Vegane Leberwurst: Einfaches Rezept für den würzigen Brotaufstrich

Foto: Utopia / Leonie Barghorn

Vegane Leberwurst schmeckt mindestens so lecker wie das Original, ist aber gesünder und nachhaltiger. Wir erklären dir, wie du vegane Leberwurst selber machen kannst.

Leberwurst ist ein beliebter Brotaufstrich. Gesund ist die Streichwurst allerdings nicht wirklich – von Nachhaltigkeit und Tierwohl einmal abgesehen. Selbstgemachte vegane Leberwurst kommt ohne bedenkliches Natriumnitrit (Bestandteil von Pökelsalz) und andere Zusatzstoffe aus und schmeckt nicht nur Veganern.

Diese Zutaten sind besonders wichtig für vegane Leberwurst:

  • Die Basis: Gegarte Hülsenfrüchte, beispielsweise Berglinsen, Kidneybohnen oder Räuchertofu (siehe unten)
  • Etwas Essig und geschmacksneutrales Öl für Konsistenz und Geschmack
  • Gewürze: Zwiebeln (angebraten oder in Form von Röstzwiebeln), Piment, Pfeffer, Paprikapulver, Knoblauch, ein Lorbeerblatt und würzige Kräuter wie Majoran oder Thymian
  • Salz (für noch mehr Würze gegebenenfalls Sojasoße)
  • Nach Belieben etwas Tomatenmark für die Farbe und mehr Umami
  • Nach Belieben etwas Zuckerrübensirup (oder ein anderes Süßungsmittel)
  • Eine Zutat für ein feines Raucharoma: Rauchsalz, Räuchertofu oder Liquid Smoke

Tipp: Lecker ist auch vegane Leberwurst mit Apfel oder frischem Schnittlauch beziehungsweise frischer Petersilie.

Im nächsten Abschnitt erhältst du einen Rezept-Vorschlag für vegane Leberwurst, den du nach Belieben abwandeln kannst.

Vegane Leberwurst: Rezept mit Berglinsen

Vegane Leberwurst schmeckt gut auf kräftigem Brot und mit frischen Kräutern garniert.
Vegane Leberwurst schmeckt gut auf kräftigem Brot und mit frischen Kräutern garniert.
(Foto: Utopia / Leonie Barghorn)

Für ein kleines Schraubglas vegane Leberwurst brauchst du:

  • 75 g Berglinsen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • 1 EL Röstzwiebeln
  • 1-2 TL Tomatenmark
  • ca. 1 EL geschmacksneutrales Öl
  • 1 Schuss Weißwein- oder Apfelessig
  • 1/2-1 TL Zuckerrübensirup
  • einige frisch gemahlene Pimentkörner
  • frisch gemahlenen Pfeffer
  • Paprikapulver, Thymian und Majoran (getrocknet oder frisch und fein gehackt)
  • Rauchsalz

Tipp: Am besten schmeckt die vegane Leberwurst, wenn du sie einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lässt.

So bereitest du die vegane Leberwurst zu:

  1. Koche die Linsen mit dem Lorbeerblatt und zwei Prisen Salz in etwa 20 Minuten bissfest.
  2. Lasse die Linsen in einem Sieb abtropfen und vollständig auskühlen. Entferne das Lorbeerblatt.
  3. Gib die abgekühlten Linsen zusammen mit den Röstzwiebeln und den flüssigen Zutaten in ein hohes Gefäß. Püriere die Mischung, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  4. Schmecke die vegane Leberwurst mit Gewürzen und Rauchsalz ab.
  5. Fülle die Leberwurst in ein Schraubglas und bewahre sie im Kühlschrank auf. Dort hält sie sich einige Tage.

Weiterlesen auf utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(7) Kommentare

  1. Ach Leutchen,

    – vegan aber Umami (übersetzung lt. Wikipedia:„fleischig“, „würzig“ oder „wohlschmeckend“)
    – und „Selbstgemachte vegane Leberwurst kommt ohne bedenkliches Natriumnitrit (Bestandteil von Pökelsalz) und andere Zusatzstoffe aus “ aber dann Liquid Smoke als Zutat empfehlen.
    Warum muss vegetarisches oder veganes Essen immer Fleisch imitieren? Linsen (auch ohne Berg) schmecken, so man sie zubereiten kann, auch gut ohne dass man aus ihnen „Leberwurst“ macht.

  2. Liebes Milchmaedchen,
    es gibt ja unterschiedliche Beweggründe, auf Fleisch zu verichten: Tierschutz, Umweltschutz und der Schutz der eigenen Gesundheit – oder alles zusammen. Ich persönlich habe sehr gern Fleisch gegessen und es dementsprechend vermisst. Um nicht rückfällig zu werden, habe ich mehrere Monate lang viel Fleischersatz gebraucht. Meine eigene Gesundheit, Lebenmittelbezeichnungen oder unschöne Nebeneffekte (wie beispielsweise Qual-Eier in falschen Schnitzeln) waren mir dabei erst mal egal, denn mir ging es vorrangig um den Umweltschutz, dann um die Tiere und erst ganz zum Schluss um meine Gesundheit. Ich finde: Statt die Leute zu kritisieren, weil sie Fleisch zu ersetzen versuchen, sollte man ihre Erstzprodukte und -rezepte lieber an Leute weitergeben, die noch zaudern, überhaupt vegetarisch zu leben.

    Zur falschen Leberwurst: Ich bevorzuge das folgende Rezept, weil es sehr cremig, kräftig und pastetig schmeckt. Super auf jedem Brot und mit Scheibchen sauerer Gurke obendrauf:

    300g gekochte Kidney Bohnen
    1 mittelgroße Zwiebel
    1 daumengroßes Stück Margarine oder 2- 3 EL geschmacksneutrales Bratöl

    1 TL Pfefferkörner
    2 Körner Piment
    1 gestrichener TL Rosmarin
    1 gestrichener TL Majoran
    1 gestrichener TL Salbei
    1 TL Salz (oder mehr), ggf. noch etwas Rauchsalz
    1/3 Lorbeerblatt
    1 Messerspitze Muskat
    1/2 TL Zimt

    Optional: 1 EL Preiselbeeren

    Die Zwiebel würfeln und im Öl / der Margarine und mit einer Prise Salz auf kleiner Flamme braten, bis sie weich ist. Dann zu den abgetropften Bohnen geben. Beides zusammen pürieren. Die Gewürze fein mörsern und zugeben – ggf. erst mal nur einen Teil, bis die gewünschte Würz-Intensität erreicht ist. Falls ein Rest übrig bleibt, in einem Schraubgläschen aufbewahren für die nächste Portion.

    Die Pastete in saubere, flache Schraubgläser füllen. Man kann sie so auch problemlos einfrieren und über Nacht im Kühlschrank wieder auftauen. Auf diese Weise kann man auch größere Mengen der Pastete zubereiten und haltbar machen.

    Die Pastete schmeckt extralecker, wenn man noch Preiselbeeren (oder andere süße Beeren) zufügt.

  3. Sorry – aber ich kann Milchmädchen nur unterstützen! Es geht mir gehörig auf die Nerven, dass vegetarische und besonders vegane Gerichte dauernd so tun als wären sie etwas anderes: Leberwurst, Schnitzel, Hamburger. Mit dieser Heuchelei gewinnt man auf Dauer keinen Fleischesser zum Veganer. Warum auch. Der Fleischesser hat das Recht Fleisch zu essen. Genauso wie der Veganer das Recht hat kein Fleisch zu essen. Und anstatt immer ANDERE überzeugen zu wollen die EIGENE Art zu leben anzunehmen, sollte man mehr darauf hinweisen, wie bereichernd vegetarische und vegane Gerichte sein können. Was sie im übrigen immer schon waren, denn zu Zeiten meiner Eltern und Großeltern gab es viele vegetarische Gerichte, die alle gerne gegessen haben. Und einige mögen sogar vegan gewesen sein. Und die durften dann auch das bezeichnen was sie wirklich waren.

  4. Liebe Pamina,
    dass man mit Fleischersatz keinen Fleischesser zum Veganer macht, stimmt nicht, denn bei mir hat es funktioniert. Noch vor 10 Jahren, als ich bereits dringend Vegetarierin werden wollte, ist es an den gruselig schmeckenden Fleischersatzprodukten gescheitert. Heute sind sie durchaus genießbar und damit eine wunderbare Brücke in ein vegetarisches Leben – das immerhin schon besser ist als eines als Fleischesser.

    Selbstverständlich gibt es viele leckere vegane Gerichte und noch noch viel mehr vegetarische. Aber ich bin ein 70er Jahrgang und habe westfälische Wurzeln – keins der mir von Omas und Müttern überlieferten Hauptmahlzeit-Rezepte war vegan oder auch nur vegetarisch. Die einizige vegetarische Mahlzeit, die ich jahrelang kannte, war – tataa! – Miracoli. Und ich glaube nicht, dass ich damit allein war. Ich habe mich irgendwann zwar kulinarisch weiterentwickelt, aber ohne vegetarische Frikadellen und Schnitzel hätte ich den Absprung nicht geschafft. Von mir aus könnten die auch anders heißen, aber das ändert ja nichts an der erfüllten Erwartung nach Fleischgeschmack.

  5. Warum der Bezug zum Fleisch im Namen „Vegane Leberwurst“ ?
    Da ist doch weder Leber noch Wurst drin.

    Wenn ich als Metzger ne Kalbswurst verkaufe die kein Kalbfleisch enthält – da gibt’s ärger.

    Sie verstehen auf was ich hinaus will?

    Warum nennen sie ihr Produkt nicht einfach
    Brotaufstrich auf Basis von Hülsenfrüchten ?

    Das wäre ehrlich, aufrichtig.

  6. Was bin ich froh aus Süddeutschland zu stammen. Da gibt es in der „Hausmannskost“ jede Menge vegetarische Gerichte (Knödel in diversen Variationen, Fingernudeln, Kaiserschmarrn, Apfel- und Hollerkücherl, Buchteln, Powidltadschkerln, etc.).