Wichtiges Zeichen: Physik-Nobelpreis 2021 geht in die Klimaforschung

Physik-Nobelpreis
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Der Klimawandel ist eines der wichtigsten Forschungsthemen unserer Zeit. Das zeigt auch der diesjährige Physiknobelpreis – er geht an drei Wissenschaftler, die entscheidend zum Verständnis des Klimawandels beigetragen haben.

Am fünften Oktober gab das Nobelkomitee die Preisträger des Physik-Nobelpreises 2021 bekannt. Eine Hälfte des Preises geht an die Klimaforscher Klaus Hasselmann und Syukuro Manabe, die andere Hälfte an den Physiker Giorgio Parisi. Alle drei Forscher beschäftigen sich direkt oder indirekt mit dem Klima und haben entscheidende Beiträge für die Klimaforschung geleistet:

  • Manabe entwickelte in den 1960ern die ersten Klimamodelle und konnte damit zeigen, dass sich die Erdoberfläche erwärmt, wenn der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ansteigt.
  • Der Hamburger Klimaforscher Hasselmann konnte in den 1980ern mit einem von ihm entwickelten Modell erstmals den anthropogenen Einfluss auf das Klima von natürlichen Schwankungen trennen. So wies er nach, dass der anthropogene Klimawandel existiert.

Manabe und Hasselmann gelten durch ihre Erkenntnisse und die von ihnen entwickelten Modelle als wichtige Pioniere der Klimaforschung.

Das Klima ist ein komplexes System mit unzähligen Komponenten, die sich gegenseitig beeinflussen. Der Physiker Parisi hat entscheidend zur mathematischen Beschreibung solcher komplexer Systeme beigetragen. Er hat sich zwar eher mit Phänomenen auf der atomaren Ebene beschäftigt aber seine Arbeit ist auch für die Klimaforschung interessant.

Schon gewusst? Bereits im 19. Jahrhundert errechnete der schwedische Physiker Arrhenius, dass die Temperatur auf der Erde ansteigt, wenn sich mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre befindet.

Wichtiges Signal vor Klimagipfel in Glasgow

Der deutsche Klimaforscher Hasselmann hat erstmals den anthropogenen Klimawandel nachgewiesen.
Der deutsche Klimaforscher Hasselmann hat erstmals den anthropogenen Klimawandel nachgewiesen. (Foto: CC0 / Pixabay / Pixource)

Die Verkündung des Physik-Nobelpreises kommt womöglich genau zur richtigen Zeit – denn in einigen Wochen findet die Weltklimakonferenz in Glasgow statt. Im Vorfeld des Klimagipfels gab es Kritik an den bisherigen Klimaschutzmaßnahmen der Weltgemeinschaft. Kaum ein Staat tut genug, um das 1,5-Grad-Ziel von Paris zu erreichen.

Daran wird der Nobelpreis so schnell vermutlich nichts ändern. Er verhilft dem Klimawandel jedoch in einem entscheidenden Moment zu medialer Aufmerksamkeit. Das Nobelkomitee hat mit seiner Entscheidung zudem nochmal unmissverständlich deutlich gemacht, dass der Klimawandel real und menschengemacht ist. Wer den anthropogenen Klimawandel leugnet, hat dafür keinerlei wissenschaftliche Belege.

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