Paprikamark: Rezept für die Tomatenalternative

Paprikamark
Foto: Colourbox/Haivoronska_Y

Paprikamark ist eine leckere Abwechslung zu Tomatenmark und zudem histaminarm. Du kannst es genau wie Tomatenmark als Basis für Saucen, Suppen und vieles mehr nutzen.

Wer von einer Histaminintoleranz betroffen ist, verträgt Tomaten aufgrund ihres relativ hohen Gehalts an Histamin nicht. Somit fällt auch Tomatenmark als aromatische Saucen-, Marinaden-, und Dipgrundlage weg. Eine histaminarme Alternative zu Tomatenmark ist Paprikamark, denn Paprikas enthalten kaum Histamin.

Es lohnt sich, eine große Menge Paprikamark im Sommer zuzubereiten, wenn das Gemüse Saison hat und du es aus regionalem Anbau beziehen kannst. So vermeidest du CO2-intensive Transportwege aus anderen Ländern. Außerdem empfehlen wir dir, möglichst auf Bio-Qualität zu achten. Dies ist besonders bei Paprikas wichtig, denn sie gehören zu den Gemüsesorten, die oft mit Pestizidrückständen belastet sind. Mehr dazu erfährst du hier: Dreckiges Dutzend: 12 Obst- und Gemüsesorten, die du Bio kaufen solltest. Besonders die Bio-Siegel von Demeter, Naturland und Bioland können wir dir empfehlen, da sie strengere Kriterien als das EU-Bio-Siegel verfolgen.

Übrigens: Paprikamark ist ähnlich zu Ajvar, letzteres enthält aber noch ein paar weitere Zutaten und ist meist schärfer. Du kannst Paprikamark gut als Ajvar-Ersatz verwenden.

Paprikamark: So einfach kannst du es selber machen

Für Paprikamark eignen sich besonders rote Paprika, da sie einen süßlichen Geschmack mitbringen.
Für Paprikamark eignen sich besonders rote Paprika, da sie einen süßlichen Geschmack mitbringen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Brett_Hondow)
  • Zubereitung: ca. 15 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 45 Minuten
  • Menge: 1 Portion(en)
Zutaten:
  • 1 kg Paprikas
  • 1 EL Olivenöl
  • 15 g Salz
  • 1 TL Rohrohrzucker
  •   Pfeffer (nach Geschmack)
  • 1 EL Branntweinessig
  •   Olivenöl zum Konservieren
Zubereitung
  1. Wasche die Paprikas, halbiere sie und entferne den Strunk, die Samen und die weißen Innenhäute. Halbiere die Paprikahälften, sodass du nun Viertel hast. 

  2. Platziere die Paprikaviertel in einen Dämpfeinsatz für den Kochtopf oder in einen Dampfgarer mit der Haut nach oben. Koche Wasser in einem Topf auf und stelle den Dämpfeinsatz in den Topf. Dämpfe die Paprikas bei geschlossenem Deckel etwa zehn Minuten lang. Falls du einen Dampfgarer hast, dämpfe die Paprikas darin bei 100 Grad für 10 Minuten. Lass die Paprikas danach abkühlen und häute sie mit einem Messer. Wenn du weder Dämpfeinsatz noch Dampfgarer hast, kannst du Paprikas auch anders häuten: Paprika häuten: So wirst du die Schale unkompliziert los.

  3. Gib die Paprikas entweder in einen Mixer oder püriere sie mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse.

  4. Erhitze das Olivenöl in einer Pfanne und gib das Paprikapüree zusammen mit dem Salz, Rohrohrzucker und Pfeffer hinzu. Koche das Paprikapüree kurz auf und lösche es dann mit dem Branntweinessig (dieser ist der histaminärmste Essig) ab. 

  5. Reduziere die Hitze und lass das Paprikapüree bei offenem Deckel 30 bis 45 Minuten köcheln. Wichtig ist, regelmäßig umzurühren, damit das Paprikamark nicht anbrennt, wenn die Flüssigkeit immer mehr verdunstet. 

  6. Das Paprikamark ist fertig, wenn die Flüssigkeit fast vollständig verdunstet und das Püree zu einer festen Paste eingedickt ist. 

  7. Fülle das Paprikamark in sterilisierte Schraubgläser und gieße eine Schicht Olivenöl darauf. Verschließe die Gläser gut und lass sie auskühlen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst oder einfrierst. 

Tipps zur Verfeinerung und Aufbewahrung von Paprikamark

Im Kühlschrank hält sich das verschlossene Paprikamark mehrere Wochen. Wenn du es in den Gläsern oder alternativ in Eiswürfelformen einfrierst, ist es mehrere Monate haltbar. Was du beim Einfrieren in Gläsern beachten solltest, kannst du hier nachlesen: Lebensmittel einfrieren im Glas: so geht’s.

Du kannst das Paprikamark immer verwenden, wo normalerweise Tomatenmark gefragt ist: Nutze Paprikamark als Basis für eine Nudelsoße oder als Pizzabelag. Rühre es beispielsweise unter eine Gemüsepfanne mit Reis oder bereite damit einen Brotaufstrich zu, indem du es mit veganem Frischkäse vermengst. 

Das Basisrezept kannst du nach Belieben abwandeln. Füge beispielsweise Knoblauch, Kräuter oder Chilis für mehr Aroma und Schärfe hinzu. 

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