Weihnachten ohne Stress: 12 Minimalismus-Tipps

Weihanchten ohne Stress: Minimalismus-Tipps
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Die Jagd auf Geschenke ist bereits in vollem Gange, die Vorbereitung der alljährlichen Konsum-Orgie läuft? Stopp! Wir könnten dieses Jahr doch stattdessen einfach mal entspannen: Weihnachten geht auch ohne Stress. Hier sind zwölf Ideen für mehr Minimalismus an Weihnachten.

Die Adventszeit sollte eigentlich eine besinnliche, gemütliche und fröhliche Zeit sein. Das Jahresende naht, es ist Winter, wird früh dunkel, man freut sich auf die freien Tage und alles könnte ein bisschen langsamer gehen als sonst. Aber meist ist das Gegenteil wahr: Vorweihnachtszeit ist Stress.

Schließlich „müssen“ wir unbedingt für alle Freunde und Verwandten Geschenke kaufen und dekorativ verpacken, Weihnachtskarten verschicken, das Haus weihnachtlich dekorieren, mindestens zehn verschiedene Sorten Plätzchen backen, Lebkuchen und Stollen auf Vorrat kaufen, uns durch Weihnachtsmärkte und Geschäfte quetschen, möglichst viel Glühwein trinken, Weihnachtsfeiern besuchen, einen Christbaum besorgen und aufstellen, den Weihnachtsbraten kaufen und zubereiten, Weihnachtslieder singen, sich über Geschenke freuen,… und dann sind wir froh, wenn alles wieder vorbei ist.

Doch in Wahrheit müssen wir natürlich nichts von alledem. Wir können uns ganz einfach entscheiden, beim weihnachtlichen Konsumrausch und Kollektivstress nicht mitzumachen. Denn wer das ganze Jahr über bewusst konsumiert, der kann das auch an Weihnachten: Nicht jedem, den du kennst, musst du etwas schenken. Billige Ramsch-Weihnachtsdeko und strombetriebene Lichterketten braucht kein Mensch. Einen Baumarkt-Weihnachtsbaum und einen Gänsebraten an Heiligabend auch nicht. Wer es schafft, sich von all den Hollywood-geprägten Erwartungen an Weihnachten zu befreien, kann die Weihnachtszeit tatsächlich genießen.

1. Verschenke Selbstgemachtes

An alle, die keine Lust mehr haben auf teure, stressige Shopping-Touren: Weihnachten geht auch ohne Konsumwahn. Den Menschen, denen du wirklich gerne etwas schenken möchtest – und wenn du ganz ehrlich bist, sind das wahrscheinlich nicht viele – machst du mit selbstgemachten Kleinigkeiten eine Freude. Das ist persönlich und setzt gleichzeitig ein Zeichen gegen überflüssigen Konsum.

Tipp: Am wenigsten Stress hast du, wenn du deine Weihnachtsgeschenke sozusagen „in Serie“ produzierst und an mehrere Personen das Gleiche verschenken kannst – zum Beispiel Küchen-Geschenke wie Marmeladen, Brotaufstriche oder Kekse, selbstgemachten Schmuck oder Pflegeprodukte wie Peeling oder Lippenbalsam, selbst gegossene Kerzen usw.

2. Schenke Zeit

Noch minimalistischer als selbstgemachte Geschenke – und oft noch persönlicher – ist es, gemeinsame Erlebnisse zu verschenken. Denn Zeit ist für die meisten von uns das Wertvollste, was wir besitzen. Lade zu einem selbstgekochten Essen ein, verschenke eine gemeinsame Wanderung, eine private Stadtführung, deine Hilfe beim Umzug, Tickets für die Therme oder ein Konzert. Nichts davon kann im Regal verstauben.

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3. Brich aus dem Geschenke-Kreislauf aus

Wir lassen uns von dem Glauben unter Druck setzen, dass andere Leute Geschenke erwarten. Genauso unangenehm kann es aber sein, wenn man dir etwas schenkt, obwohl du das gar nicht erwartest. Um zu vermeiden, dass du überflüssigen Kram zu Weihnachten bekommst und dich dafür auch noch dankbar zeigen sollst: Erkläre deinen Freunden und Verwandten entweder ausdrücklich, dass du keine Geschenke möchtest und warum – oder aber, du sagst ihnen ganz konkret, was du dir wünschst. Das bedeutet auch weniger Stress für die Schenkenden.

4. Verschenke nur, was wirklich gebraucht wird

Der vorherige Tipp gilt auch umgekehrt: Informiere dich bei den Leuten, denen du etwas zu Weihnachten schenken möchtest, ob es etwas gibt, das sie wirklich brauchen oder wollen. So vermeidest du Geschenke, die gleich nach den Feiertagen anfangen Staub zu sammeln. Alternative: Verschenke Dinge, die sich verbrauchen, anstatt anzuhäufen, zum Beispiel selbstgemachte Lebensmittel oder Kosmetika oder Tickets für Veranstaltungen.

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5. Spenden als Geschenke

Spenden als Geschenke: z.B. von der Welthungerhilfe
Spenden als Geschenke: z.B. von der Welthungerhilfe (Foto: © Welthungerhilfe)

Hier ist noch eine Geschenk-Idee: Anstatt Gegenständen kannst du auch Spenden verschenken. Viele gemeinnützige Organisationen bieten Spendenurkunden oder Grußkarten als Geschenke an: So spendest du sozusagen im Namen des Beschenkten. Möglich ist das unter Anderem bei der Welthungerhilfe, bei Unicef, bei Ärzte ohne Grenzen, mittels Oxfam Unverpackt, bei der Deutschen Umwelthilfe und beim Deutschen Tierschutzbund.

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6. Es muss kein Weihnachts-Braten sein

Auch oder gerade an Weihnachten darf man Traditionen kritisch hinterfragen: Warum eigentlich isst „man“ an Heiligabend Gans oder Ente und kann es nicht auch etwas anderes sein? Die Zutaten für eine Gemüsetart, Risotto oder Veggie-Rouladen beispielweise muss man in der Regel nicht – wie die Weihnachtsgans – Wochen vorher bestellen und sie müssen auch nicht stundenlang im Ofen garen. Sich gemeinsam zu überlegen, was man kochen könnte und das dann auch zusammen umzusetzen (siehe oben!) ist schöner als an kulinarischen Traditionen festzuhalten. (Ideen für vegetarische Weihnachtsrezepte gibt’s z.B. bei EatSmarter oder küchengötter.de.)

Minimalismus an Weihnachten: Vegetarisches Essen
Wie wäre es mit Risotto statt Braten? (Foto: Unsplash.com / CC0)

7. Einladung nach Hause statt Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte können wunderschön sein. Sie können aber auch überfüllt und kitschig sein und ein Glühweinabend zuhause mit Freunden deutlich entspannter, als im Gedränge billigen Glühwein aus Tassen Made in China zu trinken und dabei langsam das Gefühl in den Zehen zu verlieren.

8. Kein Stress in der Küche: Gemeinsam kochen und backen

Verabschiede dich vom Ehrgeiz, ganz allein das perfekte Festmahl oder die perfekten Plätzchen hinbekommen zu müssen. Du brauchst nicht stundenlang einsam in der Küche zu stehen und dir Blasen beim Rühren zu holen, während zum 35. Mal „Last Christmas“ aus dem Radio dudelt. Koche oder backe doch dieses Jahr mal gemeinsam mit deinen Freunden, deiner Familie oder deinen Gästen. Zusammen macht das mehr Spaß und alle werden das Ergebnis der gemeinschaftlichen Mühe hinterher genießen.

Minimalismus an Weihnachten: zusammen backen und kochen
Kein Stress in der Küche! (Foto: © sasto / photocase.com)

9. Minimalistische Weihnachtsdeko: weniger ist mehr

Tatsche ist: Keiner braucht wirklich Dekorationen. Und auch wenn du gerne ein bisschen weihnachtlich dekorierst: Den Kauf von Billig-Deko-Artikeln wie es sie in Discountern und Deko-Läden gibt, kannst du dir getrost sparen. Schöner, gesünder und minimalistischer sind selbstgebastelte Dekorationen aus Naturmaterialien und Recyceltem. Und auch für den klassischen Weihnachtsbaum gibt es gute Alternativen.

10. Weniger kochen und mehr genießen

Befreie dich von der Vorstellung, du müsstest deine Gäste mit möglichst vielen verschiedenen Speisen oder Plätzchen beeindrucken. Sonst bleibt am Schluss die Hälfte übrig und landet nach den Feiertagen im Müll. Dabei ist das Entscheidende doch die gemeinsam verbrachte Zeit. Garantiert werden sich deine Gäste hinterher vor allem daran erinnern, ob es ein gemütlicher Abend war und nicht daran, ob es drei verschiedene Beilagen und zehn Sorten Plätzchen gab.

11. Teile deine Zeit: Freiwilligenarbeit an Weihnachten

Heiligabend feiert man traditionell mit einem guten Essen gemeinsam mit Familie oder Freunden. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, auf diese Weise zu feiern. Wer selbst der traditionellen Weihnachtsfeier entgehen und seine Zeit sinnvoll einsetzen möchte, kann das zum Beispiel als freiwilliger Helfer bei Feiern oder Essenausgaben für Obdachlose oder Flüchtlinge, in Altersheimen, Tierheimen oder sonstigen Einrichtungen. Informiere dich einfach mal über Möglichkeiten in deiner Nähe.

12. Hilfe anbieten und annehmen

Beides kann schwierig sein, macht die Weihnachtszeit aber unendlich viel entspannter für den Einzelnen. Um andere vom Stress zu befreien: Biete deine Hilfe an! Hilf beim Backen, Kochen, aufräumen, Baum schmücken oder wobei auch immer du kannst. Nimm auch ruhig selbst Hilfe an, wenn du Gastgeber bist, anstatt in Stress zu geraten – so können alle das Zusammensein genießen.

Weihnachten minimalistisch und entschleunigt

Mit das Wichtigste bei alledem: Zu Weihnachten ruhig mal auf die Bremse treten und entschleunigen. Die Weihnachtszeit sollte auch der Erholung und Entspannung dienen – sich hier zu stressen ist nicht sinnvoll. Auf der Website von Grüne Erde findest du 12 Tipps zur Entschleunigung.

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(20) Kommentare

  1. Dieses Jahr hatte ich keine Nerven die Innenstadt zu betreten. Ich habe drei kleine Kinder und einmal Hauptbahnhof und einem Weihnachtsmarkt haben mir gereicht. Die Menschen um mich herum waren alle gestresst, genervt und unfreundlich. Ich habe mich schnell zurückgezogen, um mir meine gute Stimmung nicht verderben zu lassen. Dann bleib ich lieber zuhause und genieße die selbst gebackenen Plätzchen bei Tee und Kakao mit den Kindern.
    Und verschenkt werden wie jedes Jahr Kalender mit Kinderfotos (eine größere Freude können wir der Verwandtschaft gar nicht machen).

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