Ricciarelli: Rezept für toskanische Mandelplätzchen

Ricciarelli
Foto: CC0 / Pixabay / gate74

Ricciarelli sind ein feines Mandelgebäck aus Siena. Dort werden sie traditionell an Weihnachten gegessen. Wir zeigen dir, wie du die italienischen Mandelplätzchen selber machst und wie sie auch vegan gelingen.

Italienische Ricciarelli sind ein traditionelles Gebäck aus der Toskana, das traditionell in der Weihnachtszeit gebacken wird. Inzwischen erfreuen sich die zarten Mandelkekse aber derart großer Beliebtheit, dass sie manchmal auch außerhalb der Weihnachtszeit gegessen werden. Die hellen Mandelplätzchen erinnern an deutsche Makronen und haben einen weichen Kern. Durch die Mandeln erhalten die Kekse ein feines Marzipanaroma und kommen ganz ohne Mehl aus. Daher ist das Rezept auch bei Glutenunverträglichkeit geeignet. Traditionell sind die italienischen Ricciarelli mit Orangenschalenabrieb verfeinert.

Die Kekse kannst du auch selbst zubereiten, denn Ricciarelli bestehen aus nur wenigen Grundzutaten: gemahlene Mandeln, Puderzucker und Eiweiß. Das Eiweiß musst du zu Schnee aufgeschlagen – für die vegane Variante kannst du stattdessen Aquafaba verwenden, also abgetropftes Kichererbsenwasser. Wir zeigen dir ein klassisches Rezept für Ricciarelli mit veganer Variante.

Toskanische Ricciarelli: Das Rezept

Aquafaba lässt sich ähnlich wie Eiweiß steif schlagen.
Aquafaba lässt sich ähnlich wie Eiweiß steif schlagen.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)
  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 30 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 15 Minuten
  • Menge: 35 Stück
Zutaten:
  •  2 Eiweiß (oder je Ei 32 g Aquafaba)
  • 250 g Puderzucker
  • 1 Prise(n) Salz
  • 250 g gemahlene blanchierte Mandeln
  • 0,5 TL Backpulver
  •  1 Vanilleschote
  •   Abrieb einer Bio-Orange
  •   Puderzucker zum Bestreuen (optional)
Zubereitung
  1. Schlage das Eiweißoder das Aquafaba mit der Hälfte des Puderzuckers und dem Salz steif.

  2. Gib die fein gemahlenen blanchierten Mandeln mit dem restlichen Puderzucker und dem Backpulver in eine große Schüssel.

  3. Kratze das Mark einer Vanilleschote aus (du kannst auch Vanillezucker verwenden). Gib das Vanillemark und die abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Orange ebenfalls zu den Mandeln. Verrühre die trockenen Zutaten gründlich.

  4. Vermenge die trockenen Zutaten mit dem steif geschlagenen Eiweiß oder dem Aquafaba, bis ein fester, klebriger Teig entsteht. Lasse den Teig für rund 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.

  5. Heize den Backofen auf 150 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vor. Die niedrige Temperatur ist wichtig, denn die Plätzchen sollen schön hell bleiben. Vorheizen ist hier nötig, damit sie ihre Form gut beibehalten.

  6. Forme den Teig zu einer zwei Zentimeter dicken Rolle und stich rund drei Zentimeter breite, gleichmäßige Stücke ab. Das geht am besten, wenn du die Arbeitsfläche mit etwas Puderzucker bestäubst. Natürlich kannst du die Plätzchen nach Belieben auch größer oder kleiner portionieren.

  7. Forme die Teigportionen zu ovalen Plätzchen und setze sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes oder gut gefettetes Backblech.

  8. Backe die Ricciarelli im vorgeheizten Backofen für rund 15 Minuten. Die Plätzchen dürfen nicht braun werden und sind nach dem Backen noch sehr weich. Je nach Backofen und Größe der Plätzchen kann die Backzeit variieren. Behalte die Kekse deshalb immer im Auge.

  9. Einmal abgekühlt werden die Plätzchen fester und du kannst sie optional mit Puderzucker bestreuen. Luftdicht verpackt und kühl gelagert sind die Ricciarelli gut eine Woche haltbar. 

Ricciarelli selber machen: Tipps für die Zubereitung

Tipp: Die Mandeln kannst du zum Beispiel auch durch Haselnüsse ersetzen.
Tipp: Die Mandeln kannst du zum Beispiel auch durch Haselnüsse ersetzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Alexei_other)
  • Zutaten in Bio-Qualität: Kaufe die Zutaten für deine Ricciarelli möglichst in Bio-Qualität. So unterstützt du eine ökologische Landwirtschaft und stellst sicher, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide in dein Essen und in die Umwelt gelangen. Empfehlenswerte Bio-Siegel sind zum Beispiel die von Demeter, Naturland und Bioland.
  • Rezept abwandeln: Nach Belieben kannst du das klassische Ricciarelli-Rezept mit anderen Aromen und Gewürzen verfeinern. Sehr gut passen zum Beispiel ein paar Tropfen Bittermandelaroma oder etwas Zitronenabrieb anstelle der Orangenschale. Besonders in der Weihnachtszeit kannst du die Plätzchen außerdem mit Gewürzen wie Kardamom, Tonkabohne oder Zimt verfeinern.
  • Mandeln ersetzen: Das Rezept kannst du auch mit anderen gemahlenen Nüssen zubereiten, zum Beispiel heimischen Hasel- oder Walnüssen. Bei den Mandeln kannst du darauf achten, dass sie nicht aus Übersee, sondern europäischem Anbau stammen. So vermeidest du lange Transportwege.
  • Eigelb verwerten: Wenn du dich für die klassische Ricciarelli-Variante mit Ei entscheidest, bleibt verwertbares Eigeld übrig: Eigelb verwerten: Rezepte und Ideen.
  • Puderzucker kannst du auch selber machen, wenn du nur normalen Zucker zu Hause hast.

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