Ruby-Kakaobohne: Darum gibt es rosa Schokolade

ruby kakaobohne Ruby-Schokolade
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Ruby-Schokolade gilt als vierter Schokoladentyp und besticht mit seinem satten Pink – ganz ohne Farbstoffe. Hier erfährst du, was es mit der fruchtigen Schokolade auf sich hat.

Manche beschreiben die seit 2018 erhältliche Ruby-Schokolade als neue Schokoladensensation, denn seit gut 80 Jahren wurde nach der weißen Variante kein neuer Schokoladentyp mehr eingeführt. Ruby-Schokolade zeichnet sich durch ihre natürliche rosa Farbe und ihren beerigen Geschmack aus – ganz ohne synthetische Zusatzstoffe.

Ruby-Schokolade: Geschichte und Verwendung

Roby-Bohnen zeichnen sich durch ihre pinke Farbe aus.
Roby-Bohnen zeichnen sich durch ihre pinke Farbe aus. (Foto: CC0 / Pixabay / falco)

Entdeckt wurde die rosa Kakaobohne durch Zufall: Ein Team aus Schweizer Forscher:innen untersuchte für den weltgrößten Kakao- und Schokoladenhersteller Barry Callebaut Kakaofrüchte aus verschiedenen Anbauregionen. Dabei stießen sie auf rosafarbene Kakaobohnen, die einen fruchtigeren Geschmack aufwiesen. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit entwickelte man spezielle Verfahren, dank derer die Bohnen auch nach der Fermentierung und Röstung noch ihre charakteristische pinke Farbe aufwiesen. Zudem mengen Hersteller:innen den Bohnen Zitronensäure bei. Auch dies soll helfen, die Farbe zu erhalten. Im Gegensatz dazu färben sich die Samen der Kakaofrucht bei der klassischen Schokoladenherstellung bräunlich.

Bei der sogenannten Ruby-Bohne handelt es sich allerdings nicht um eine spezielle Kakaobohnensorte. Stattdessen kommen auch hier traditionelle Sorten wie Criollo, Trinitario und Forrastero zum Einsatz. Sie stammen aus den Kakaoanbauregionen Brasiliens, Ecuadors, Ghanas und der Elfenbeinküste. Mittels spezieller Testverfahren muss man feststellen, ob sich die jeweiligen Bohne für Ruby-Schokolade eignen.

Geschmacklich zeichnet sich die Schokolade durch ihre frische säuerliche Note aus und schmeckt beerig-fruchtig. Dagegen ist der typische Kakaogeschmack von dunkler Schokolade weniger ausgeprägt. Verwenden kannst du die Schokolade wie herkömmliche Sorten – sie eignet sich sowohl zum Naschen als auch zum Schokolieren, für leichte Mousse-Desserts oder als Backzutat. Eine leckere Rezeptidee mit Ruby-Schokolade sind zum Beispiel schnelle Ruby-Kokos-Pralinen. Das Rezept dafür findest du weiter unten.

Ruby-Schokolade kaufen: Das solltest du wissen

Ruby-Schokolade gilt als vierter Schokoladentyp neben Zartbitter-, Vollmilch- und weißer Schokolade.
Ruby-Schokolade gilt als vierter Schokoladentyp neben Zartbitter-, Vollmilch- und weißer Schokolade. (Foto: CC0 / Pixabay / 5671698)

Ruby-Schokolade ist inzwischen auch bei uns erhältlich. Du findest sie im gut sortierten Supermarkt oder im Online-Handel – sowohl in purer Form als auch als Zutat in Süßigkeiten und Riegeln.

Da die speziellen Herstellungsverfahren ein gut gehütetes Geheimnis des belgischen Schokoladenherstellers Callebaut sind, basieren Ruby-Produkte bisher ausschließlich auf der Schokolade von Callebaut. Eine Bio- oder Fairtrade-Zertifizierung, die bei Kakaoprodukten eigentlich sehr wichtig sind, gibt es nicht.

Allerdings gibt der Hersteller selbst an, nur nachhaltig produzierte Kakaobohnen zu verwenden, die im Rahmen des Cocoa-Horizon-Programms verarbeitet wurden. Eine UTZ-Zertifizierung ist laut Hersteller auf Anfrage möglich. Trotzdem kommt dies nicht an die Anforderungen und Kontrollen von Fairtrade-Siegeln heran. Wenn du Ruby-Schokolade verwenden willst, solltest du dies deshalb möglichst nur in Maßen tun und im Alltag auf Bio-Fairtrade-Schokolade zurückgreifen.

Eine vegane Ruby-Variante gibt es derzeit noch nicht. Die klassische Ruby-Schokolade von Callebaut setzt sich aus einem Kakaoanteil von mindestens 47,3 Prozent und einem Anteil an Milchtrockenmasse von mindestens 26,3 Prozent zusammen.

Ruby-Kokos-Pralinen: Ein schnelles Rezept

Achtung: Kokosmus solltest du nicht mit Kokosöl oder dem festen Teil von Kokosmilch verwechseln.
Achtung: Kokosmus solltest du nicht mit Kokosöl oder dem festen Teil von Kokosmilch verwechseln. (Foto: CC0 / Pixabay / DanaTentis)
  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 30 Minuten
  • Menge: 10 Stück
Zutaten:
  • 100 g Kokosmus
  • 50 g Ahornsirup
  • 50 g Kokosraspeln
  • 0,5 TL Salz
  • 150 g Ruby-Schokolade
Zubereitung
  1. Schmilz das Kokosmus im Wasserbad oder in der Mikrowelle (Achtung: Kokosmilch oder Kokosöl funktionieren hier nicht).

  2. Gib Ahornsirup, Kokosraspeln und Salz hinzu und vermenge alle Zutaten.

  3. Stelle die Masse für zehn Minuten ins Gefrierfach.

  4. Schmilz die Ruby-Schokolade im Wasserbad.

  5. Forme rund zehn Kugeln aus der Masse und überziehe sie mit der geschmolzenen Ruby-Schokolade.

  6. Die Kugeln kannst du luftdicht verpackt mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren.

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