Xylit-Bonbons selber machen: Zuckerfrei und zahnfreundlich

Xylit-Bonbons mit Johannisbeerpulver haben eine goldene Bernsteinfarbe.
Foto: Denise Schmucker / Utopia

Xylit-Bonbons sind eine tolle Alternative zu zuckerhaltigen Lutschbonbons: zuckerfrei, zahnfreundlich, und dabei angenehm minzig-süß. Wir zeigen dir, wie du Xylit-Bonbons selber machen und variieren kannst.

Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der schon lange als Süßungsmittel für Kaugummi oder Zahnpasta verwendet wird. Laut AOK eignet er sich besonders gut dafür, weil er kein Karies verursacht und sogar die Zähne vor säurebedingter Entkalkung schützt. Außerdem enthält er nur etwa halb so viele Kalorien wie herkömmlicher Zucker.

Also genau das Richtige für dich, wenn du zahnschonend und kalorienarm naschen möchtest. Wir zeigen dir, wie du Xylitbonbons aus nur zwei Zutaten selbst herstellst und wie du sie variieren kannst.

Tipps zu Zutaten und Hilfsmitteln

  • Xylit wird oft auch Xylitol oder Birkenzucker genannt. Das ist immer derselbe Stoff, wird aber nicht ausschließlich aus Birken gewonnen. Für den industriellen Gebrauch kommt Xylit mittlerweile hauptsächlich aus Mais, anderen Holzsorten oder sogar Stroh.
  • Kaufe hochwertigen Xylit: Am besten fair angebauten Bio-Xylit, wie den vom Avocadostore**. Dieser wird aus Mais gewonnen.
  • Bonbons aus Birkenzucker sind perfekt, um sie nach einer Mahlzeit als Nachspeise zu lutschen, denn sie können Plaquebildung verhindern.
  • Den Geschmack kannst du mit ätherischen Ölen variieren. Du erhältst eine gute Auswahl an ätherischen Bio-Ölen beim Avocadostore**. Achte darauf, dass die Öle zum Verzehr geeignet sind.
  • Statt die Bonbons wie im Rezept in ein „Brett“ zu gießen und dann in kristallartige Stücke zu brechen, kannst du die erhitzte Masse in Schritt vier auch in eine geeignete Silikonform gießen. So bekommst du Bonbons in allen möglichen Formen, wie zum Beispiel auf Amazon**.
  • Wiederverwendbare Silikonmatten, wie die von Waschbär**, sind nicht nur für Xylit-Bonbons eine gute Alternative zu Backpapier. Du kannst sie ohne Fett oder Öl zum Backen verwenden. Tipp: Bevor du dir eine solche Matte zulegst, denk darüber nach, ob sich der Kauf für dich auch lohnt. Wenn du sie nur ein oder wenige Male benutzen wirst, dann leih dir besser eine von eine:r Freund:in. Du kannst auch auf recyceltes Backpapier zurückgreifen, zum Beispiel beim Avocadostore**.
  • Xylit selbst ist praktisch unbegrenzt haltbar, verliert aber mit der Zeit an Geschmack. Deine Bonbons sollten also je nachdem, was du hinzugefügt hast, mehrere Monate haltbar sein – wenn du sie bis dahin nicht schon längst aufgegessen hast.

    Zahnschonende Xylit-Bonbons: Ein einfaches Rezept

    Die Xylit-Bonbons kannst du einfach auseinanderbrechen, damit sie eine natürliche Splitterform haben.
    Die Xylit-Bonbons kannst du einfach auseinanderbrechen, damit sie eine natürliche Splitterform haben.
    (Foto: Denise Schmucker / Utopia)
    • Zubereitung: ca. 15 Minuten
    • Ruhezeit: ca. 180 Minuten
    • Menge: 40 Stück
    Zutaten:
    • 100 g Xylit
    • 20 Tropfen ätherisches Öl
    Zubereitung
    1. Schmilz den Xylit in einem kleinem Topf bei mittlerer Temperatur.

    2. Gib das ätherische Öl dazu, nach dem deine Bonbons schmecken sollen. Bonbons ohne zugegebene Öle schmecken genauso süß und frisch wie Xylit eben auch. Selbstverständlich kannst du die Öle je nach Geschmack auch mischen.

    3. Xylit mit Hagebuttenpulver oder Kakao ergeben verschiedene Bonbon-Farben.
      Foto: Denise Schmucker / Utopia

      Verteile die Mischung auf nachhaltigem Backpapier oder einer Alternative davon. Achte darauf, dass du es nicht zu dünn verteilst, weil die Bonbons sonst später leicht zersplittern.

    4. Das wieder erhärtete Xylit lässt sich in mundgerechte Bonbon-Splitter brechen.
      Foto: Denise Schmucker / Utopia

      Lasse die Xylitmischung mehrere Stunden oder über Nacht abkühlen. Dann kannst du sie aus der Form drücken oder das Brett in kleine mundgerechte Stücke brechen.

    Tipps, um Farbe und Geschmack zu variieren

    Indem du pulverförmige Lebensmittel dazumischst, ergeben sich auch ohne Öle verschiedene Geschmacke.
    Indem du pulverförmige Lebensmittel dazumischst, ergeben sich auch ohne Öle verschiedene Geschmacke.
    (Foto: Denise Schmucker / Utopia)
    • Farbe: Wenn du die Bonbonmasse anmischst, kannst du ungiftige und geschmacklose Farbstoffe beimischen. Wir empfehlen dir Kurkumapulver für Gelb, Johannisbeer- oder Hagebuttenpulver für Rot, oder Matcha für Grün. Die bekommst du alle beim Avocadostore**. Sie beeinflussen je nach Pulver auch den Geschmack. Achte also darauf, dass diese Aromen zu den Ölen passt, die du benutzt.
    • Geschmack: Mische in Schritt drei auch mit den ätherischen Ölen drauf los und finde heraus, was dir schmeckt. Klassische Kombinationen bestehen oft aus einer Zitruskomponente, wie Mandarine, und einer würzigeren Komponente, zum Beispiel Zimt.

    Welche Vorteile hat Xylit?

    Xylit ist ein sogenannter Zuckeralkohol – diese verstoffwechselt der Körper ohne Insulinausschüttung, sodass der Birkenzucker den Blutzucker nicht erheblich erhöht. Deshalb eignet sich Xylit auch gut als Zuckerersatz für Diabetiker:innen.

    Übrigens: Mit herkömmlichem Trinkalkohol haben Zuckeralkohole nichts zu tun.

    Zwei weitere beliebte Vorteile von Birkenzucker: Er ist nicht kariesfördernd. Ihm sagt man stattdessen sogar nach, dass er die Zahngesundheit fördert. Wenn man Xylit statt Zucker konsumiert, soll sich weniger Zahnbelag bilden, er bremst wohl das Wachstum von Kariesbakterien und schützt laut AOK die Zähne vor säurebedingter Entkalkung. Zusätzlich hat Xylit nur etwa die Hälfte der Kalorien von Haushaltszucker. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bewertet Xylit als akzeptablen Zusatzstoff und weist lediglich darauf hin, dass es bei übermäßigem Verzehr abführend wirken kann.

    Achtung: Xylit ist für Hunde und andere Haustiere hochgiftig. Katzen zählen übrigens nicht dazu. Achte darauf, dass nichts herunterfällt, das die Tiere verschlucken könnten.

    Um noch tiefer in das Thema einzutauchen, kannst du hier Wissenswertes über den Zuckeraustauschstoff Xylit erfahren.

    Weiterlesen bei Utopia.de:

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