Wasabi pflanzen, pflegen und verwenden: So geht’s

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Wasabi-Pflanzen kannst du selbst züchten und deine eigene Wasabi-Paste herstellen. Wir erklären dir, wie du Wasabi pflanzt und geben dir Tipps zu Pflege, Ernte und Zubereitung.

Wasabi ist eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblüter. Obwohl Wasabi aufgrund seiner Schärfe auch als „japanischer Meerrettich“ bekannt ist, ist er mit dem europäischen Meerrettich nicht näher verwandt. In der japanischen Küche findet vor allem die Wurzel Verwendung, aus der du eine scharfe Würzpaste herstellen kannst. Sie passt zum Beispiel zu selbstgemachtem Sushi.

Auch die auffälligen, runden bis herzförmigen Blätter der Wasabi-Pflanze kannst du essen. Ihr Aroma ist wesentlich milder als das der Wurzel und sie eignen sich gut als Zutat für Salate. 

Wasabi-Stauden werden zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Im Herkunftsland Japan wachsen sie bei kühlen Temperaturen von acht bis 20 Grad vor allem an Flussufern. Diese spezifischen Voraussetzungen gibt es in Deutschland nur bedingt. Wasabi im Freiland anzubauen, ist deshalb hierzulande kompliziert. Trotzdem kannst du Wasabi im Topf anpflanzen und ihn drinnen überwintern. 

Wasabi pflanzen: So gehst du vor

In Japan wächst Wasabi vor allem an Flussufern. Aber auch bei uns kannst du Wasabi pflanzen – im Topf.
In Japan wächst Wasabi vor allem an Flussufern. Aber auch bei uns kannst du Wasabi pflanzen – im Topf.
(Foto: CC0 / Pixabay / ara0w0ara)

Wenn du Wasabi pflanzen möchtest, hast du die Wahl zwischen Saatgut und Jungpflanzen. Wasabi-Samen kannst du im Frühjahr säen, aber sie sind oft schwer zu bekommen und wie schon beschrieben eher anspruchsvoll in der Anzucht. Empfehlenswerter ist es deshalb, auf Jungpflanzen zurückzugreifen.

Wasabi kannst du hierzulande nur im Topf pflanzen. Das liegt vor allem daran, dass Wasabi-Pflanzen trotz ihrer Vorliebe für kühlere Temperaturen nicht frosthart sind und deutsche Wintertemperaturen nicht überstehen würden. Wähle für die Jungpflanzen große Pflanzkübel mit Untersetzern aus. Wichtig ist außerdem, dass du die richtige Pflanzenerde verwendest. Sie sollte

  • nährstoffreich,
  • reich an Humus
  • und lehmig sein. 

Aus nachhaltiger Sicht solltest du außerdem torffreie Erde verwenden. Dadurch trägst du zu Klima- und Artenschutz bei, da mit der Torfgewinnung Moore zerstört werden.

Nachdem du die Jungpflanzen in die Kübel gesetzt hast, solltest du sie an einem möglichst kühlen, halbschattigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufstellen. Die Temperatur sollte dabei etwa bei 15 bis 20 Grad Celsius liegen und möglichst beständig sein.

Pflegetipps für Wasabi-Pflanzen

Halte die Erde in den Kübeln nach dem Einpflanzen deines Wasabis gleichmäßig feucht. Achte aber trotzdem darauf, dass die Wurzeln während der Wachstumsphase nicht dauerhaft stark unter Wasser stehen. Die Untersetzer der Kübel sollten immer einen Fingerbreit mit Wasser gefüllt sein. 

Im Winter solltest du die Wasabi-Pflanzen ins Haus holen und in einem kühlen dunklen Raum lagern. Temperaturen knapp über null Grad sind ideal – unter den Gefrierpunkt dürfen sie aber nicht fallen. Wenn du über einen Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus verfügst, kannst du die Jungpflanzen auch dort bei helleren Lichtverhältnissen überwintern. 

Abgesehen von regelmäßigem Gießen und der richtigen Temperatur musst du nach dem Pflanzen von Wasabi wenig beachten. Du brauchst allerdings etwas Geduld, da die Jungpflanzen nur sehr langsam wachsen. Beschleunigen kannst du den Prozess, indem du gelegentlich etwas flüssigen organischen Dünger unter das Gießwasser mischst. Kontrolliere die Pflanzen außerdem hin und wieder auf Schädlinge. Wasabi ist anfällig für Blattläuse, aber auch für Schnecken. Wie du deine Wasabi-Stauden vor diesen Pflanzenschädlingen schützen kannst, erfährst du hier: Blattläuse bekämpfen: Hilfreiche Hausmittel und Schnecken im Garten bekämpfen: Tipps und natürliche Mittel.

Wasabi nach dem Pflanzen ernten und vermehren

Wenn du deine Wasabi-Staude gepflanzt hast und sie gut gedeiht, kannst du Wasabi-Blätter ganzjährig ernten. Bis die Wasabi-Wurzeln erntereif sind, können bis zu 18 Monate vergehen. Sie haben dann eine Länge von etwa 15 Zentimetern. Die ausgewachsene Wurzel kannst du samt Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf nehmen, vom Substrat befreien und gründlich waschen. Wenn du nicht vorhast, die Wurzel sofort zu verwenden, kannst du sie in ein Glas legen, mit Wasser bedecken und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält sie bis zu vier Wochen. 

Du kannst Wasabi außerdem leicht vermehren, indem du das Wurzelrhizom in der Mitte durchtrennst. Die beiden Hälften der Wasabiwurzel pflanzt du anschließend in zwei separate Töpfe und pflegst sie wie oben beschrieben. 

Rezept: Wasabi-Paste selber machen

Wasabi-Paste ist eine klassische Beigabe zu Sushi.
Wasabi-Paste ist eine klassische Beigabe zu Sushi.
(Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen)
  • Zubereitung: ca. 5 Minuten
  • Menge: 1 Portion(en)
Zutaten:
  • 50 g Wasabi-Wurzel
  • 1 EL Reisessig
  • 1 Prise(n) Salz
Zubereitung
  1. Wasche die Wasabi-Wurzel und schäle sie.

  2. Reibe die Wurzel mit einer Küchenreibe. Verwende dazu die Seite der Reibe, deren Löcher nach außen ragen und mit stacheligen Kanten versehen sind. Alternativ kannst du den Wasabi auch im Mixer pürieren.

  3. Verrühre den geriebenen Wasabi mit Reisessig und Salz zu einer Paste. 

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