Mehr als nur Deko: 13 kreative Ideen für mehr Grün in der Wohnung

Foto: © knottybloom, ndtvgoodtimes / Instagram; "Terrarium at 2013: A Plant Odyssey" von brewbooks unter CC-BY-SA-2.0

Zimmerpflanzen machen doppelt Sinn: Sie lassen deine Wohnung lebendig wirken – und viele Pflanzen sind außerdem richtig gut für das Raumklima.

Efeu, Aloe Vera, Ficus – erstaunlich viele Zimmerpflanzen spenden Feuchtigkeit oder filtern sogar Schadstoffe aus der Luft. Das ist ein guter Grund, deine Wohnung mit vielen Zimmerpflanzen auszustatten, aber kein Grund, sie einfach lieblos in die Ecke zu stellen und dort verstauben zu lassen. Wir zeigen Ideen, wie du Grünpflanzen kreativ in Szene setzen kannst.

Diese Pflanzen verbessern die Raumluft

Trockene Raumluft ist vor allem im Winter ein Problem. Bestimmte Zimmerpflanzen können dem zumindest ein wenig entgegenwirken. Prinzipiell geben Pflanzen, die viel Wasser brauchen, auch viel Wasser an die Luft ab. Besonders viel Feuchtigkeit spenden zum Beispiel Papyrus-Pflanzen, Farne und Zyperngras, aber auch Grünlilie, Einblatt und Zimmerlinde.

Andere Pflanzen verbessern das Raumklima, indem sie verschiedene Schadstoffe aus der Luft filtern – zum Beispiel Ausdünstungen von Möbeln, Bodenbelag, Wandfarben oder Zigarettenrauch. Die NASA hat im Rahmen einer Studie zur Luftreinigung in Raumstationen eine Liste luftreinigender Pflanzen zusammengestellt. Besonders viele Schadstoffe beseitigen unter anderem Efeu, Einblatt, Bogenhanf, Efeutute, Große Flamingoblume, Steckenpalme, Drachenbaum, Grünlilie, Ficus und Philodendron.

Auch Pflanzen im Schlafzimmer sind eine gute Idee. Bestimmte Zimmerpflanzen eigenen sich hierfür besonders gut („CAM-Pflanzen“): Anders als die meisten Pflanzen verwandeln sie auch nachts Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff. Dazu gehören zum Beispiel Aloe Vera, Bogenhanf, Kakteen, Orchideen und andere Sukkulenten. Achtung: Wenn du Pflanzen im Schlafzimmer stehen hast, solltest du unbedingt auf richtiges Lüften achten, da viele Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen (siehe oben).

Und in der Küche sind Kräuter eine gute Idee. So hast du nicht nur immer frische Kräuter zum Kochen oder für Salate, sondern auch lebendiges Grün für’s Auge.

So setzt du deine Zimmerpflanzen in Szene

Hängepartie: Makramee-Blumenampel

Efeu macht sich in fast jeder Wohnung gut: Er kann Schadstoffe wie Formaldehyd, Benzol und Toluol aus der Luft entfernen, braucht nicht viel Licht und ist auch sonst recht unkompliziert. Allerdings kann er für Katzen und Kleinkinder giftig sein.

Hängende Blumentöpfe sparen Platz, und sind gleichzeitig schicke Blickfänger – egal, ob sie mitten im Raum, an der Wand oder n Möbelstücken angebracht sind. Voll im Trend sind derzeit Makramee-Hängetöpfe. Wir zeigen dir hier, wie du mit der Knüpftechnik Blumenampeln & Co. selber machen kannst: DIY: Makramee-Blumenampel selber machen.

Schlichte Eleganz: Bogenhanf

Zimmerpflanzen: Bogenhanf
Elegant, pflegeleicht, luftreinigend: Bogenhanf (Sansevieria) (Foto: "Sansevieria trifasciata" von Bryan Debus unter CC-BY-ND-2.0)

Bogenhanf oder Sansevieria gilt als ideale „Büropflanze“ – weil er eine sehr pflegeleichte Zimmerpflanze ist und gleichzeitig die Luft verbessert. Bogenhanf kann unter anderem Benzol und Formaldehyd aus der Luft filtern. Damit ist er in deiner Wohnung genauso nützlich wie im Büro. Zudem eignet Sansevieria sich gut als Pflanze im Schlafzimmer: Die Grünpflanze nimmt nachts Kohlenstoffdioxid auf und gibt Sauerstoff ab.

Tipp: Grünpflanzen wie Bogenhanf mit geraden, symmetrischen Blättern wirken besonders elegant in ganz schlichten schwarzen oder weißen Blumentöpfen.

In Szene gesetzt: ein eigener Stuhl

Auch Einblatt (Spathiphyllum, Blattfahne, Friedenslilie) gehört zu den Pflanzen, welche die Luft in deiner Wohnung verbessern.

Elegante, auffallende Zimmerpflanzen wie Einblatt kannst du gut in Szene setzen, indem du sie auf einem eigenen Stuhl, Hocker oder Tischchen platzierst.

Für wenig Platz: Mini-Sukkulenten

Zimmerpflanzen: Sukkulenten
Braucht wenig Platz, sieht gut aus: Mini-Sukkulenten im Terrarium (Foto: "Terrarium at 2013: A Plant Odyssey" von brewbooks unter CC-BY-SA-2.0)

Auch in der kleinsten Wohnung bringst du dekorative Pflanzen unter – zum Beispiel winzige Sukkulenten in Glasschalen, alten Goldfischgläsern oder Terrarien.

Sukkulenten sind sehr beliebte, weil überwiegend pflegeleichte und gleichzeitig dekorative Zimmerpflanzen – dazu gehören zum Beispiel Kakteengewächse, Agavengewächse, Dickblattgewächse, Hauswurz, Steinbrechgewächse, Pfeffergewächse und Orchideen. Die meisten Sukkulenten nehmen nachts Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf, sie eignen sich daher auch gut als Pflanzen im Schlafzimmer. Viele Tipps zur Pflege findest du hier.

Schön aufgeräumt: Pflanzen-Regal

Ein schönes Wandregal setzt deine Zimmerpflanzen in Szene und spart gleichzeitig Platz. Klappt allerdings nur, wenn alle Pflanzen in etwa die gleichen Licht- und Wärmebedürfnisse haben und nicht zu groß sind – zum Beispiel mit unterschiedlichen Sukkulenten wie Aloe Vera und Kakteen.

Für Geduldige: Bonsai

Zimmerpflanze: Ficus-Bonsai
Einen Bonsai zu formen braucht viel Zeit, Geduld und Geschick. (Foto: "Ficus Bonsai no. 1" von Bryan Debus unter CC-BY-ND-2.0)

Einen Bonsai zu pflegen und zu formen ist eine echte Kunst – und braucht viel Geduld. Ein Bonsai braucht manchmal Jahrzehnte, bis er genau die gewünschte Form hat. Die Mini-Bäumchen eignen sich daher nicht für jeden. Wenn du aber Lust, Zeit und Geduld hast, dich um einen Bonsai zu kümmern, ist er eine ganz besonders auffallende und dekorative Zimmerpflanze.

Bonsais können alle möglichen Bäumchen und Pflanzen sein – vom Ahorn bis zum Efeu. Ficus-Bäumchen wie dieser haben den Vorteil, dass sie die Raumluft verbessern, denn Ficus Benjamina kann Formaldehyd, Toluol und Xylole aus der Luft entnehmen.

Einfach mal hängen lassen

Die Efeutute gehört zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen, du kannst sie jederzeit aus Trieben vermehren (einfach einen Trieb in ein Glas Wasser stellen und sobald sich kleine Wurzeln zeigen einplanzen), sie wächst schnell – und sie reinigt die Luft. Die Efeutute kann viele Schadstoffe – darunter Formaldehyd, Benzol und Trichlorethen – aus der Luft filtern. Allerdings kann sie für Katzen giftig sein.

Zimmerpflanzen mit langen, hängenden Trieben wie die Efeutute sehen besonders hübsch aus, wenn du sie an einer Wand, in einem Hängetopf oder auf einem Regal platzierst, so dass sie Platz hat, zu wachsen. Mit mehreren Töpfen nebeneinander kannst du so eine richtige grüne Wand kreieren.

Für Faule: Kakteengarten

Zimmerpflanzen: Kakteen, Sukkulenten
Anspruchslos und dabei dekorativ: Kakteen. (Foto: " DIY Wood Grain Mod Podge Glitter Pot" von Stacie unter CC-BY-SA-2.0)

Kakteen sind bekanntlich schwer totzukriegen und überleben daher auch, wenn du keinen grünen Daumen hast. Allerdings kann so ein einsamer, verstaubter Kaktus ziemlich traurig wirken. Wenn du ein paar Kakteen und andere Sukkulenten verschiedener Größe zusammen stellst – zum Beispiel so wie hier in bemalten Töpfen und upgecycelten Pflanzbehältern – ist das ganz anders: Jetzt hast du einen kleinen, bunten Kakteengarten, der gut aussieht und sehr wenig von dir dafür verlangt.

Aloe Vera in schlichten Tontöpfen

Aloe Vera ist eine Heilpflanze – bei Bedarf kannst du eines der dicken, fleischigen Blätter abscheiden und direkt auf eine Wunde oder Hautreizung reiben oder Salben daraus machen. Außerdem gehört Echte Aloe zu den Pflanzen, die nachts Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandeln. Damit eignen sich Aloe Vera-Pflanzen gut für fast jede Wohnung und vor allem fürs Schlafzimmer. Sie haben es gerne hell und brauchen nicht viel Wasser.

Gute Idee: In schlichten Ton- oder Terrakotta-Töpfen kommt Aloe Vera und ähnliche Pflanzen besonders gut zur Geltung.

Alles im Kasten?

Zimmerpflanzen: Grüne Wand
Blickfang: Lebendige Wände. (Foto: Deavita.com unter CC-BY-ND-3.0)

Sieht sehr schön aus, ist aber mit etwas Arbeit verbunden: Mit bepflanzen Holzkästen kannst du dir eine lebende, grüne Wand basteln. Das Funktioniert übrigens auch einfacher als hier mit einem Holzblumenkasten und Hängepflanzen. Farne zum Beispiel machen sich sehr gut an der Wand – nur beim Gießen solltest du ein bisschen vorsichtig sein …

Steiler Aufstieg: Klappleiter

Wenn du etwas mehr Platz hast, ist eine (alte) Klappleiter eine sehr schöne Art, deine Topfpflanzen zu präsentieren. Einfach Bretter auf die Stufen legen und Pflanzen in Töpfen oder sonstigen Pflanzbehältern darauf abstellen, wer möchte platziert noch etwas Deko dazwischen. Wähle am besten Pflanzen, die ähnliche Bedüfrnisse haben, was Licht und Temperatur angeht – und die nebenbei noch die Luft in deiner Wohnung verbessern (siehe oben).

Essbare Pflanzen für die Küche

Sie tun zwar wenig für das Raumklima, können aber trotzdem mehr als gut aussehen: Eine Auswahl verschiedener Kräuterpflanzen in der Küche versorgt dich immer mit frischen Gewürzen. Mit etwas Fantasie und Geschick lassen sich viele kreative Möglichkeiten finden, wie du deine Kräuter praktisch und gleichzeitig dekorativ platzierst. Zum Beispiel wie hier mit Holzbrettern, Schraubgläsern und Metalklammern.

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Habt ihr noch mehr Ideen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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