Weltklimarat: „Das Schlimmste kommt erst noch“

Erde
Foto: CC0 / Pixabay / PIRO4D

Der Weltklimarat veröffentlicht Anfang nächsten Jahres einen neuen Bericht zu den Folgen der Klimaerwärmung. Ein erster Entwurf liegt nun vor.

Der neue Bericht des Weltklimarats IPCC verheißt nichts Gutes. Schon eine Erderwärmung von 1,5 Grad hätte gravierende Folgen auf den Planeten – wenn die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht stark sinken, erwärmt sich die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts jedoch sogar um etwa drei Grad. Der IPCC deutet an, dass die daraus resultierenden Folgen die Existenz der Menschheit gefährden könnten.

Dürren, Stürme, Hitze: Die Folgen der Erderwärmung

Momentan liegt die globale Durchschnittstemperatur etwa 1,1 Grad über dem vorindustriellen Zeitalter. Dem IPCC zufolge reicht das bereits aus, um beispielsweise in weiten Teilen der Welt Ernterückgänge um mehrere Prozent zu verursachen. Vor allem Afrika und Südamerika seien betroffen. Wenn sich die Erderwärmung fortsetzt, rechnet der Weltklimarat unter anderem mit diesen Folgen:

  • Bei einer Erwärmung von zwei Grad sind etwa 420 Millionen mehr Menschen von Hitzewellen bedroht.
  • Hungersnöte breiten sich aus – bis 2050 rechnet der IPCC mit acht bis 80 Millionen zusätzlichen Betroffenen.
  • In vielen Gegenden steigt durch den Klimawandel das Risiko für Dürren. Dem Bericht zufolge werden schon bei 1,5 Grad mehr etwa 350 Millionen Bewohner:innen von Ballungsräumen mit Wassermangel zu kämpfen haben.
  • Küstenstädte leiden zusätzlich unter häufigeren und stärkeren Stürmen sowie dem Meeresspiegel-Anstieg.
  • Vor allem ärmere Länder sind von den Folgen des Klimawandels betroffen – doch auch Europa bleibt nicht verschont. Tropenkrankheiten breiten sich aus, Überflutungen nehmen zu und Klimaflüchtlinge aus anderen Ländern könnten verstärkt in Europa Schutz suchen.

Dem IPCC zufolge ist die Welt auf solche starken Veränderungen momentan nicht vorbereitet. Zumal jeder weitere Temperaturanstieg das Risiko erhöht, dass Kipppunkte im Klima überschritten werden und irreversible Entwicklungen in Gang kommen.

Jedes Zehntelgrad zählt

Der Bericht zeigt eindrücklich, dass jedes Zehntelgrad zählt. Schon zwei Grad Erwärmung hätten gegenüber 1,5 Grad viel schwerwiegendere Folgen.

Insbesondere in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts würden radikale Klimaschutzmaßnahmen die Menschheit vor dem Schlimmsten bewahren. Damit das gelingt, ist es dem IPCC zufolge jedoch notwendig, dass wir unsere Art zu leben und zu konsumieren grundlegend ändern.

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