Saccage: Soll uns dieser Kurzfilm wirklich zeigen, dass es eh keinen Sinn macht, sich zu engagieren?

Foto: Youtube / Isart Digital

Ein sympathischer kleiner Roboter, der äußerlich wie thematisch an den Pixar-Held Wall-E erinnert, versucht die Straßen von Paris von Müll zu befreien. Besonders angetan hat es ihm eine Plastiktüte, die für ihn zu einer Art Endgegner wird. Das Thema ist wichtig, der Film hervorragend gemacht, aber die Botschaft – vor allem das Ende – stellt uns vor ein Rätsel.

Saccage?

„Saccage“ steht im Französischen  für Plünderung, das Verb „saccager“ meint aber auch „etwas in den Beutel stecken“. Hilft uns das bei Interpretation weiter? Leider nein. Wir wollen das Ende des Videos nicht vorwegnehmen, aber wir tun uns äußerst schwer, diesem eine positive Botschaft abzugewinnen.

Wollen die Studenten der Computergrafik-Schule Isart Digital in Paris, die diesen Film gemacht haben, tatsächlich eine demotivierende Geschichte zu einem der wichtigsten Umwelt-Themen unserer Zeit erzählen? Wir sind zu utopisch, um das zu glauben.

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(2) Kommentare

  1. Ich stimme adnan zu: die Botschaft ist ganz klar. Wenn der Geist aus der Flasche ist, bekommen wir ihn nicht wieder hinein, ganz egal wie sehr wir uns engagieren. Das hektische „Engagement“ des kleinen Robos ist dennoch nichts als eine klassische „End of Pipe“ Lösung. Eine wirkliche Lösung wäre nur die Einstellung der Verwendung und Produktion solcher Plastiktüten. Das ist ja im Gange. Darüber hinaus würde ich das Thema noch weiter interpretieren: Es macht keinen Sinn Auswirkungen zu bekämpfen – wir müssen Ursachen identifizieren und bekämpfen. Im Falle eines Einzelaspektes wie der Plastiktüten ist das einfach. Wenn es um die gesamte Geo-Biosphäre geht und ihr Zusammenspiel mit menschlichen Aktivitäten und sozio-politischen Aspekten wird es kompliziert. Oder auch nicht. Es hat, am Ende, etwas mit Anreizen zu tun. Denke ich. Mit Geld. Verwandlung von Welt in Geld. Und Plastik.

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