Chiasamen gibt es in fast jedem Supermarkt – Basilikumsamen sind unbekannter, haben jedoch ähnliche Eigenschaften. Teilweise findest du sie auch von weniger weit her. Das steckt in den kleinen Superfood-Samen.
Basilikumsamen kennt man bisher eher aus dem Kräutergarten und nicht als Lebensmittel. Doch die kleinen schwarzen Samen sind eigentlich ein heimisches Superfood. In asiatischen Ländern sind sie aus der Küche und als Heilmittel schon lange nicht mehr wegzudenken.
Der Grund: Sie haben in der Zubereitung ähnliche Eigenschaften wie Chiasamen und bringen zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie nicht zwingend von weit her importiert werden müssen, denn Basilikumsamen lassen sich in Europa und auch in Deutschland anbauen. Während der Hype um Chiasamen aufgrund der langen Transportwege aus Südamerika problematisch ist, stellen Basilikumsamen eine regionale und nachhaltigere Alternative dar.
Was sind Basilikumsamen?

Wie der Name bereits hergibt, sind Basilikumsamen ganz einfach die Samen der Basilikumpflanze (Ocimum basilicum). Man findet sie auch unter den Namen Sabja oder Tukmaria.
Chiasamen und Basilikumsamen im Vergleich:
- Gemeinsamkeiten: Genau wie Chiasamen haben auch Basilikumsamen die Eigenschaft, in Wasser aufzuquellen. Dabei lösen sich die Ballaststoffe aus der Schale. Das Gel, das sich dabei bildet, wirkt absorbierend, was sich wiederum positiv auf unsere Darmflora auswirkt. Du kannst beide Samenarten nahezu identisch und vielseitig in der Küche anwenden.
- Unterschiede: Basilikumsamen sehen zunächst anders aus. Sie sind komplett schwarz und länglicher, erinnern also eher an schwarzen Sesam als an die grau-runden Chiasamen. Im Geschmack sind sie etwas nussiger als Chia. Der größte Unterschied: Basilikumsamen bekommst du nicht aus Südamerika, sondern sie lassen sich auch in Europa anbauen und ernten.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile von Basilikumsamen
Basilikumsamen verdienen durchaus den Namen Superfood. In der Traditionellen Chinesischen Medizin sind sie daher bereits ein fester Bestandteil von Behandlungsprogrammen.
Sie enthalten eine Vielzahl von gesunden Inhaltsstoffen. Dazu gehören:
Eine aktuelle Studie von 2025 fasst zudem folgende Eigenschaften von Basilikumamen zusammen. Sie sind:
- antioxidantiv
- antimikrobiell
- entzündungshemmend
- unterstützend bei Behandlung von Krebs und Diabetes Typ 2
- kreislaufstärkend
Aufgrund dieser Nährwerte und Wirkung auf den Körper schreibt man den Basilikumsamen zahlreiche gesundheitliche Vorteile zu. Sie tragen zur Gesundheit der Knochen bei, unterstützen die Verdauung, verbessern die Nährstoffaufnahme, können bei Gewichtskontrolle helfen (da sie lange satt machen), senken den Blutzuckerspiegel, schützen die Schleimhäute und können durch ihren kühlenden Effekt die Körpertemperatur regulieren.
Allgemein sind die Samen gut verträglich. Bei übermäßigem Verzehr können sie als Nebenwirkung allerdings Blähungen oder Verstopfungen begünstigen.
Basilikumsamen kaufen
Im Handel findest du Basilikumsamen in Bioläden, im Reformhaus und oft in gut sortierten Drogeriemärkten. Auch in Läden mit asiatischen Lebensmitteln kannst du die Samen finden, allerdings meist nicht in Bio-Qualität und nicht unbedingt aus europäischem Anbau.
Achte darauf, nur Samen des normalen Basilikums (Ocimum basilicum), die zum Direktverzehr geeignet sind, zu kaufen. Saatgut aus einem Gartencenter könnte behandelt und dadurch mit Schadstoffen belastet sein.
Übrigens: Falls du dir diese Frage stellst – ja, aus Basilikumsamen lässt sich theoretisch auch eine Basilikumpflanze ziehen.
Basilikumsamen: Zubereitung, Verzehr und Lagertipps

In der asiatischen Küche sind Basilikumsamen bereits weit verbreitet. Sie werden als geschmacksneutrales Verdickungsmittel genutzt und finden Verwendung in Getränken, Desserts und als Topping für herzhafte Speisen.
So kannst du Basilikumsamen vorbereiten:
- Gib einen Esslöffel Basilikumsamen in ein Glas Wasser.
- Lasse die Samen quellen.
- Verwende die gelartige Masse in Rezepten deiner Wahl.
Hinweis: Die Basilikumsamen sollten mindestens 30 bis 60 Minuten lang quellen. So kannst du am besten von den Samen profitieren. Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser (250 Milliliter pro Esslöffel Basilikumsamen) zu sich zu nehmen, um Verstopfungen vorzubeugen – ähnlich wie bei Flohsamenschalen.
Du kannst auch eine größere Menge an Basilikumsamen quellen lassen und diese für ein paar Tage im Kühlschrank mit ausreichend Wasser aufbewahren. Willst du sie verwenden, gieße einfach einen Teil davon ab und füge frisches Wasser zu den restlichen Samen hinzu.
Hier haben wir noch ein paar Rezeptideen für dich gesammelt:
- Bereite einen Basilikumsamen-Pudding zu. Dabei kannst du vorgehen wie in unserem Chia-Pudding-Rezept.
- Probiere eine klassische asiatische Limonade und verwende für das Zitronen-Getränk einfach Basilikumsamen anstelle von Chiasamen.
- Wie wäre es außerdem mit der regionalen Variante eines Chia-Misu?
- Du kannst die Basilikumsamen auch im Joghurt, in Smoothies, einer Smoothie-Bowl oder als Topping für Salate nutzen.
Lagern solltest du die Basilikumsamen an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort. Fülle sie am besten in eine Dose oder in ein Schraubglas um und stelle sie in deine Vorratskammer oder in den Küchenschrank.
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