Rewe: Eier ohne Kükenschreddern und Schnabelkürzen ab sofort deutschlandweit

Fotos: REWE; CC0 Public Domain / Pixabay - SanduStefan

Bei Rewe gibt es ab sofort deutschlandweit Eier zu kaufen, bei denen auf zwei grausame Praktiken der Eierindustrie verzichtet wurde: Den Legehennen werden die Schnäbel nicht gekürzt, außerdem werden die männlichen Küken am Leben gelassen.

Update [Juni 2019]: In diesen Supermärkten gibt es Eier ohne Kükenschreddern

In zwei Bundesländern gibt es die Eier der Marke „Spitz & Bube“ schon seit 2016 vergangenen Jahr zu kaufen – jetzt weitet Rewe das Angebot bundesweit aus. Das Besondere an diesen Eiern: Die Tierproduzenten verzichten darauf, die Schnäbel der Legehennen zu kürzen. Außerdem dürfen die männlichen Küken am Leben bleiben – normalerweise werden sie geschreddert.

Die männlichen Küken sind nämlich nicht gewinnbringend: Sie legen keine Eier und setzen nicht genug Fleisch an, sodass sich eine Aufzucht als Masthuhn wirtschaftlich nicht lohnt. Jedes Jahr werden deshalb in Deutschland Millionen männliche Küken geschreddert.

Rewe will die Haltungsbedingungen verbessern

In der konventionellen Eierproduktion werden Legehennen auf engstem Raum gehalten. Damit sie sich nicht gegenseitig verletzen oder totpicken, kürzen die Züchter ihre Schnäbel – für die Hennen ist das sehr schmerzhaft.

Rewe will sich davon nun Schritt für Schritt entfernen. Schon seit vergangenem Jahr waren die „Spitz & Bube“-Eier in Rewe-Filialen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erhältlich. Nachdem die Testphase erfolgreich war und die Eier bei den Kunden offenbar gut ankamen, gibt es sie ab sofort deutschlandweit in allen Rewe-Märkten zu kaufen.

Bald größeres Angebot bei Rewe

Bislang sind die „Spitz & Bube“-Eier allerdings nur als Freilandeier zu haben. Dabei soll es jedoch nicht bleiben: Ab Anfang September will Rewe „Spitz & Bube“-Eier in Bio-Qualität in 200 Märkten in Bayern anbieten. In Thüringen und Sachsen soll es entsprechende Bodenhaltungseier geben.

Darüber hinaus unterstützt Rewe derzeit Forschung zu einem Verfahren, mit dem das Geschlecht des Huhns schon im Ei bestimmt werden soll. Steht fest, dass ein Küken in einem Ei männlich wird, soll es gar nicht erst ausgebrütet werden – das industrielle Kükentöten soll damit ein Ende finden. Mehr Informationen dazu in unserem Beitrag „Das Kükenschreddern könnte in wenigen Jahren vorbei sein“.

Rewe ist nicht allein

Seitdem die erschreckenden Haltungsbedingungen in der Eier- und Geflügelindustrie immer mehr ans Licht kommen, versuchen verschiedene Initiativen Wege zu finden, vor allem das Kükenschreddern zu umgehen. Der Bio-Supermarkt Alnatura bietet deutschlandweit auch Eier von Legehennen an, deren männliche Geschwister weiter aufgezogen werden. Gleiches gilt für dieregionalen Bio-Supermarktketten  SuperBioMarkt und BioCompany.

Utopia meint: Kükenschreddern ist eine Praxis, die man als bewusster Konsument nicht hinnehmen kann und es ist gut, dass Rewe ein Zeichen dagegen setzt. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass auch die „Bruder-Hähne“, die nun mit aufgezogen werden, Nutztiere sind. Sie dürfen ein paar Wochen länger leben als bisher, werden aber am Ende auch getötet. Wer gegen Kükenschreddern ist, sollte das zum Anlass nehmen, unseren Umgang mit Tieren als Produkte insgesamt zu hinterfragen.

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(64) Kommentare

  1. Welch eine Doppel-Moral. – Warum ist es so viel besser, kleine süße Küken vom Schreddern zu verschonen als sie erst eine Weile zu quälen und dann doch – nach viel zu kurzem Leben – zu töten? Da denkt doch niemand wirklich an das Wohl der Tiere, sondern verfällt den Märchen der Eier-Lobby.
    Nein, es geht Bio-Hühner auch nicht grundsätzlich wirklich besser. Und nein, in Eiern ist nicht das meiste Eiweiß drin! Doch, ohne Eier-Konsum kann man auch prima leben (und hat solche Probleme, die komische Konstrukte wie „Bruderküken“ hervorbringen, erst gar nicht!).

  2. Es geht in der Tat nicht nur um das Wohl der Tiere, aber auch nicht um das der Eier-Lobby, sondern es geht auch um das Prinzip, Lebensmittel nicht zu schreddern und dadurch zu verschwenden.

  3. „Tiere sind für Dich also also genau das Gleiche wie Brötchen?“
    Auf die Schnapsidee einer solchen Unterstellung muss man erst mal kommen. :-))

  4. Zumindest habe ich ein Problem damit, wenn Tiere ohne Nutzen getötet werden.
    Wenn es um den Nutzen der menschlichen Ernährung habe ich damit so wenig Probleme, wie wenn ein Fuchs ein Huhn tötet.
    Allerdings nur, wenn es nicht mein Huhn ist…
    Und jetzt darfst Du mir Doppelmoral unterstellen.
    Ist ja auch besser, als gar keine Moral. 😉

  5. Es geht doch vor allem darum, dass das Töten der niedlichen und flauschigen Küken die Leute mehr stört als das Töten von etwas grösserern, nicht mehr flauschigen Jungtieren.
    Und wenn wir schon von Lebensmittelverschwendung reden: Die Legehennen werden nach gut einem Jahr getötet und in den meisten Fällen in Biogas verwandelt, weil sie niemand mehr essen will.

  6. „Nein, es geht Bio-Hühner auch nicht grundsätzlich wirklich besser.“
    Dafür hast Du sicher stichhaltige Belege, die Du mit uns teilen kannst?

  7. @WernerMax:
    1. Wenn jemand schreibt: „sondern es geht auch um das Prinzip, Lebensmittel nicht zu schreddern und dadurch zu verschwenden“, dann lese ich daraus, dass lebende Wesen „Lebensmittel“ sind und frage nach. – Mit Schnaps hat das nichts zu tun.
    2. Zur Haltung von Bio-Hühnern gibt es zahlreiche Dokumentationen. Einfach mal googlen. Oder morgen um 21:45 Uhr ARD einschalten:
    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/exclusiv-im-ersten-die-eierluege-trailer-video-100.html

  8. „… dann lese ich daraus…“
    Dann wird es aber allerhöchste Zeit, an deiner Lesekompetenz zu arbeiten.
    „Zur Haltung von Bio-Hühnern gibt es…“
    Wenn in diesem Zusammenhang betrogen wird, dann sind das eben auch keine Bio-Hühner, und wir reden von Betrug und nicht von Bio. Also, wo ist dein Beleg?

  9. „dann lese ich daraus, dass lebende Wesen „Lebensmittel“ sind und frage nach.“
    Wir reden von geschredderten Küken, bei denen es sich wohl kaum mehr um lebende Wesen handelt.
    Und wenn Lebewesen getötet werden, dann sollten sie auch als Lebensmittel verwertet werden.

  10. @WernerMax: Googlen ist schwierig?
    Wenn Du Dich wirklich informieren möchtest, dann lies es doch einfach selber nach. Es gibt unzählige Quellen. – Auch die Google-Bildersuche liefert viele interessante Ergebnisse.

    @Maria_L: Die Tiere hätten aber sicherlich lieber ein glückliches, langes Leben. Ist das für Sie nicht nachvollziehbar?

  11. Rede keinen Stuss. Es ist einzig und allein deine Sache, deine Behauptungen zu belegen. Punkt.
    Aber nachdem Du jetzt schon so viel Aufwand getrieben hast, um den heißen Brei herum zu schreiben, ist wohl davon auszugehen, dass Du schlicht und einfach keine stichhaltigen Belege hast.

  12. Die Intention Ihnen die Wahl der Quelle zu überlassen kann ich nachvollziehen – diese Art von Diskussion dreht sich fast immer im Kreis. Wenn Sie die Thematik interessiert, können Sie Sich in der Tat selber ein umfassenderes Bild machen, es gibt genügend Quellen. Tierhaltung wird zu recht kontrovers diskutiert es handelt sich schließlich um Lebewesen mit allem was an Empfindungsfähigkeit dazu gehört. Es ist zu dem nur logisch, das dem Tierwohl das wirtschaftliche Interesse entgegensteht – dies ist nicht in allen Punkten konträr, aber in sehr sehr vielen. Wenn man die gesamten Umstände der Nutztierhaltung bedenkt (Bio hin oder her), stehen die positiven Merkmale in keiner Relation zu den negativen. Wie würden sie über Tierhaltung und deren Randerscheinungen urteilen, wenn Sie keine tierischen Produkte mögen würden?

  13. „Die Intention Ihnen die Wahl der Quelle zu überlassen kann ich nachvollziehen…“
    Klar, ich auch. Wenn man keine stichhaltigen Belege für eine Behauptung hat, ist es durchaus einfacher, die Beweislast umzukehren. Und um Belege ging es, nicht nur um Quellen!
    „diese Art von Diskussion dreht sich fast immer im Kreis“
    Das mag sein. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass manche einfach irgendetwas ohne Begründung oder Beleg behaupten.
    „Wenn Sie die Thematik interessiert, können Sie Sich in der Tat selber ein umfassenderes Bild machen…“
    Wie begründest Du die implizierte Unterstellung, ich sei nicht an der Thematik interessiert und hätte kein umfassendes Bild?
    „… es gibt genügend Quellen.“
    Na, dann mal her damit. Auch dich hindert niemand daran, deine Behauptungen zu untermauern.
    „Tierhaltung wird zu recht kontrovers diskutiert es handelt sich schließlich um Lebewesen mit allem was an Empfindungsfähigkeit dazu gehört. Es ist zu dem nur logisch, das dem Tierwohl das wirtschaftliche Interesse entgegensteht – dies ist nicht in allen Punkten konträr, aber in sehr sehr vielen.“
    Einverstanden, jedoch tut das hier nichts zur Sache und ein Beleg für die aufgestellte Behauptung ist es auch nicht.
    „Wenn man die gesamten Umstände der Nutztierhaltung bedenkt (Bio hin oder her), stehen die positiven Merkmale in keiner Relation zu den negativen.“
    Das ist wieder eine bloße Behauptung, die Du aber sicher belegen kannst und wirst.
    „Wie würden sie über Tierhaltung und deren Randerscheinungen urteilen, wenn Sie keine tierischen Produkte mögen würden?“
    Was spielt denn das für eine Rolle? Oder willst Du damit aussagen, man solle ethische Überlegungen davon abhängig machen, ob man tierische Produkte mag oder nicht?

  14. „Die Tiere hätten aber sicherlich lieber ein glückliches, langes Leben.“
    Sie wären dann einfach zäh wie Leder und nicht mehr zu verkaufen, d. h. die ganzen Haltungskosten wären zum Fenster raus geworfen. Es hindert dich aber niemand daran, die Tiere aufzukaufen, sie bei artgerechter Haltung durchzufüttern bis sie von alleine umfallen und die Kadaver dann zu entsorgen.
    Ganz abgesehen von der Frage, woran man „Glück“ bei Tieren fest macht und ob sie über solche Alternativen überhaupt nachdenken, was ich sehr bezweifle. Oder bist Du selbst ein Huhn, um mit solcher Bestimmtheit sagen zu können was Hühner wollen?

  15. „Die Tiere hätten aber sicherlich lieber ein glückliches, langes Leben“
    Ich gehe davon aus, Du meinst, sie möchten gar nicht geschlachtet werden.
    Schon klar, daß sie das vielleicht lieber hätten.
    Aber ohne die Option, als Masthähnchen oder Suppenhuhn zu enden, wären sie gar nicht erst auf die Welt gekommen.
    Und in freier Wildbahn stehen ihre Chancen auf ein glückliches langes Leben seeeeehr schlecht aus.
    Wir kommen also über diese ethische Frage – die selbstverständlich jeder für sich selbst beantworten muß – nicht weiter.
    Ich z.B. esse gerne Eier, Suppenhühner und auch mal ein Masthähnchen.
    Mich interessiert dabei, daß die Tiere ein möglichst argetrechtes Leben hatten, so wie auf dem Biohof meiner Wahl in Kleinsthaltung im Freiland.
    Und mich interessiert die Ökobilanz die natürlich wesentlich besser ist, wenn die Kücken nicht geschreddert werden.

  16. „Wie begründest Du die implizierte Unterstellung, ich sei nicht an der Thematik interessiert und hätte kein umfassendes Bild?“

    Du fragst nach Quellen. Diese sind wie bereitserwähnt sehr einfach zu finden. Daher kann man zusätzlich noch unterstellen, das Du kein Interesse an einem differenzierten Bild hast. Es ist nicht mal nötig diese Seite zu verlassen.

    https://utopia.de/tv-tipp-ard-die-eierluege-59222/

    In der dort benannten Reportage geht es nicht nur um das Umlabeln von Eiern aus der konventionellen Nutztierhaltung sondern auch um Bio-(Intensiv)Tierhaltung -> Bio ist nicht gleich Bio und auch nicht nur als Einzelfall. Das es Hühnern aus Biohaltung nicht automatisch gut geht, darum ging es doch?

    „Was spielt denn das für eine Rolle? Oder willst Du damit aussagen, man solle ethische Überlegungen davon abhängig machen, ob man tierische Produkte mag oder nicht?“

    Rolle: Sich darüber klar zu werden, worin sich das Bedürfnis an tierischen Lebensmitteln begründet. Zudem sind es nicht nur ethische Überlegungen. Die inzwischen sehr häufige Empfehlung weniger/keine tierischen Produkte (vor allem Fleisch) zu konsumieren, hat sehr viele Gründe – welche erkennst Du an (beide Seiten der Medallie betrachtet?) und gegen was wägst Du ab?

  17. „Du fragst nach Quellen…“
    Sag mal, kannst Du nicht lesen? Ich fragte nach Belegen.
    „… Diese sind wie bereitserwähnt sehr einfach zu finden. Daher kann man zusätzlich noch unterstellen, das Du kein Interesse an einem differenzierten Bild hast.“
    Deine anmaßende Unterstellung kannst Du dir da hin stecken, wo die Sonne nie scheint. Definitiv bleibt lediglich festzustellen, dass Ihr weder bereit seid Belege zu liefern noch welche habt, sonst wären sie ja längst aufgetaucht.
    „Das es Hühnern aus Biohaltung nicht automatisch gut geht, darum ging es doch?“
    Nein, darum ging es nicht. Sorgfältiges Lesen könnte dir jedoch weiter helfen.
    Und zu deinem restlichen Geschwurbel – geschenkt. Das ist angesichts deiner argumentativen Unfähigkeit auch schon wurscht und vergebene Liebesmüh, da ein weiteres Fass aufzumachen.

  18. Ok, noch eine Steigerung des Ignoranzlevels. Um Dinge zu belegen sind Quellen ein probates Mittel – ob Dir diese Angaben dann als Beleg genügen, steht auf einem anderen Blatt. Die ARD halte ich für seriös genug um, falls von Interesse, dies als Ausgangspunkt für weitere Recherchen zu Nutzen. Das daran kein Interesse besteht, zeigt Dein Verhalten recht eindeutig. Du brauchst auch nicht von Liebesmüh zu schreiben, da es Dir nicht um eine Klärung im positiven Sinne zu gehen scheint. Ein Aufruf das eigene Kunsumverhalten zu hinterfragen ist also „Geschwurbel“?

    Was machst du eigenlich hier?

    „Wer gegen Kükenschreddern ist, sollte das zum Anlass nehmen, unseren Umgang mit Tieren als Produkte insgesamt zu hinterfragen.“ – Utopia

    Hier nochmal der Link zum Video, nicht für Dich WernerMax, sondern für alle, die es interessiert: https://www.youtube.com/watch?v=nRd-O3bllDU

  19. Ach weißt Du, durch ständige Wiederholungen wird Unsinn nicht besser. Und allein die Tatsache, dass Du gezwungen bist, auf Spekulationen und Unterstellungen bezüglich meiner Motivation auszuweichen, kommt einer argumentativen Bankrotterklärung gleich.
    Die ARD-Sendung beweist hinsichtlich der pauschalen Behauptung von „welttofutag“ rein gar nichts. Und das er/sie/es an einer sachlichen und differenzierten Diskussion überhaupt kein Interesse hat, zeigt auch ihr/sein Kommentar dort. Haste alles nicht bemerkt, respektive nicht bemerken wollen, oder?
    Aber weiterhin viel Spaß in der Blase. Jedoch ohne mich, ich habe gesagt was zu sagen ist. Und ich bin zuversichtlich, dass auch die meisten Mitleser die Manipulationsversuche von dir und „welttofutag“ durchschaut haben. Wirst also beim Vergnügen mit dir selbst bleiben müssen.

  20. „Ach weißt Du, durch ständige Wiederholungen wird Unsinn nicht besser. Und allein die Tatsache, dass Du gezwungen bist, auf Spekulationen und Unterstellungen bezüglich meiner Motivation auszuweichen, kommt einer argumentativen Bankrotterklärung gleich.“

    Nun, ich habe erklärt, wie zu diesem Schluss komme: Du setzt Dich nicht inhaltlich mit dem Thema auseinander. Weder suchst Du nach Gegenargumenten, noch gehst Du auf das ein, was an Diskussionsgrundlage gegeben wurde. Du ergehst Dich damit in Ausflüchte und wirst schroff – klar, das eigene Handeln zu hinterfragen ist anstrengend. Der argumentative Bankrott geht damit aber an Dich.

    „Aber weiterhin viel Spaß in der Blase. Jedoch ohne mich, ich habe gesagt was zu sagen ist. Wirst also beim Vergnügen mit dir selbst bleiben müssen.“

    Welche meiner Aussagen gibt Dir Anlass zu glauben ich sitze in einer Blase? Ich habe das Thema Nutztierhaltung von allen Seiten beleuchtet – pro Argumente waren dabei sehr wichtig für mich (da Fleisch, Käse und Eier einfach lecker sind), die contra Argumente habe ich daher auch sehr misstrauisch behandelt … also WernerMax bei der Vorgehensweise nicht von sich auf andere schließen ;-). Komisch auch, dass von jemandem, der sich der inhaltlichen Auseinandersetzung so verwehrt, das Blasenargument kommt …

    Mal konkret: Was sind Deine Für- und Gegenargumente zum Eierkonsum? Zu welchem Ergebnis kommst Du, wenn Du die Argumente aufwiegst? Gibt es ggf. Alternativen, die Du weniger kritisch siehst?

  21. „Gibt es ggf. Alternativen, die Du weniger kritisch siehst?“
    Ich antworte hier einfach mal für mich:
    Diese Alternativen gibt es natürlich.
    Für mich ist es der kleine bio-Hofladen, wo ich einkaufe.
    Dort werden die Hühner in Kleinsthaltung in einem Mobilstall gehalten.
    Aber auch bei Rewe kann man solche Eier bekommen.
    Einfach mal schauen, ob der REWE vor Ort ein Regional-Regal hat und dann fragen, wo die Eier her kommen.
    Wie oben schon geschrieben, kommen die teilweise auch von solchen Kleinstbetrieben und werden von den Erzeugen selbst im Regal aufgefüllt, wenn alle. Auf die Art werden die immensen Logistik-Kosten gedämpft, die mit solchen Kleinst-Chargen zwangsläufig auftreten.
    Ich gebe zu, es ist sehr aufwändig, sich ein genaues Bild zu machen, aber es gibt durchaus Eier, die man guten Gewissens essen kann.
    Wer den Aufwand scheut und sich nicht dafür interessiert, wie sein Essen erzeugt wird, wird früher oder später auch bei rein veganer Ernährung fest stellen, daß nicht alles so toll ist, wie es auf der Verpackung steht.

  22. Das sind doch mal Aussagen, vielen Dank Maria_L. Ich gebe Ihnen recht, dass nicht alles was vegan ist automatisch gut oder gesund sein muss – denken hilft. Was die Eier betrifft, finde ich es redlich sich um mehr Tierwohl zu bemühen. In Realität beschränkt sich dies bei vielen Personen dann auf die im Karton gekauften Eier, bei Bekannten, beim Bäcker im Restaurant, etc. ist der gute Vorsatz dann aber schnell vergessen.

  23. “ In Realität beschränkt sich dies bei vielen Personen dann auf “
    Das liegt dann aber an den Personen und nicht daran, daß Eier-Konsum per se schlecht ist.
    Es gibt ja auch genug, die billige Sojamilch kaufen, wo man nicht weiß wie die produziert wurde und ob GVO-Soja enthalten ist und welche Zusatzstoffe drinnen sind.

  24. „Was die Eier betrifft, finde ich es redlich sich um mehr Tierwohl zu bemühen.“
    Dann stellt sich natürlich die Frage, warum man eine Initiative, die genau dies tut, schlecht machen muss.

  25. Ich bin eine eigenständig agierende Person, die nicht zufällig (so bin ich hierher gekommen) die unter „WeltTofuTag“ schreibende Person kennt. Was daran unredlich sein soll, kann ich nicht erkennen. Du hast Dich wieder geweigert Dich inhaltlich zu äußern. Nimm Dir mal ein Beispiel an Maria_L und hör auf mit dem Rumgeeier.

  26. Hehe, lustig! Also, ich bin Elke, das andere ist Sebastian. Muss ich Dir jetzt den Unterschied erklären? 😉

    Und ja, wir sind beiden für den WeltTofuTag zuständig, sind aber trotzdem zwei eigenständige Persönlichkeiten. Aber schön, dass Dich das Thema so interessiert.

  27. Schön, dann kannst Du dich ja wieder selbst um die ausstehenden Belege für deine Behauptungen kümmern.
    „Aber schön, dass Dich das Thema so interessiert.“
    Eher weniger, weil ich Tofu, trotz redlicher Bemühungen, das zu ändern, nicht ausstehen kann.

  28. WernerMax, wenn Du bitte präzisieren würdest, was genau Du belegt haben möchtest und was Du als Beleg akzeptierst, kann Dir eventuell geholfen werden. Geht es Dir noch immer um den folgenden (bereits zu Anfang belegten) Satz?

    „Nein, es geht Bio-Hühner auch nicht grundsätzlich wirklich besser.“

    „Dann stellt sich natürlich die Frage, warum man eine Initiative, die genau dies tut, schlecht machen muss.“

    Ich kann mich sogar noch weiter gefasst ausdrücken, ich finde jegliche Bemühung Dinge zu verbessern redlich. Nichts desto trotz finde ich es nicht richtig, Tiere als Ware zu sehen – dabei gibt es natürlich große Unterschiede in den Gesamtbedingungen. Warum dann Kritik gerade an dieser Stelle? Nun, hier gibt es Menschen die sich bemühe Dinge besser zu machen. Selber habe ich auch einen Weg hinter mir und mache definitiv auch heute nicht alles richtig. Daher sage ich auch hier nicht Ihr müsst auf Eier verzichten, sondern es wäre besser und wer glaub dies unbedingt zu brauchen (auch wenn es ohne geht) dann unter so guten Bedingungen wie möglich.

    @Maria_L
    „Es gibt ja auch genug, die billige Sojamilch kaufen, wo man nicht weiß wie die produziert wurde und ob GVO-Soja enthalten ist und welche Zusatzstoffe drinnen sind.“

    Zwar nicht Artikelbezogen, aber hast Du eine Liste an Herstellern, oder zumindest ein zwei Namen, dann könnten wir das in die Tabelle, die wir über die Soja-Bezugsquellen einzelner Hersteller führen, integrieren.

  29. Es wäre schlicht unmöglich, alle Hühner so zu halten, wie sich das die Konsumenten auf Grund der irrenführenden Werbung vorstellen. Nicht bei unsrerem hohen Konsum von Eiern und Fleisch. Es wäre noch viel ineffizienter als die Massentierhaltung. Es müssten Umengen an Nahrung dafür aufgewendet werden, die auch den Menschen direkt ernähren könnte. Das ist angesichts von fast einer Milliarde hungernden Menschen unmoraisch. Aber auch die Massentierhaltung ist unmoralisch.

  30. Ein Leben ohne Eier ist nicht nur vorstellbar, sondern auch machbar.
    Und all diese Produkte, in denen Flüssigei vorhanden ist, braucht man ganz einfach nicht.
    Es gibt außerdem inzwischen soviele Rezepte, in denen das Ei ersetzt werden kann, dass man sich wirklich mal überlegen könnte, angesichts des Leids der Hühner seinen Konsum drastisch einzuschränken.
    Auch diejenigen, die die Eier von sogenannten „glücklichen“ Hühnern kaufen können, beteiligen sich dennoch an dem übertriebenen Eierkonsum und beruhigen nur ihr Gewissen mit dieser fadenscheinigen Vorgehensweise.
    Als Konsument habe ich die Wahl, was ich unterstütze und woran ich lieber nicht beteiligt sein möchte. Man kann bedenkenlos ohne Eier leben!
    Schon allein der Ausdruck „Schreddern“ im Zusammenhang mit Leben ist bedrückend und belastend.

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