Selbstmotivation: wie du deinen inneren Schweinehund überwindest

Inneren Schweinehund überwinden Selbstmotivation
Foto: CC0 / Pixabay / suju; Rhea Moutafis / Utopia

Während der eine gar keine Probleme mit Selbstmotivation hat, bereitet es anderen große Schwierigkeiten, den inneren Schweinehund zu überwinden. Wir verraten Methoden, mit denen du dich organisieren und motivieren kannst, um deine Ziele zu erreichen.

Um dich selbst zu motivieren, musst du dir vor allem im Klaren darüber werden was du wirklich erreichen möchtest. Genauso wichtig ist aber auch zu wissen, was du nicht möchtest. Wenn du deine Ziele vor Augen hast und die wichtigen von den unwichtigen Dingen unterscheiden kannst, ist der erste Schritt bereits getan.

Selbstmotivation: Aufgaben nach Wichtigkeit sortieren

Das Eisenhower-Prinzip hilft, dir einen Überblick über deine Aufgaben zu verschaffen.
Das Eisenhower-Prinzip hilft, dir einen Überblick über deine Aufgaben zu verschaffen. (Foto: Rhea Moutafis / Utopia)

Eine Methode, unnötige von notwendigen Aufgaben zu unterscheiden, beruht auf dem Eisenhower-Prinzip. So hat US-Präsident Eisenhower seine Aufgaben nach Wichtigkeit sortiert:

  1. Schreibe alle Aufgaben, die du irgendwann erledigen musst, auf eine ToDo-Liste.
  2. Zeichne ein Eisenhower-Diagramm wie im Bild. In die vier Felder trägst du dann alle Aufgaben aus der ToDo-Liste entsprechend ein.
  3. Die Aufgaben aus Feld A erledigst du am besten sofort, denn sie sind besonders zeitkritisch (Weiter unten verraten wir dir, welche Methoden dir dabei behilflich sein können).
  4. In Feld B trägst du Aufgaben ein, die zwar wichtig sind, aber nicht sofort gemacht werden müssen. Um sie nicht zu vergessen, solltest du einen festen Termin festlegen, an denen du sie erledigst.
  5. In Feld C landen alle Aufgaben, die du nicht selbst erledigen musst, sondern auch weitergeben kannst.
  6. Für Aufgaben in Feld D musst du dich nicht motivieren. Die sind einfach unnötig.

Den inneren Schweinehund überwinden: Ziele statt Aufgaben

Einen Berg zu besteigen ist immer schwer. Aber der Ausblick dafür umso lohnenswerter.
Einen Berg zu besteigen ist immer schwer. Aber der Ausblick dafür umso lohnenswerter. (Foto: Rhea Moutafis / Utopia)

Mit einer To-Do-Liste sind die anstehenden Aufgaben aber noch lange nicht erledigt. Und deren bloße Existenz reicht oft schon, anschließend nicht weiter zu machen. Wichtig ist daher, dass du dir deine gesteckten Ziele bildlich vor Augen führst.

Dein Ziel kann es zum Beispiel sein, einen Berg zu besteigen. Du stehst im Tal, aber dein innerer Schweinehund möchte lieber eine Tasse Kaffee trinken. Dann überlegst du, wie es sein wird, wenn du am Gipfel des Berges stehst: Du siehst die schneebedeckten Bergkuppen, die Wolken ziehen vorbei, die Sonne strahlt, die Luft ist klar und erfrischend – und schon stapfst du die ersten Schritte zum Gipfel hinauf.

Salami-Taktik und Gleichgesinnte spornen dich an

Wenn du eine große Aufgabe in viele kleine unterteilst, wirkt es gleich weniger schlimm.
Wenn du eine große Aufgabe in viele kleine unterteilst, wirkt es gleich weniger schlimm. (Foto: Rhea Moutafis / Utopia)

Du musst diesen wahnsinnig hohen Berg besteigen. Das ist eine Riesenaufgabe, die du in kleinere zerteilen kannst – die Strecke bis zur Weggabelung, dann bis zur Alm, das Stück durch den Schnee und der Klettersteig im Fels. Deinen inneren Schweinehund überwindest du leicht, wenn du nur das erste Stück laufen musst. Dann das zweite und so weiter.

Und wenn dein innerer Schweinehund immer noch laut wird? Nimm doch einen Freund mit auf die Bergtour! In Gesellschaft ist Selbstmotivation nicht mehr ganz so wichtig – jetzt könnt ihr euch gegenseitig motivieren.

Das Pareto-Prinzip: Perfektionismus ist ineffizient

Manchmal lohnt es sich nicht, noch 80 Prozent Arbeit für 20 Prozent Ertrag aufzubringen - das Pareto-Prinzip.
Manchmal lohnt es sich nicht, noch 80 Prozent Arbeit für 20 Prozent Ertrag aufzubringen – das Pareto-Prinzip. (Foto: Rhea Moutafis / Utopia)

Niemand ist perfekt, auch du nicht. Und selbst wenn du eine Aufgabe nicht ganz schaffst – ein Teilerfolg ist auch ein Erfolg! Um bei der Bergsteig-Metapher zu bleiben: Du hast es vielleicht nicht ganz bis zum Gipfel geschafft, deine Knie machen das nicht mit. Trotzdem bist du über die Baumgrenze gekommen und siehst ein ganz wunderbares Panorama.

Das ist ein Beispiel für das sogenannte Pareto-Prinzip: Mit 20 Prozent des Aufwands kannst du 80 Prozent der Arbeit erledigen – für die restlichen 20 Prozent benötigst du hingegen 80 Prozent des Aufwands. Oder anders gesagt: Mit dem erschöpften Knie befindest du dich auf 80 Prozent der Strecke, die du bewältigen wolltest. Die letzten 20 Prozent würden dir aber viermal so viel Mühe bereiten wie der Weg, den du bisher gelaufen bist!

Selbstmotivation durch Belohnungen

Was will dein innerer Schweinehund denn? Faulenzen, essen, schlafen, Facebook oder Instagram durch scrollen, nichts tun. Gerade willst du den Berg besteigen, aber dein innerer Schweinehund schreit nach einer Tasse Kaffee. Na gut, sagst du, den Kaffee kannst du haben. Aber nur, nachdem du den Berg bestiegen hast! Den Weg zum Gipfel träumst du vom heißen Kaffee, besonders, wenn es mal steinig wird. Und oben angelangt schmeckt der Kaffee gleich doppelt so gut.

Prime-Times und Deadlines gegen den inneren Schweinehund

Bist du morgens, nachmittags oder gar abends am produktivsten? Erledige große und schwierige Aufgaben an deiner persönlichen Prime-Time – der Tageszeit, an der du besonders leistungsfähig bist. Setze dir auch mal künstliche Deadlines: Den Gipfel willst du bis Mittag erreicht haben. Na, hast du jetzt noch Zeit für einen Kaffee vorab? Wahrscheinlich nicht.

Am Ziel angekommen: Dokumentiere und feiere deinen Erfolg

Mache Fotos, wenn du auf dem Gipfel des Berges bist. Das nächste Mal, wenn du diese ansiehst, wirst du definitiv nicht an den Kaffee denken, den sich dein innerer Schweinehund so gewünscht hat. Hinter jede erledigte Aufgabe in deinem Tagesplan oder deiner ToDo-Liste kannst du einen Haken setzen. Das Erfolgserlebnis kann dir niemand nehmen.

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