar auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.   

In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick über die Besonderheiten der Pizza aus Neapel und zeigen dir ein klassisches Rezept für Pizza Margherita auf neapolitanische Art. Besonders gut gelingt sie übrigens auf einem Pizzastein – wenn du keinen besitzt, kannst du sie aber auch auf dem Backblech zubereiten.  

Neapolitanischer Pizzateig: Das solltest du beachten

Neapolitanischen Pizzateig musst du besonders lange kneten.
Neapolitanischen Pizzateig musst du besonders lange kneten.
(Foto: CC0 / Pixabay / MorningbirdPhoto)

Was neapolitanische Pizza so besonders macht, ist vor allem der Teig. Aus diesem formen Pizzabäcker:innen einen dünnen, knusprigen Boden und einen luftigen, feinporigen Rand. Damit neapolitanischer Pizzateig gelingt, solltest du sowohl bei den Zutaten als auch bei der Zubereitung einige Hinweise beachten:

  • Das richtige Mehl: In Deutschland bildet häufig Weizenmehl der Type 405 die Grundlage für einen Pizzateig. Für eine traditionelle neapolitanische Pizza solltest du aber besser spezielles Pizzamehl Type 00 verwenden. Du bekommst es zum Beispiel in italienischen Feinkostläden. 
  • Der richtige Wasseranteil: Neapolitanischer Pizzateig enthält mindestens 60 Prozent Wasser – also einen höheren Anteil als andere Rezepte. Gerade deshalb ist es wichtig, das richtige Mehl zu verwenden, damit das Wasser richtig aufgenommen werden kann. Verwende außerdem unbedingt kaltes bis eiskaltes und kein lauwarmes oder warmes Wasser.  
  • Nur sehr wenig Hefe: Neapolitanische Pizza kommt mit nur einem Gramm Hefe pro Kilogramm Mehl aus. Die Hefe sorgt für die kleinen, feinporigen Luftblasen im Teig. Die sehr geringe Menge soll verhindern, dass der Teig beim Backen unkontrolliert Blasen schlägt oder zu stark nach Hefe schmeckt. 
  • Viel Geduld: Der Teig muss vergleichsweise lange geknetet werden und anschließend sehr lange ruhen, bevor er weiterverarbeitet wird. Neapolitanische Pizza lässt sich also schlecht spontan zubereiten und nimmt etwas mehr Zeit und Geduld in Anspruch. 

Darüber hinaus solltest du für Teig und Belag möglichst Zutaten in Bio-Qualität verwenden. Insbesondere bei tierischen Produkten, wie Käse, ist es wichtig, auf ein aussagekräftiges Bio-Siegel zu achten – beispielsweise das Naturland-Siegel oder das Bioland-Siegel. Diese stehen für artgerechte Tierhaltung und hohe Standards in Anbau und Produktion. Bei pflanzlichen Produkten bedeutet Bio-Qualität, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide zum Einsatz kommen dürfen.    

Neapolitanische Pizza Margherita: Traditionelles Rezept

Neapolitanische Pizza kannst du auch mit frischen Tomaten zubereiten.
Neapolitanische Pizza kannst du auch mit frischen Tomaten zubereiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / katiklinski)
  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 1440 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 20 Minuten
  • Menge: 3 Stück
Zutaten:
  • 0,5 g frische Hefe
  • 500 g Pizzamehl Type 00
  • 15 g Salz
  • 300 ml eiskaltes Wasser
  • 750 ml Tomaten-Passata
  • 4 EL Olivenöl
  •   Salz und Pfeffer
  • 1 Prise(n) Zucker
  • 375 g Mozzarella
  •   Basilikumblätter nach Belieben
Zubereitung
  1. Löse die Hefe und das Salz im Wasser auf.

  2. Schütte das Mehl in eine große Schüssel. Gib das Hefe-Salz-Wasser dazu und verknete die Zutaten mindestens 15 bis 20 Minuten lang zu einem Teig. Entweder du benutzt dazu deine Hände oder eine Küchenmaschine.

  3. Setze einen fest schließenden Deckel auf die Schüssel mit dem Teig. Wenn die Schüssel keinen Deckel hat, kannst du ein feuchtes Küchentuch darüberlegen und sie zusätzlich mit einem Teller verschließen. Lasse den Teig so mindestens zwölf Stunden bei Raumtemperatur ruhen, zum Beispiel über Nacht.  

  4. Nach zwölf Stunden sollte der Teig schon ein wenig aufgegangen sein. Um die kleinen Luftblasen im Teig nicht zu zerstören, solltest du ihn jetzt nicht erneut kneten, wie es andere Pizzarezepte nach der Ruhezeit manchmal vorschreiben. Nimm ihn vorsichtig aus der Schüssel und schneide ihn in drei gleich große Teile. 

  5. Forme die drei Teigstücke behutsam zu Kugeln und lege sie dann zurück in die Schüssel. Decke die Schüssel erneut möglichst luftdicht ab und lasse die Teiglinge erneut zehn bis zwölf Stunden ruhen. 

  6. Nach der zweiten Ruhezeit kannst du den Pizzateig verarbeiten. Rolle die Teiglinge nicht mit dem Nudelholz aus, sondern forme sie mit den Händen. Lege dazu einen Teigling auf eine bemehlte Arbeitsfläche und forme ihn von innen nach außen, sodass ein dünner Boden und ein leicht erhöhter Rand entstehen. Lege die fertig geformte Pizza auf eine Pizzaschaufel oder ein Backblech, bevor du sie belegst. 

  7. Vermenge die Passata und das Olivenöl und würze sie mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker. Reibe den Mozzarella. Wasche die Basilikumblätter.

  8. Jetzt kannst du die neapolitanische Pizza belegen. Gib dazu ein Drittel der Passata auf den Teig und verteile sie gleichmäßig. Bestreue die Pizza mit einem Drittel des Mozzarellas.

  9. Backe die Pizza im Ofen bei 250 Grad Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene. Die Backzeit kann je nach Größe der Pizza, Dicke des Randes und Leistung des Backofens variieren. Durchschnittlich dauert es etwa 10 bis 12 Minuten (mit Pizzastein) oder 15 bis 20 Minuten (ohne Pizzastein), bis die Pizza fertig ist. Nimm sie dann aus dem Ofen und garniere sie zum Schluss mit frischem Basilikum. 

  10. Verfahre mit den zwei verbliebenen Teiglingen genauso.

Variationstipps für das traditionelle Rezept

Auch mit frischen Pilzen schmeckt neapolitanische Pizza gut.
Auch mit frischen Pilzen schmeckt neapolitanische Pizza gut.
(Foto: CC0 / Pixabay / Mrdidg)

Das klassische Margherita-Rezept kannst du nach Belieben durch zusätzlichen Belag erweitern.

  • Belege die neapolitanische Pizza zum Beispiel mit Gemüse der Saison. Gut geeignet sind dafür zum Beispiel Paprika und Zucchini oder auch frische Tomaten.
  • Für eine Pizza Funghi kannst du frische Pilze hinzufügen.
  • Oder du bereitest eine Spinatpizza mit dem neapolitanischen Pizzateig zu.

Tipp: Welche Gemüsesorten gerade regional erhältlich sind, verrät dir ein Blick auf unseren Saisonkalender

Wenn du eine vegane Pizza zubereiten möchtest, kannst du ganz einfach den Mozzarella gegen ein pflanzliches Ersatzprodukt deiner Wahl austauschen. Inspirationen dafür findest du in unserem Ratgeber: Veganer Käse: die besten pflanzlichen Käse-Alternativen.

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