Solar Impulse: Flugzeug-Pioniere der nachhaltigen Luftfahrt

Solarimpulse Flugzeug
By Milko Vuille (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Fliegen ohne CO2-Emissionen? Das Solar Impulse Flugzeug hat bewiesen, dass es geht. Hier erfährst du die wichtigsten Fakten und Hintergründe.

Solar Impulse – Das Projekt und die Idee dahinter

Neben dem Straßenverkehr gilt vor allem der Flugverkehr als eine der größten Quellen für das klimaschädliche Kohlendioxid. Im Straßenverkehr sind bereits alltagstaugliche Elektroautos als emissionsfreie Alternative zum Verbrennungsmotor zu finden. Aber beim Flugverkehr? Hier schien es lange Zeit keine Alternativen zu den herkömmlichen Antriebsarten zu geben. Das könnte sich mit dem Solar Impulse Projekt ändern.

Hinter Solar Impulse verbirgt sich ein Flugzeugprojekt der beiden Schweizer Betrand Piccard und André Borschberg. Im Rahmen des bereits 2003 gegründeten Projektes wurden bislang zwei Solarflugzeuge entwickelt und gebaut, die ebenfalls den Namen Solar Impulse tragen. Mit dem Projekt wollten die Initiatoren beweisen, dass es möglich ist, ohne einen Tropfen Treibstoff lange Strecken auch über Nacht zu fliegen.

Ein Nachtflug mit einem solarbetrieben Elektroflugzeug bedeutet, dass ausreichend Strom gespeichert werden muss, um die ganze Nacht hindurch das Flugzeug anzutreiben.

Vom ersten Nachtflug zur Weltumrundung

Dieses Vorhaben gelang mit dem ersten Prototyp mit der Bezeichnung HB-SIA bei einem Nachtflug vom 7. auf den 8. Juli 2010 tatsächlich. Insgesamt 26 Stunden flog das Solarflugzeug am Stück, was eine Rekordleistung war. In der Folgezeit stellten die Piloten mit dem Solarflieger noch weitere Rekorde auf. Darunter der erste Interkontinentalflug eines Solar-Flugzeugs.

In den Folgejahren erfolgte der Bau des zweiten, verbesserten Flugzeugs HB-SIB. Das Ziel war es diesmal, in mehreren Etappen die Erde zu umfliegen. Start für den Flug war am 9. März 2015 in Abu Dhabi, was auch der Zielpunkt für die Erdumrundung war. Insgesamt erstreckte sich das Projekt schließlich über einen Zeitraum von 505 Tagen. Aus den geplanten zwölf wurden letztlich 17 Etappen, die jeweils von einem der beiden Chefentwickler Piccard und Borschberg geflogen wurden. Die längst Etappe von Nagoya in Japan nach Honolulu in Hawaii war 7212 Kilometer lang und dauerte insgesamt 117 Stunden und 52 Minuten. Das entspricht einer Flugzeit von vier Tagen und 21 Stunden am Stück. Am 24. Juli 2016 landete die Solar Impulse 2 wieder erfolgreich in Abu Dhabi.

Die Eigenschaften der Flugzeuge

Um ein solargetriebenes Flugzeug über so lange Zeit in der Luft halten zu können, unterschieden sich die Solarflieger von herkömmlichen Flugzeugen. Die Tragflächen hatten eine Spannweite von 72 Metern – genauso viel wie ein Boeing 747 Jumbojet. Dabei wies der Flieger mit 2,3 Tonnen nur das Gewicht eines größeren PKW auf. Auf den Tragflächen und dem Rumpf des Fliegers waren insgesamt 17.248 Solarzellen verbaut, die das Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 75 km/h antreiben und gleichzeitig die Akkus aufladen konnten.

In der Vergangenheit war Bertrand Piccard bereits durch eine Weltumrundung ohne Unterbrechung im Heißluftballon in die Schlagzeilen gekommen. Bei diesem Flug kam ihm auch die Idee, die Erde ganz ohne fossile Treibstoffe zu umrunden. Mit seinem Vorhaben wollte der Schweizer auf den viel zu hohen Ressourcenverbrauch hinweisen und beweisen, dass Alternativen bereits heute verfügbar sind, um diesen Verbrauch deutlich zu reduzieren.

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(1) Kommentar

  1. Was genau wurde jetzt bitte mit dem Spielzeug bewiesen? Dieses Flugzeug bewegt sich mit durchschnittlich 75 km/h. Also eine Spielzeugdrohne aber sicher nicht für den Transport von igend etwas geeignet. Dann wog es nur 2,3 t. Richtig. Jedes Gramm mehr und die Gefahr, dass es vom Himmel gefallen wäre, wäre zu groß gewesen. Also erneut vollkommen ungeeignet zum Transport von irgend etwas außer sich selbst.

    Ich habe nicht das Geringste gegen Projekte und mutige neue Entwicklungen. Aber dieses Flugzeug ist eine Spielzeugdrohne. Die Erfinder haben eindrucksvoll bewiesen, dass kein Solarflug möglich ist und es eben keine Alternativen zu Kerosin gibt – außer für Spielzeuge.

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